Hallo zusammen,
ich schreibe diese Zeilen etwas unter Hektik, ich muss am Dienstag wieder nach Asien. Und zwar nach Zhuhai, das liegt direkt neben Macao und kennen einige bestimmt von der FIA GT.
Da ist dann Lauf 5 und 6 zum Porsche Carrera Cup Asia, den ich ja im Moment in der Gesamtwertung nach zwei 2. Plätzen und zwei 1. Plätzen anführe! Da möchte ich natürlich so weitermachen - nicht unbedingt gewinnen, aber gute Punkte mitnehmen und die Tabelle weiter ausbauen. Ich werde natürlich berichten!
Am Wochenende gab es für mich Grund zur Freude - ich konnte zusammen mit Jürgen Alzen und Dominik Schwager in der VLN Langstreckenmeisterschaft den 2. Gesamtrang von über 150 Startern nach Hause fahren. Schneller war nur der als fast unschlagbar geltende Manthey 997 RSR!
Das macht mich wirklich sehr froh, die Mannschaft vom Jürgen hatte in den letzten Monaten so viel Pech und endlich hat es auch mal für uns gepasst. Das ganze basiert auf solider und vernünftiger Entwicklungsarbeit! Da kann ich nur allen Partnern (Hankook-Reifen und Fahrwerk H&R) meinen Respekt aussprechen. Unser Auto funktioniert immer besser, und jetzt ernten wir die Früchte für eine gute Arbeit!
Beste Stimmung
Auch unser Motorenbauer RS Tuning (Reinhold Schmirler) hat einen guten und sparsamen Motor gebaut. Unser 4 Liter Aggregat wird ja von einem Air-Restriktor "zugeschnürt"! Der arme Kerl kriegt kaum noch Luft zum Atmen - sogar die Cup Porsche gehen besser! Zum Glück haben wir noch ein gutes Drehmoment.
Das ganze funktioniert aber nur als Team - und wir waren wirklich ein gutes Team! Das fängt mit der Mechanikerleistung an, und hört bei den Drivern auf. Wir "Kutscher" verstehen uns sehr gut, obwohl Jürgen ja auch gleichzeitig unser "Chef" ist, so stecken wir unsere Köpfe wie in jedem anderem Team zusammen und besprechen sehr konstruktiv Verbesserungen oder Änderungen am Auto. Zum Glück haben wir alle das gleiche "Empfinden" für das Auto - soll heißen, wir bevorzugen das gleiche Set-Up! Beim Thema gute Stimmung gehören wir eh in die erste Startreihe! Das ist bei uns das kleinste Problem, gelacht wird immer.
Imme rnoch verwundbar

Das Rennen hat sich, wie auch schon das 24 h Rennen zu einem richtigen Sprint entwickelt - immer am Limit und das über 4 Stunden. Das ist für das Material wirklich sehr hart und auch fahrerisch eine große Befriedigung! Es gibt keine Verschnaufpausen mehr, deine direkten Gegner sind immer vor und hinter dir und nur selten verliert sich der Blickkontakt. Dann im Kombination mit dem Verkehr auf der Nordschleife - echt heiß!
Es gab auch eine Rennunterbrechung. Rote Flaggen bedeuten meist nichts Gutes auf der Nordschleife. Das Bild was mir geboten wurde, hat Schlimmstes vermuten lassen! Ein Porsche hat hinter der Kallenhard die Leitplanken durchbrochen und ist in den Wald eingeschlagen. Das sind so Momente, wo dir mal wieder vor Augen geführt wird, wie gefährlich Racing sein kann - speziell auf der schönsten Rennstrecke der Welt. Wir sind immer noch verwundbar - einige scheinen das manchmal nicht wahr haben zu wollen. Der Nordschleife musst du mit Respekt und Verstand gegenübertreten - die letzten 2-3 Sekunden sind ein Ritt auf der Kanonenkugel - lohnt nicht immer...
Aber dem Fahrer ist Gottlob nichts passiert, so konnten wir uns am Ende doppelt freuen. Ich werde auch beim nächsten VLN Lauf wieder im Team von Jürgen Alzen Motorsport starten - ich freue mich darauf!

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