Nachdem Roberto Merhi im ersten Rennen noch ohne Chance blieb, schlug er im zweiten Lauf der Formel 3 Euro Serie auf dem französischen Kurs in Le Castellet zu. Der Spanier aus dem Rennstall Prema Powerteam gewann das neu geschaffene Sprintrennen über 10 Runden mit einem knappen Vorsprung von nur 0,800 Sekunden auf Marco Wittmann. Platz drei belegte Daniel Juncadella.
In den knapp 20 Rennminuten arbeitete sich Merhi schon in der Anfangsphase nach vorne. Von fünften Startplatz aus lag er schon in der zweiten Runde auf der dritten Position und überholte dann Pole-Mann Laurens Vanthoor. Direkt danach machte sich der spätere Rennsieger auf die Verfolgung von Wittmann, den er in der vierten Runde kassierte.
"Mein Auto war im zweiten Rennen richtig gut, nachdem wir im ersten Lauf noch einen kleinen Fehler mit der Abstimmung gemacht hatten. Ich hoffe, so geht die Saison nun weiter", freute sich Merhi über seinen ersten Sieg.

Auch Marco Wittmann zeigte sich zufrieden. "Nach Lauf eins, in dem ich nur Fünfter wurde, bin ich mit dem zweiten Platz jetzt relativ zufrieden. Trotzdem müssen wir noch arbeiten, denn die beiden Prema-Piloten Roberto und Daniel waren in diesem Rennen wieder richtig schnell", so der schnellste Deutsche im Feld.
Kein Glück hatte Nigel Melker, der das erste Rennen am Vormittag für sich entschied. Zwar arbeitete sich der Niederländer bis auf den fünften Platz nach vorne, wollte dann aber zu viel: In der letzten Runde quetschte sich Melker an Laurens Vanthoor vorbei, verhielt sich dabei aber unsportlich und kassierte eine 30-Sekunden-Strafe - das warf ihn natürlich bis auf den zwölften und letzten Platz zurück.
Doch Vanthoor rückte nicht wieder auf den vierten Rang vor. Auch er wurde wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Zeitstrafe belegt, fiel aber nur hinter Felix Rosenqvist, Carlos Muñoz und Kimija Sato auf Platz sieben zurück. Den achten Rang und den letzten Punkt schnappte sich Kuba Giermaziak.

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