Augusto Farfus bleibt auf dem Stadtkurs von Pau weiterhin ungeschlagen: nach seinem Sieg im Vorjahr und der schnellsten Runde im Qualifying gewann der Brasilianer auch das erste Rennen am heutigen Sonntag. Farfus diktierte das Tempo über die komplette Renndistanz und überquerte die Ziellinie am Ende mit über 15 Sekunden Vorsprung vor Yvan Muller und Jordi Gené als Erster.
Farfus musste sich beim siebten Saisonlauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft doppelt beweisen: von der Pole-Position sollte der Brasilianer seine Führungsposition gleich zwei Mal verteidigen müssen. Doch sowohl beim ersten Start, der nach einer Kollision zwischen Alex Zanardi und Alain Menu mit einem folgenden Verkehrsstau abgebrochen wurde, als auch beim zweiten Versuch, konnte der BMW-Pilot seine Führung gegen Muller verteidigen.
Beim zweiten Mal machte es ihm die Rennleitung einfach: statt einem normalem, fliegenden Start ging es hinter dem Safety-Car auf die 20 Runden lange Reise durch die Leitplanken von Pau. In keiner der fast zwei Dutzend Umläufe geriet der Erfolg von Farfus in Gefahr - schon nach wenigen Runden hatte Farfus einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden und verwaltete diesen gegenüber den folgenden Seat-Piloten.
Muller, Gené und Gabriele Tarquini hatten zu keiner Phase des Rennens eine Chance den Führenden zu attackieren. Teilweise fuhren die Diesel-Leons sogar mehr als eine Sekunde langsamer als Farfus an der Spitze des Feldes. Auch untereinander herrschte bei Seat Waffenstillstand: alle drei Piloten hielten einen Respektabstand zueinander ein.
Auf den folgenden Plätzen bildete sich schon in der Anfangphase eine Kolonne von mehreren Boliden, doch auch hier blieben Überholmanöver lange Zeit aus. Nur Rob Huff konnte seinen Vordermann überholen und ließ Tarquini hinter sich. Dahinter sammelte Rickard Rydell mit Platz sechs erneut wichtige Punkte für die Meisterschaft, während Nicola Larini mit dem siebten Rang zufrieden sein musste. Für den zweiten Lauf am Nachmittag wird erneut ein BMW die beste Ausgangsposition haben - Andy Priaulx holte sich mit Platz acht auch die Pole für das folgende Rennen. Den so wichtigen achten Rang verpasste Jörg Müller nur knapp: der Hückelhovener hing das ganze Rennen hinter seinem britischen Markenkollegen, fand aber keinen Weg vorbei.

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