Motorsport-Magazin.com - Kurz, aber schmerzvoll: das war der erste Versuch der Formel 3-EuroSerie am Norisring. Schon beim Vorstart kam der Vortagessieger Nico Hülkenberg nicht weg und musste dem Feld aus der Box hinterher eilen. Die Aufholjagd ging nicht lange: bereits in der ersten Kurve kam es zu einer Massenkarambolage, bei der sich fast das gesamte Feld in der Grundigkehre staute. Autos fuhren ineinander, Autos nutzten andere Autos als Rampe, Autos parkten auf anderen Autos - die Folge: Rennabbruch nach wenigen Sekunden.
Der Re-Start erfolgte zur Sicherheit hinter dem Safety Car. Danach waren noch 16 Minuten im verkürzten zweiten F3-Rennen auf dem Norisring zu fahren. Beim Neustart lief alles glatt. Nur für Nico Hülkenberg gingen die Probleme weiter: nach seinem technischen Problem beim ursprünglichen Start musste Hülkenberg als Letzter ins Rennen gehen, welches für ihn nur eine weitere Runde währte: Hülkenberg fuhr einem anderen Auto auf, drohte sich zu überschlagen und schied durchgeschüttelt aus.
Christian Vietoris machte derweil weiter, wo er im Samstagsrennen aufgehört hatte: mit Überholmanövern. Im ersten Rennen fuhr er von 27 auf 6 nach vorne, diesmal überholte er nach dem Neustart Wickens und Janis und ging damit in Führung.
Die Zielflagge bekam Vietoris bei seinem ersten Sieg in der Formel 3 EuroSerie nicht zu sehen. Nach nur 18 Runden wurde das Rennen zum zweiten Mal mit einer roten Flagge abgebrochen - diesmal endgültig. James Jakes knöpfte sich zum zweiten Mal in der Grundigkehre einen Konkurrenten vor. Nachdem es bei der ersten Kollision Edoardo Mortara erwischt hatte, musste diesmal Daniel Campos-Hull dran glauben. Und auch Richard Philippe rauschte noch in das geparkte Duo hinein. Der Rennleitung war das eine halbe Minute vor Rennende genug.
Das Ergebnis der 18 turbulenten Runden lautete demnach: Christian Vietoris vor Robert Wickens und Edoardo Mortara. Die Punkteränge komplettierten Vernay, van der Zande und Coletti. In der Meisterschaft führt weiterhin VW-Pilot Mortara. Weil aufgrund der langen Unterbrechung weniger als die Hälfte der geplanten Renndistanz von 48 Runden gefahren wurden, erhalten die Piloten nur die Hälfte der Punkte.
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