
Olivier Quesnel (Teamchef Citroen):"Wir baten Evgeny Novikov und Conrad Rautenbach Sébastien Loeb vorbeizulassen, um so viele Punkte wie möglich für das Citroen World Rallye Team zu erzielen. Wir waren enttäuscht, als Sebastien Ogier nach einer so tollen Fahrt aufgeben musste. Es war ein schwieriges Wochenende, aber letztlich reisen wir als das Team mit den meisten Punkten ab. Wir haben unseren Vorsprung in der Konstrukteurswertung auf 17 Punkte ausgebaut und Sébastien liegt nur einen Punkt hinter Mikko Hirvonen."

Malcolm Wilson (Teamchef Ford):
"Ich hätte nie erwartet zu sehen, was sich auf der letzten Etappe abspielte. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Es ist ein Jammer, dass eine so tolle Vorstellung von Jari-Matti Latvala so kurz vorm Ziel auf so traurige Weise unbelohnt blieb. Dafür freut es mich sehr für Mikko Hirvonen, der drei Tage lang perfekt gefahren ist und sich seinen zweiten Sieg in Folge absolut verdient hat."

Jari-Matti Latvala (Ausfall):
"Mein Fehler. Wir waren überhaupt nicht schnell unterwegs, aber ich habe in eine Kurve einen Tick zu früh eingelenkt. Dabei touchierten wir eine sandgefüllte Tonne, die Lenkung brach und wir prallten in die gegenüberliegende Absperrung. Ich habe das Team hängen gelassen dem Traum von der Konstrukteursmeisterschaft Schaden zugefügt."

Conrad Rautenbach (8.Platz):
"Die Abstände vor uns und hinter uns sind groß. Ich baue mehr Vertrauen mit dem C4 auf diesen schnellen Straßen auf. Es ist sehr wertvoll, mehr Erfahrung mit dem Fahrzeug unter diesen Bedingungen zu sammeln."

Sébastien Loeb (7.Platz):
"Ich kann offensichtlich nicht zufrieden mit dem siebten Platz sein, aber immerhin haben wir es geschafft, noch etwas aus dem Wochenende mitzunehmen. So wie es jetzt nach dieser Rallye aussieht, denke ich, dass sich diese Punkte noch einmal als sehr wichtig erweisen könnten. Für die nächsten Rallyes bin ich jetzt motivierter denn je."

Krzysztof Holowczyc (6.Platz):
"Es war eine phantastische Rallye und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich bin jetzt der erste polnische Fahrer, der je einen WRC-Punkt erzielt hat und das hier bei meiner Heimrallye zu schaffen, ist ein sehr spezielles Gefühl. Ich muss den Fans danken, ich habe noch nie so viele Menschen und Flaggen gesehen. Vor dieser Rallye war ich fünf Jahre kein WRC-Fahrzeug gefahren und sie haben sich enorm weiterentwickelt. Dieser Focus ist unglaublich und er hat mir geholfen sehr sauber und präzise zu fahren."

Matthew Wilson (5.Platz):
"Die Etappen waren begeisternd und die Anzahl der Zuschauer war einfach unglaublich. Eine der Hauptanforderungen bestand darin, meinen Kopf an die enormen Geschwindigkeiten anzupassen und den Rhythmus beizubehalten, wenn sich der Streckentyp geändert hat. In dieser Hinsicht war es eine wirklich gute Vorbereitung auf Finnland. Wir nehmen aus diesem Wochenende eine Menge mit und ich muss meinen Aufschrieb einfach noch konsistenter gestalten, um noch härter angreifen zu können."

Petter Solberg (4.Platz):
"Das war eine unglaublich schnelle Rallye. Wir waren ständig mit Vollgas und absolut am Limit unterwegs, aber es war nie genug. Unserem alten Auto fehlt es verglichen mit den aktuellen an Kraft und es ist fast unmöglich in schnellen Abschnitten mitzuhalten. Ohne das Problem mit dem Öl bin ich sicher, dass wir Henning hinter uns hätten lassen können."

Henning Solberg (3.Platz):
"Wow, was für eine Ende. Es ist sehr traurig für Ford, aber das Podium ist phantastisch für mich. Es war ein langer Weg seit Donnerstag im Shakedown, als sich das Auto noch nicht sehr gut anfühlte. Ich bin das ganze Wochenende so schnell gefahren, wie ich konnte und ich habe gerade im Duell mit Petter alles geben müssen. Das Ergebnis hilft mir, meine Position als bester Nicht-Werkspilot in der Fahrerwertung zu verteidigen."

Daniel Sordo (2.Platz):
Ich habe mich heute morgen bei der Zufahrt zu einer Haarnadel verbremst, weil die Tafel, die ich mir als Markierung gesucht hatte, verschwunden war. Nach Sébastiens Problem am ersten Tag war ich in einer schwierigen Situation. Ich musste sicherstellen, dass ich mindestens Dritter werde. Dennoch schaffte ich es auch in einer Phase, als die Ford voll angriffen, einige gute Zeiten zu fahren. Ehrlich gesagt, tut es mir für Jari-Matti leid, weil ich weiß, wie enttäuschend es sein kann, auf der letzten Etappe einer Rallye auszuscheiden.

Mikko Hirvonen (1.Platz):
"Das war aus meiner Sicht die beste Rallye der bisherigen Saison. Die superschnellen, schmalen Straßen und das große Zuschaueraufkommen sorgten für eine tolle Atmosphäre. Es ist das erste Mal, dass ich zwei WM-Läufe hintereinander gewinnen konnte und jetzt reise ich als Tabellenführer zu meinem Heimspiel in Finnland. Das Wochenende lief vom Start bis ins Ziel perfekt. Nach Loebs Fehler dachte ich, dass es eine einfache Fahrt werden könnte. Aber dem war nicht so. Ich musste gestern voll attackieren, um vorne zu bleiben. Der Titelkampf ist wieder völlig offen, und die Entscheidung liegt in meiner Hand."
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