ADAC Formel Masters - Slovakiaring: Drei Rookies auf dem Podium

Erster Sieg für Tim Zimmermann in der Formel ADAC

Mit einem Überholmanöver in der letzten Runde sicherte sich Tim Zimmermann den Sieg im dritten Rennen der Formel ADAC auf dem Slovakia Ring.

Motorsport-Magazin.com - Mit einem Überholmanöver in der letzten Runde sicherte sich Tim Zimmermann (17, Langenargen, Neuhauser Racing) den Sieg im dritten Rennen der Formel ADAC auf dem Slovakia Ring. Der Neuhauser Racing-Pilot verwies Joel Eriksson (16, SWE, Lotus) auf den zweiten Platz. Dessen Teamkollege Dennis Marschall (17, Eggenstein, Lotus) komplettierte das Podium, auf dem drei Rookies standen.

"Was für ein unglaublich schönes Gefühl. Mein erster Sieg in der Formel ADAC - damit hätte ich niemals gerechnet", freute sich ADAC Stiftung Sport Förderpilot Zimmermann über seinen ersten Sieg im Formelsport. Zuvor war der erfolgreichste der acht Serienneulinge fünfmal auf das Podest gefahren. Zimmermann ist nach den beiden Lotus-Youngstern Eriksson und Marschall der dritte Pilot in dieser Saison, der in seinem Premierenjahr in der Formel ADAC ein Rennen gewinnen konnte.

Tabellenführer Jensen vorzeitig ausgeschieden

Zimmermann hatte das 15. Saisonrennen vom neunten Startplatz aufgenommen und sich bis zum Ende der ersten Runde auf den sechsten Platz verbessert. Im zweiten Umlauf wurde zunächst Pole-Setter Kim Luis Schramm (17, Wolfsberg, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) von Eriksson und Marschall überholt. Er fiel auf die dritte Position zurück. Beim Versuch den Mücke Motorsport-Piloten ebenfalls zu überholen, kam es zu einer Kollision zwischen Mikkel Jensen (19, DEN, Neuhauser Racing) und Igor Walilko (16, POL, JBR Motorsport & Engineering). Der Meisterschaftsführende und der polnische Serienneuling mussten das Rennen vorzeitig beenden.

Zimmermann profitierte von der chaotischen Situation und ordnete sich auf dem dritten Platz ein. Der Unfall sorgte für eine Safety-Car-Phase über die Dauer von vier Runden. Nach dem Re-Start entwickelte sich ein spannendes Sprint-Duell über die letzten drei Rennrunden. Zunächst überholte Zimmermann eingangs Kurve zwei Marschall und übernahm die zweite Position. In der letzten Runde ging der Neuhauser-Rookie mit einem sehenswerten Überholmanöver am bis zu diesem Zeitpunkt Führenden Eriksson vorbei und ließ er sich seinen Debütsieg in der Formel ADAC nicht mehr nehmen.

Rookies beherrschen das Geschehen

Hinter den Top-Drei überquerte mit Philip Hamprecht (17, Hagen, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) ein weiterer Rookie die Ziellinie als Vierter. Damit gelang dem Piloten von Mücke Motorsport, das unter der Bewerbung des ADAC Berlin-Brandenburg e.V. antritt, sein bestes Resultat in der Highspeedschule des ADAC. Hamprecht profitierte in der letzten Runde von einer Berührung zwischen Schramm und Ralph Boschung (16, SUI, Lotus) im Duell um die vierte Position. Mücke-Pilot Schramm musste in der Folge seinem Teamkollegen Hamprecht den vierten Platz überlassen. Der Schweizer Boschung fiel auf die zwölfte Position zurück.

Hinter Luis-Enrique Breuer (17, Berlin, Lotus) belegte Maximilian Günther (17, Rettenberg, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) den siebten Platz. Der amtierende Vize-Champion startete von der fünften Position, kam in der Startphase aber von der Strecke ab und fiel ans Ende des Feldes zurück. In den folgenden Runden kämpfte sich der Meisterschaftszweite in die Punkteränge zurück und komplettierte die Top-Acht vor JBR Racing & Motorsport-Rookie David Kolkmann (17, Sendenhorst, JBR Motorsport & Engineering).

Jensen reist als Gesamtführender an den Nürburgringring

Bedingt durch Jensens Ausfall konnte Günther den Rückstand in der Gesamtwertung um vier Punkte verringern. Der Däne führt die Meisterschaft vor dem sechsten Rennwochenende der Saison auf dem Nürburgring (29. bis 31. August 2014) mit 226 Punkten an. Günther belegt nach einem schwierigen Wochenende den zweiten Platz mit 172 Zählern. Mit dem Sieg im ersten Rennen sowie Platz zwei im zweiten Lauf auf dem Slovakia Ring machte Jensen insgesamt 27 Punkte auf seinen Titelrivalen gut.

Die Stimmen der Top-Drei

Tim Zimmermann (17, Langenargen, Neuhauser Racing), Sieger:
"Was für ein unglaublich schönes Gefühl. Mein erster Sieg in der Formel ADAC - damit hätte ich niemals gerechnet. Von Startplatz neun erwartete ich ein schwieriges Rennen. In der Safety-Car-Phase wurde mir erstmals bewusst, dass es heute soweit sein könnte. Ich lag auf Platz drei und wusste, dass mein Auto sehr schnell war. Mein Manöver gegen Dennis Marschall hat großen Spaß gemacht. Ich habe ihn ein wenig ausgetrickst, als ich nach außen ging und er mir folgte. Im letzten Moment zog ich dann nach innen und ging vorbei. Als ich schließlich noch Joel Eriksson passiert hatte, wusste ich, dass mir der Sieg kaum mehr zu nehmen war."

Joel Eriksson (16, SWE, Lotus), Zweiter:
"Dieses Rennen hat wirklich großen Spaß gemacht. Platz zwei war der Lohn dafür. Mein Start war sehr gut und ich konnte sofort meinen Teamkollegen Dennis Marschall überholen. Nur kurze Zeit später ging ich auf der Gegengeraden an Kim Luis Schramm vorbei und übernahm die Führung. Obwohl das Safety Car auf die Strecke kam und mein Vorsprung schmolz, verteidigte ich meine Führung. Leider holte Tim Zimmermann schnell auf. Ich versuchte, mich bis zur letzten Sekunde zu wehren, aber das Neuhauser Team war an diesem Wochenende sehr stark. Ich war innen in Kurve drei und meine Räder blockierten, so konnte er mich außenherum überholen."

Dennis Marschall (17, Eggenstein, Lotus), Dritter:
"Ich freue mich sehr über diesen Podestplatz. Das ist ein schöner Abschluss eines sehr guten Wochenendes. Mit meinem Rennen bin ich allerdings nicht ganz zufrieden. Es wäre noch deutlich mehr möglich gewesen. Leider war das Setup meines Autos nicht optimal. Ich hatte etwas mit Untersteuern zu kämpfen. Die zahlreichen Positionskämpfe haben dennoch großen Spaß gemacht. Als mein Teamkollege Joel und ich an die Spitze gegangen sind, war das perfekte Teamarbeit. Wir wollten zusammen das Beste herausholen und ich danke ihm, dass alles so reibungslos funktioniert hat. Im Kampf um Platz drei wurde es zum Ende des Rennens nochmals eng zwischen mir und Kim Luis Schramm. Es war ein harter Zweikampf, der großen Spaß gemacht hat."


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