Motorsport-Magazin.com - Scheinbar mühelos konnte Edoardo Mortara das zweite Rennen der Formel 3 EuroSerie in Pau für sich entscheiden. In dem von einem regennassen Untergrund geprägten Rennen schob sich der Italiener von Startplatz sieben aus Runde für Runde nach vorne und übernahm ihm späteren Rennverlauf sogar die Spitze, welche er bis zur Zieldurchfahrt nicht mehr abgab. Für Mortara war es der erste Saisonsieg, für Volkswagen der erste überhaupt.
Im Gegensatz zum Chaos-Rennen am Vortag gestaltete sich der zweite Durchgang außerordentlich zivilisiert. Die Piloten konnten ihre Boliden auf den Regenreifen zum Großteil ohne Probleme kontrollieren - statt 20 Fahrzeugen schieden heute nur deren vier aus. Hilfreich war auch der Start hinter dem Safety-Car: so konnte man in den ersten Runden ein wenig Wasser von der Strecke verdrängen und verzichtete auf einen gefährlichen, stehenden Start.
Etwa die Hälfte des Rennens konnte sich Renger van der Zande auf der ersten Position halten. Nach seinem achten Platz vom Vortag durfte der Niederländer heute von ganz vorne starten, hatte gegen Mortara allerdings keine Chance - 18 Minuten vor dem Fallen der Zielflagge zog der Signature-Pilot in der ersten Kurve problemlos an seinem Kontrahenten vorbei.
Spannender war der Kampf um den dritten Platz, denn diesen wollte Michael Klein als bester deutscher Pilot unbedingt verteidigen. In der zweiten Rennhälfte musste sich Klein gegen Angriffe von Dani Clos und Christian Vietoris erwehren. Dem Druck hielt Klein in seinem gelben Boliden nicht stand: zehn Minuten vor dem Rennende berührte er beim Herausbeschleunigen die Kerbs, drehte sich und verlor etliche Positionen.
So wäre der dritte Platz auf dem Podium hinter Mortara und Van der Zande eigentlich an Christian Vietoris gegangen, doch der Mücke-Pilot musste kurz vor dem Ziel Dani Clos passieren lassen. Mortara konnte seinen Vorsprung in der Meisterschaft durch den Sieg weiter ausbauen - dank der Nullrunden von Mika Mäki und Nico Hülkenberg führt der Italiener vor dem Rennen in Nürnberg mit fast 15 Punkten vor dem Finnen. Über Punkte durften sich heute auch Franck Mailleux und James Jakes freuen - sie beendeten das Rennen auf den Positionen fünf und sechs.