Nach seinem Sieg in Mugello konnte Nico Hülkenberg gut lachen. Leicht hatte es Willi Webers Schützling jedoch nicht. Knapp hinter ihm kam Koudai Tsukakoshi gefolgt von Hülkenbergs Teamkollegen Jules Bianchi ins Ziel. "Es lief diesmal ziemlich gut. Jules war sehr schnell und dann war auch noch Koudai hinter mir. Ich konnte es zu keinem Zeitpunkt des Rennens ruhiger angehen und musste ständig pushen", so Hülkenberg. Vor allem wegen der Strecke und der dort herrschenden Temperaturen sei es sehr schwierig, sich die Reifen richtig einzuteilen.
Tsukakoshi zeigte sich von alldem nicht beeindruckt. Der Japaner war in Hülkenbergs Rückspiegel ständig präsent und machte unablässig Druck. "Er war auf der Geraden sehr schnell, vor allem im Windschatten wenn es bergauf ging machte sich das bemerkbar. Ich war innen, er außen, da wollte er sich vorbei bremsen. Ich konnte mich aber wehren und so vorne bleiben. Schlecht für ihn, gut für mich", bilanzierte Hülkenberg. "Ich freue mich über den Sieg und muss mich beim Team bedanken. Die Mannschaft hat tolle Arbeit geleistet, nun müssen wir versuchen unsere Form beizubehalten."
Koudai Tsukakoshi geht nach seiner Niederlage gegen Hülkenberg durchaus kritisch mit sich um. "Ich hatte keinen guten Start, da ich zuviel Wheelspin hatte. Doch dann hat Bianchi ein paar Fehler gemacht, wodurch ich ihn in der ersten Kurve überholen konnte. Dann habe ich gepusht und versucht außen an Hülkenberg vorbei zu gehen, was aber nicht gelungen ist", so Tsukakoshi. Hülkenberg sei ein Gutes Rennen gefahren und habe keine Fehler gemacht. Glücklich war der Japaner am Ende trotzdem, immerhin konnte er sein bislang bestes Resultat einfahren.
Etwas Unklarheit herrschte bei Hülkenbergs Teamkollegen Jules Bianchi. "Ich habe einen guten Start gehabt und kam in der ersten Runde bis auf den zweiten Platz vor. Dann habe ich ein paar Fehler gemacht, dadurch konnte Koudai an mir vorbeigehen", so Bianchi. Er konnte Koudai nicht mehr gefährlich werden, da er sich gegen die Angriffe seines Verfolgers wehren musste. "Das Auto war schwer zu fahren. Ich weiß nicht warum die Lücke so groß war."

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