24 h von Le Mans - Stefan Mücke strebt Podestplatz an

Komplett neue Herausforderung

Aston-Martin-Werksfahrer im Vantage in der GTE-Pro-Klasse am Start.

Motorsport-Magazin.com - Zum sechsten Mal dabei und trotzdem eine neue Herausforderung: Sportwagen-Pilot Stefan Mücke will am Wochenende (16./17. Juni) bei der 80. Auflage des berühmten 24-Stunden-Rennens von Le Mans einen Podestplatz in seiner Klasse einfahren. Es wäre der erste beim bedeutendsten und härtesten Automobil-Rennen der Welt für den 30-Jährigen, der 2007 dort debütierte (bester Rookie) und als bisher beste Platzierung Gesamtrang vier von 2009 zu Buche stehen hat - als bester Deutscher im schnellsten von einem Benzinmotor angetriebenen LMP1-Sportwagen-Prototypen. Jetzt ist der Aston-Martin-Werksfahrer auf der rund 13,6 Kilometer langen Strecke im Nordwesten Frankreichs zusammen mit seinen Teamkollegen Darren Turner (Großbritannien) und Adrian Fernandez (Mexiko) im Vantage GTE am Start.

"Das ist eine komplett neue Herausforderung", sagt Stefan Mücke, der seit 2007 als erster und einziger Berliner Automobil-Rennfahrer bei den 24 Stunden von Le Mans dabei ist. Die Jubiläumsausgabe ist zugleich der dritte Lauf der neuen FIA World Endurance Championship (WEC), in der Mücke & Co in der GTE Pro Klasse unterwegs sind. "Es macht schon einen riesigen Unterschied, mit einem GT- oder LMP1-Renner in Le Mans unterwegs zu sein, zum Beispiel wegen der grundsätzlich verschiedenen Bremspunkte vor den Kurven. Und ich muss jetzt viel öfter als bisher in den Rückspiegel schauen", sagt Stefan Mücke.

Die Hoffnung auf einen Podestplatz in seiner Klasse begründet er in den Forstschritten, "die wir mit dem neuen Vantage im bisherigen Saisonverlauf gemacht haben. Und beim Le-Mans-Vortest Anfang Juni waren wir auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke recht gut unterwegs", erklärt der Berliner, der bereits seit Sonntag vor Ort ist. "Ich bin optimistisch, dass wir beim Saisonhighlight das Podium erreichen können, auch wenn die GTE-Klasse sehr hart umkämpft ist und unter anderem Corvette oder Ferrari äußerst stark sind. Das Wichtigste wie immer hier ist es, nach den 24 Stunden die Zielflagge zu sehen."

Obwohl Stefan Mücke inzwischen ein Le-Mans-Profi ist, begeistert ihn die Atmosphäre mit mehr als 200.000 Zuschauern an der Rennstrecke immer wieder aufs Neue. "Schon die ganze Woche über sind tausende Fans bei den verschieden Aktivitäten hier vor Ort. Da kommt schon Gänsehaut-Feeling auf, besonders bei der traditionellen Fahrerparade mitten durch die Stadt am Freitag." Am Mittwoch und Donnerstag (13./14. Juni) stehen Trainings- und Qualifying-Sitzungen für den Berliner auf dem Programm. Und fast seine gesamte Familie unterstützt den 30-Jährigen moralisch vor Ort, denn seine Frau Annette und seine Tochter Lucie sind bereits in Le Mans. Sein Vater Peter Mücke, Teamchef von Mücke Motorsport, wird am Freitag hinzustoßen. "Ich freue mich über diese Unterstützung und natürlich über alle, die mir zu Hause und anderswo die Daumen drücken", betont Stefan Mücke.


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