Edoardo Mortara (Signature-Plus) und Brendon Hartley (Carlin Motorsport) belegten beim Macau Grand Prix auf dem 6,12 Kilometer langen Circuito da Guia die Plätze zwei und drei und waren damit die besten Fahrer aus der Formel 3 Euro Serie. In einem ereignisreichen und von vielen Unfällen bestimmten Rennen ging der Sieg an den Japaner Keisuke Kunimoto (Team Tom´s). Mit Mika Mäki (Signature-Plus) und Renger van der Zande (Prema Powerteam) auf den Plätzen vier und fünf schafften zwei weitere Nachwuchpiloten aus der Formel 3 Euro Serie den Sprung in die Top 5.

Schon in der ersten Runde kollidierten Roberto Streit (Räikkönen-Robertson Racing) und Sam Bird (Manor Motorsport). Wenig später rutschte Marcus Ericsson (Carlin Motorsport) in die Reifenstapel. Danach kam das Safety Car erstmals auf die Strecke. Nach dem Restart verlor Mortara seine erste Position an Kunimoto. Im siebten Umlauf endete das Rennen für Roberto Merhi (Hitech Racing) nach einem Einschlag in die Streckenbegrenzung und wieder kam das Safety Car raus. Zu diesem Zeitpunkt lag Daniel Campos-Hull auf der dritten Position. Drei Runden vor dem Ziel fuhr ihm Kei Cozzolino (Now Motor Sports) ins Heck und beendete schlagartig die Podest-Träume des jungen Spaniers.

Die Stimmen zum Rennen:

Keisuke Kunimoto (Team Tom´s):
Ich bin sehr, sehr glücklich und kann es kaum glauben, dass ich den Macau Grand Prix gewonnen habe. Heute war ich vor allem zu Beginn vorsichtig, weil die Strecke rutschig war. Dann habe ich aber alles gegeben. Bei den beiden Restarts habe ich nicht nach hinten geschaut, sondern nur nach vorne.

Edoardo Mortara (Signature-Plus):
Ich bin enttäuscht, denn ich habe nicht gewonnen, obwohl ich das ganze Wochenende immer der Schnellste war. Nach dem zweiten Restart bin ich mit meinem Auto seitlich in die Streckenbegrenzung gerutscht und habe mir dabei einiges verbogen. Es ist erstaunlich, dass ich überhaupt ins Ziel gekommen bin.

Brendon Hartley (Carlin Motorsport):
Mein Plan war, ruhig und geduldig zu bleiben, denn von Startplatz 20 hat man nur so eine Chance. Als ich schon nach der ersten Runde in den Top Ten war, hatte ich an ein Podest geglaubt. Ich war das ganze Wochenende schnell, hatte nur im Qualifikationsrennen Pech, als mit James Jakes ins Auto fuhr. Unter diesen Umständen bin ich mit dem dritten Rang zufrieden.

Mika Mäki (Signature-Plus):
Ich hatte einen guten Start, habe aber Zeit verloren, als ich in der ersten Kurve im Stau feststeckte. Nach den beiden Safety Car-Phasen kam ich jeweils sehr gut weg und im Verlauf des Rennens konnte ich einige Plätze gewinnen. Leider hat es nicht mehr ganz gereicht, um auch Brendon Hartley zu überholen. Aber insgesamt bin ich zufrieden.