Nachdem die 30 Autos fristgerecht an die zehn Teams der neuen GP3 Serie ausgeliefert worden sind, hat sich die neue Formelserie nun zum ersten Test zusammengefunden. Auf dem 3D-Kurs in Le Castellet spulten die ambitionierten Nachwuchsfahrer ihre ersten Runden in dem Auto ab, in dem zuvor bereits Formel-1-Pilot Mark Webber saß.

Am Vormittag drehten die Fahrer zunächst einige Installationsrunden, bevor die Strecke für eine Stunde gesperrt wurde. So wollte man den Teams die Möglichkeit geben, alle Systeme und Daten auf ihre korrekte Funktionsweise zu überprüfen.

Vor der Mittagspause fuhr Alexander Rossi die erste Bestzeit der GP3 Serie. Er benötigte für seine schnellste Runde lediglich 1:22.188 Minuten und distanzierte seinen ärgsten Verfolger, Max Chilton, um wenige Tausendstelsekunden. Hinter Michael Christensen belegte Renger van der Zande aus dem Team von Ralf Schumacher und Peter Mücke zunächst den vierten Platz.

Wie zu erwarten war, purzelten die Zeiten am Nachmittag erheblich. Mit 1:20.949 Minuten markierte Esteban Gutierrez die Bestzeit des ersten Testtages. "Das war ein sehr aufregender Tag, denn es war sehr frustrierend für mich einen Monat auf das Auto zu starren ohne zu fahren", so Gutierrez. "Unser Hauptziel war es das Auto kennenzulernen - am Ende sprang auch noch ein gutes Resultat für uns heraus.

Hinter Gutierrez reihte sich Michael Christensen auf dem zweiten Platz ein. Der Däne war nur vier Hundertstel-Sekunden langsamer als der Spitzenreiter. Pablo Lopez kam mit drei Zehntel Rückstand auf den dritten Rang, gefolgt von Kazim Vasiliauskas auf Platz vier. Alexander Rossi fiel am Nachmittag bis auf den siebten Rang zurück, obwohl er seine Zeit ebenfalls verbesserte.