Bruno Senna ist immer dort, wo etwas passiert. Erst kollidiert er in der Türkei mit einem Hund, dann holt er sich in Monaco einen deutlichen Sieg. Nun holt er sich für den ersten Lauf in Magny-Cours die Pole-Position, knallt aber im selben Moment in die Mauer. "Bruno sorgt einfach immer für Schlagzeilen", kommentiert sein Teamchef Paul Jackson das Geschehen. Dass sich einige Kollegen schon beschwerten und eine Aberkennung der Zeit fordern, lässt den Briten kalt: "Er hat die Linie überfahren, ich sehe keinen Grund warum es Probleme geben sollte."

"Ich habe noch nicht gesehen, wie groß der Schaden ist, aber es zieht nicht so schlimm aus wie zum Beispiel in der Türkei", sagte Jackson nach dem Zeittraining. Für das Rennen am Samstag hat sein Schützling mit der Pole die beste Ausgangsposition, hat aber mit Romain Grosjean und Giorgio Pantano starke Gegner hinter sich. "Im Rennen ist Bruno konstanter als die Fahrer hinter ihm", vermutet der iSports-Teamchef. "Jetzt braucht er einen guten Start, keine Safety-Car-Phase und einen Boxenstopp zur rechten Zeit." Dass zum ersten Mal in diesem Jahr mit der mittleren Reifenmischung gefahren wird, sollte keine Schwierigkeiten bringen. "Wir erwarten keine Probleme mit den Reifen und sind zufrieden mit deren Performance."

Eine nicht ganz so gute Leistung zeigte Karun Chandhok, der den zweiten blauen Boliden auf die zehnte Position stellte. "Er ist in den Verkehr gekommen und hätte es sonst locker unter die besten Sechs geschafft", erklärte Jackson im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Karun fuhr gerade zwei gute Sektorenzeiten, wurde dann aber aufgehalten - das kann jedem passieren."