Motorsport-Magazin.com - Nach Gewitterschauern am frühen Morgen, war die Strecke zu Beginn des Sonntagslaufs der GP3 in Budapest nass. Da bereits am Start aber die Sonne herauskam, war klar, dass die Strecke über die Distanz von 16 Runden kontinuierlich abtrocknen würde. Die Mehrzahl der Fahrer startete auf Regenreifen, lediglich ein paar mutigere Nachzügler setzten am Ende der Startaufstellung auf Slicks.
Kaum war die Ampel aus und das Feld auf der Reise, wurde es hektisch. Im internen Arden-Duell schlug Matias Laine seinen von der Pole-Position aus losgefahrenen Teamkollegen David Fumanelli. Schlechter lief es für den Dritten im Bunde - Meisterschaftsleader Mitch Evans drehte sich infolge einer leichten Berührung mit Daniel Abt mit einem beschädigten linken Hinterreifen bereits in Kurve eins. Fumanelli kam auch nicht viel weiter - er rutschte auf P2 liegend bereits eine Kurve später in die Reifenstapel.
Laine führte anschließend vor dem Lotus-Duo Conor Daly und Aaro Vainio. Dahinter wurde Kevin Ceccon von Lokalmatador Tamas Pal Kiss für Platz vier überholt. Samstagssieger Da Costa fuhr zu Beginn auf dem siebten Platz, überholte dann aber schnell Ceccon und Abt und kam auf P5 liegend bei Halbzeit des Rennens für einen zeitlich perfekten Reifenwechsel auf Slicks an die Box. Während nun immer mehr Piloten auf Trockenreifen gingen, da die Zeiten mitsamt der Strecke merklich besser wurden, blieb die Spitze geschlossen bei ihrer Regenreifen-Strategie.
Während sich erst Laine und Daly ein hartes Duell lieferten, tauschten die Lotus-Fahrer drei Runden vor Schluss die Plätze und Vainio machte sich an die Verfolgung des Spitzenreiters. Parallel dazu wurden jedoch die Zeitunterschiede immer gravierender und die Autos auf Trockenreifen konnte pro Runde fast zehn Sekunden auf die Spitze aufholen, wodurch Da Costa, der die Phalanx der Slick-Fahrer anführt, extrem Boden gutmachte. Mühelos ging er so an Abt, Daly, Vainio und schließlich auch Laine vorbei und fuhr sich bis ins Ziel sogar noch weitere elf Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger heraus.
Hinter ihm setzte sich Patric Niederhauser erst gegen die Regenreifen-Fahrer und in der letzten Runde dann auch gegen Pal Kiss durch und wurde Zweiter. P4 schnappte sich Alex Brundle, noch vor Tio Ellinas - beide Piloten waren bereits auf Slicks losgefahren. Lewis Williamson wurde Sechster, Laine und Vainio retteten sich gerade so in den Punkten ins Ziel, wobei der Lotus-Pilot seine Großchance verpasste, im Titelduell auf Evans aufzuholen, der trotz schnellster Rennrunde nach einem weiteren Dreher nur 21. wurde, trotzdem aber immer noch 18 Punkte Vorsprung hat.