Alvaro Parente war die große Überraschung bei der GP2-Premiere in Barcelona. Den portugiesischen Debütanten im Super Nova Team hatte wohl kaum jemand auf der Rechnung für die erste Startreihe - doch ohne die gelben Flaggen im letzten Sektor auf seiner letzten Runde hätte es sogar die Pole-Position werden können: "Wir hatten unsere Strategie schon auch ein bisschen darauf ausgelegt, die Zeit ganz zum Schluss zu fahren. Ein bisschen überrascht war ich selbst, so weit vorne zu sein. Aber es lief schon beim Testen und im freien Training hier für uns sehr gut, wir konnten das Auto auch stetig weiter verbessern."

Der letztjährige Champion der Renault World Series nennt Barcelona auch eine seiner absoluten Lieblingsstrecken, "das hilft sicher auch ein bisschen, andererseits sind andere wahrscheinlich sogar schon öfters hier gefahren als ich. Aber es freut mich natürlich, dass ich mich so schnell in die GP2 eingewöhnt habe - offenbar lerne ich recht schnell."

Für das Rennen hat er sich vorgenommen, auf jeden Fall ohne Fehler anzukommen, "wenn dann noch ein Platz auf dem Podium herausspringen sollte, umso besser." Vor dem größten "Problem" vieler GP2-Neulinge, dem obligatorischen Boxenstopp, hat er keine extremen Bedenken: "Ich kenne Boxenstopps ja schon aus dem vergangenen Jahr, aus der Renault World Series. Allerdings weiß ich, dass das wohl, wie auch der Start, mit dem GP2-Auto schon noch um einiges schwieriger ist. Aber ich hoffe mal, dass alles klappt. Ich muss mich halt wirklich konzentrieren - und dann werden wir weitersehen."