Bei den Testfahrten im Frühjahr sah es noch stark danach aus, als würde ART Grand Prix die ersten Rennen dominieren. Doch jetzt, wo es ernst wird, ist von der französischen Truppe nicht mehr viel zu sehen. Im ersten Qualifying der GP3-Meisterschaft auf dem Grand Prix-Kurs von Barcelona überzeugten andere Teams, allen voran RSC Mücke Motorsport.

Mit einem Vorsprung von rund drei Zehntelsekunden und einer Rundenzeit von 1:52.602 Minuten holte sich Nigel Melker bei schwierigen Witterungsbedingungen und einer langsam abtrocknenden Bahn die Pole-Position. Bereits am Vortag überzeugte sein Teamkollege Renger van der Zande im Training.

Den zweiten Startplatz sicherte sich Pal Varhaug, dicht gefolgt von Robert Wickens. Mit Mücke, Jenzer und Status Grand Prix schafften es damit drei Teams auf die ersten drei Plätze.

Für Esteban Gutierrez, der die Winter-Tests dominierte und im Auto von ART der große Favorit zu sein schien, blieb nur der siebte Rang. Der Mexikaner musste mit einem Rückstand von ziemlich genau einer Sekunde leben.

Abgesehen von der Mücke-Pole lief es aus deutscher Sicht nicht gerade berauschend. Tobias Hegewald, der einzige deutsche Starter im 29-köpfigen Fahrerfeld, schaffte es nur auf einen enttäuschenden 25. Platz.