Der erste Sieg in der Formel 3 EuroSerie - da kann man doch glücklich sein...?
Christian Vietoris: Auf jeden Fall. Ich denke mit diesem Erfolg hat, nach dem Unfall am Freitag, niemand mehr rechnen können. Bei den Testfahrten vor der Saison waren wir immer unter den besten Drei und waren auch hier an diesem Wochenende immer sehr gut unterwegs. Aus verschiedenen Gründen hat es bisher nie geklappt, jetzt hat es endlich mal funktioniert - vielleicht sollte ich ab sofort immer von hinten starten.

Beim ersten Start bist du gerade so durch die Grundig-Kehre gekommen. Wie knapp war es wirklich?
Christian Vietoris: Das kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen. Ich habe kurz darauf nur die roten Flaggen gesehen, vom Unfall habe ich eigentlich gar nichts mehr mitbekommen.

Danach sehr es spielend einfach aus...
Christian Vietoris: Erik und Robert hatten wohl die Bremsen noch nicht richtig auf Temperatur gebracht, denn sie mussten 20 Meter früher bremsen als ich - das habe ich ausgenutzt. Das Auto lag einfach super und ich konnte vom Start weg attackieren. Vielleicht war es auch ein kleiner Vorteil, dass ich noch einen Satz Reifen vom Qualifying über hatte. Danke an das Team, die am Freitag noch bis vier Uhr in der Nacht gearbeitet haben, um das Auto wieder startklar zu bekommen.

Das nächste Rennen findet in Zandvoort statt, wie stehen deine Chancen dort?
Christian Vietoris: Ich habe gute Erinnerungen an Zandvoort, denn dort konnte ich meinen Formel BMW-Titel holen. Für die ersten Rennen dieser Saison habe ich mir zuvor eigentlich gar keine großen Ziele gesetzt, ich wollte einfach ein paar Punkte holen. Jetzt kommen Strecken, die ich mag und die nah an meinem Zuhause liegen. Es wäre schön wenn es dort so weiter geht wie heute...