Von einer dominierenden Leistung von Seat sollten man, trotz der ersten drei Startplätze für das erste Rennen in Oschersleben, nicht sprechen. Dafür war es umso beeindruckender, dass die Spanier, unbeeindruckt von der hohen Leistungsdichte, ganz vorne zu finden waren. Die ersten fünf Piloten aus drei verschiedenen Marken, wurden nur durch 0,180 Sekunden getrennt. Im teaminternen Duell der Seat Leon setzte sich Gabriele Tarquini durch und holte sich die Pole Position. "Das war eine gute Zeit und außerdem gutes Timing. Früher war ich manchmal zu früh auf der Strecke und habe danach Positionen verloren. Heute habe ich bis zu den letzten fünf Minuten gewartet und dann gemerkt, dass die Strecke immer schneller wurde", so der Italiener.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Yvan Muller im Diesel-befeuerten Seat Leon, sowie der Privatier Roberto Colciago. Alles ganz zur Freude von Seat Sportdirektor Jaim Puig. "Wir sind sehr stolz auf dieses Resultat. Es zeigt, dass wir an allen Fronten gute Arbeit geleistet haben." Auch Jörg Müller war mit seiner Leistung zufrieden. Der Lokalmatador qualifizierte sich für den vierten Platz. "Ich habe nicht unbedingt erwartet, hier mit 55 Kilogramm Handicapgewicht im Klassement so weit oben zu stehen", sagte Müller im Anschluss an das Qualifying. "Umso mehr freut es mich, dass ich mir dennoch eine gute Ausgangsbasis für morgen erarbeitet habe. Ich bin optimistisch, den deutschen Fans in den beiden Rennen noch einiges bieten zu können. Vielleicht hätte ich noch weiter vorn landen können. Bei meinem letzten Versuch wollte ich etwas zu viel und bin von der Strecke abgekommen."

Nicht ganz so gut lief es für den zweiten Deutschen im Feld. Peter Terting belegte bei seinem ersten Saisoneinsatz den zwölften Rang. Auch sein Rückstand war gering. Nur vier Zehntel trennten ihn von der Pole Position. Weitab von der gewohnten Form waren Nicola Larini und Alex Zanardi unterwegs. Die beiden Italiener kamen nur auf die Ränge 19 und 21.