Vor dem ersten Qualifying in der GP2 hatten die Experten viele Fahrer auf der Rechnung, aber Luca Filippi war nicht darunter. Der Super Nova-Pilot überraschte alle, als er das Qualifikationstraining mit 85 Tausendstel Vorsprung auf Alexandre Negrao für sich entschied. Damit hat er auch die ersten beiden Meisterschafts-Punkte in diesem Jahr geholt. "Es war eine gute Runde. Wir haben nur noch abgewartet, ob sie jemand schlagen kann", sagte der Italiener, der bereits zur Mitte der Session die Bestzeit gefahren hatte. Denn danach wurden am Auto einige Veränderungen durchgenommen, die den Speed etwas verschlechterten.

Der dritte Startplatz ging an Andreas Zuber, der kurz vor Schluss noch von Negrao aus der ersten Reihe verdrängt wurde. Der Österreicher hat damit aber eine gute Ausgangsposition für das Hauptrennen. Mit ihm in Reihe zwei steht Lucas di Grassi, dem wie Zuber nur rund eineinhalb Zehntel auf die Spitzenzeit fehlten.

Bruno Senna erwischte einen guten Auftakt in sein erstes GP2-Rennwochenende. Der Arden-Pilot erarbeitete sich den fünften Startplatz und war danach sehr zufrieden, vor allem weil man am Auto noch einiges verändert hatte. "Der Umbau hat viel gebracht. Das Auto war viel besser zu fahren. In einer Kurve habe ich sogar noch zwei Zehntel verschenkt, weil ich zu früh gebremst habe", sagte er. Dank des guten Ergebnisses sind die Ziele für das Rennen nun etwas nach oben gewachsen. "Die Top Sechs wären gut", meinte Senna.

Etwas hinter seinen eigenen und auch den Erwartungen der Beobachter blieb Timo Glock. Er kam auf den siebten Rang und konnte damit seine Bestzeit vom Vormittag nicht bestätigen. Rund vier Zehntel lag er hinter der Spitze. Michael Ammermüller erwischte noch einen schlechteren Einstand. Der Bayer wird das Hauptrennen aus der 15. Position starten und hat damit einen sehr weiten Weg nach vorne.