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Technische Veränderungen 2013/2014

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Beitrag Do Nov 21, 2013 7:04 pm

Beiträge: 5569
Oh oh oh... Wie sich das wohl wieder auf die Traktion auswirken wird... :D)

Beitrag Do Nov 21, 2013 7:06 pm

Beiträge: 2343
Mav05 hat geschrieben:
Oh oh oh... Wie sich das wohl wieder auf die Traktion auswirken wird... :D)

Da is aber jemand hungrig^^

Beitrag Do Nov 21, 2013 7:12 pm

Beiträge: 855
formelchen hat geschrieben:
Ich habe gerade gelesen dass die Teams 2014 nur noch eine Getriebeübersetzung für alle 19 Rennen verwenden darf.

Ich frage mich, wie das funktionieren soll. Die Anforderungen auf den jeweiligen Sttrecken gehen doch sehr weit auseinander.



Tja da hats ein Ende mit mal kurz mittels Setup, sprich geänderte Getriebeübersetzung, mehr Traktion zu erreichen.... :D
Da wird ja Ferrari abkotzen jetzt nachdem sie so überaus wertvolle Tips von dir erhalten haben.

Beitrag So Dez 22, 2013 10:08 pm

Beiträge: 11465
Interessante Details von Ferrari:

Um den Ferrari V6 ranken sich viele Gerüchte. Zu schwer, zu durstig, zu schwach. Und außerdem nicht im Zeitplan. Diesen Gerüchten wird man ausgesetzt, wenn es eine Informationssperre gibt. Ferrari hat den Motor bis zum 19. Dezember mehr oder weniger totgeschwiegen. Kein Detail drang nach außen, kein Soundtrack, kein Foto. Man wusste nur, dass er existierte. Auch jetzt gibt sich Ferrari außerordentlich zugeknöpft. Motorenchef Luca Marmorini musste fast dazu gezwungen werden, ein kurzes Video zu genehmigen, das ein bisschen von dem Geheimnis über Ferraris neuen Turbomotor lüftet.

Wer den Film in der Rennabteilung von Ferrari sehen wollte, musste sich mit einer 3-D-Brille bewaffnen. In knapp fünf Minuten präsentierte Ferrari eine Animation. Fotos oder Originalaufnahmen Fehlanzeige. Dazu gab es ein bisschen Sound. War der echt, Herr Marmorini? "Ja, er kam aus dem Prüfstandsraum. Da werden allerdings einige Frequenzen weggefiltert. Im Auto wird er sich noch ein bisschen anders anhören." Wir können Sie beruhigen. Der Motorsound klingt nach Power. Ein dumpfes, wildes Grollen. Das hochfrequente Kreischen der hochdrehenden Achtzylinder verschwindet. Auch Marmorini beteuert: "Die Fans werden uns nicht davonlaufen."

Aber auch die Animation hatte es in sich. Da wurden die sechs Einzelbausteine (Motor, Turbolader, MGU-K, MGU-H, Leistungselektronik, Batterie) per Computergrafik zu einer Antriebseinheit zusammengefügt. Die einzelnen Bausteine waren erstaunlich detailgetreu. Man konnte jede Rippe, jede Bohrung im Zylinderkopf und Block erkennen. Das sah schon sehr realistisch aus.

Wenn Ferrari den Motor wirklich so baut, dann können Sie mit einem überraschenden Coup rechnen. Im Gegensatz zu Mercedes und den ersten Bildern vom Renault V6-Turbo wurden dort die sechs Auspuffrohre von den Krümmern aus an den Zylinderköpfen vorbei direkt nach oben geführt, wo sie sich ein gutes Stück vor dem Turbolader vereinigen. Bei Mercedes und Mercedes winden sich die Rohre erst weit nach außen, werden unten am Block entlang bis zum Motorende geführt, bevor sie sich nach oben zum Turbolader schlängeln.

Welchen Sinn hätte Ferraris Anordnung, wenn sie den Tatsachen entspräche? Das frühe Hochziehen des Auspuffs würde zunächst einmal den Schwerpunkt nach oben verschieben und könnte wegen der Nähe zu den Zylinderköpfen auch thermische Schwierigkeiten hervorrufen. Aber diese Anordnung hätte auch einen riesigen Vorteil. Einen, auf den eigentlich Adrian Newey pochen müsste.

Der gesamte untere Bereich des Motors ist schlank. Da sind nur der Block, ein paar Pumpen und auf der linken Seite der Generator für die kinetische Energie (MGU-K). Damit könnte Ferrari den Flaschenhals des Autos sehr früh, sehr weit einziehen. Das ist besonders deshalb wichtig, weil durch den Wegfall des unteren Heckflügelelements der Oberseite des Diffusors eine große Bedeutung zukommt. Dort muss die Luft so sauber und schnell wie möglich strömen, um den Absaugeffekt der Luft unter dem Auto zu verstärken.

Der neue Technikchef James Allison sieht in der Konstellation, dass Chassis und Motor unter einen Dach entstehen einen riesigen Vorteil. "Das war bei der Integration vom Motor in das Chassis schon immer hilfreich. Für das 2014er Auto ist diese Aufgabe viel komplexer, speziell beim Thema Auspuff. Es ist klar, dass wir ihn nicht mehr wie bisher für die Aerodynamik nutzen können. Ehrlich gesagt, bin ich ganz froh darum. Es ist aber immer noch ein wichtiger Bestandteil."

Laut Marmorini liegt Ferrari allen Unkenrufen zum Trotz voll im Zeitplan. "Im Fokus stand zunächst ganz klar das Thema Zuverlässigkeit. Der Speed hilft mir nur, wenn ich auch ins Ziel komme. Und die Aufgabe ist schwerer als je zuvor. Wir müssen mit den neuen Motoren 4.000 Kilometer zurücklegen. Das ist fast das Doppelte der aktuellen Lebensdauer."

Beim Thema Spritverbrauch hat Ferrari eng mit Kraftstofflieferant Shell zusammengearbeitet. Den Spritmixern kommt erstmals seit Anfang der 90er Jahre wieder eine echte Bedeutung zu. Der neue Motor muss mit weniger Kraftstoff mehr leisten. Pro Grand Prix stehen 30 Prozent weniger Benzin zur Verfügung. Monte Carlo ist die einfachste, der Saisonauftakt in Melbourne wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe. Melbourne geht auf den Spritverbrauch.

Auch hier liegt Ferrari gut im Plan, heißt es. Rennleiter Stefano Domenicali macht sich nur noch Sorgen, dass die neuen Benzinfluss-Messgeräte funktionieren. "Bei gravierenden Abweichungen vom Messergebnis zur Realität wäre dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Schon zwei bis drei Prozent können nächstes Jahr entscheidend sein."

Fernando Alonso ist in der ersten Dezemberwoche erstmals im Simulator mit dem 2014er Auto und dem 2014er Motor gefahren und hat schon einmal gelernt, dass es im nächsten Jahr während des Rennens unterschiedliche Phasen geben wird. Phasen des Spritsparens, Phasen der Attacke. Der Spanier verbrachte drei Tage in Ferraris Playstation und war angeblich beeindruckt, wie weit Ferrari schon ist.

Kimi Räikkönen soll im Januar folgen. Auch wenn er Simulatorarbeit hasst. "Wenn Kimi merkt, dass er dadurch schneller wird, setzt er sich freiwillig rein", verspricht Domenicali. Für Allison werden die Simulatortests wichtiger denn je: "Dort können wir ungestört fahren. Es gibt keine roten Flaggen und keine Motorschäden."

Auch das Gerücht, der Ferrari-Motor sei zu schwer, wird von Domenicali entkräftet. Es stimmt, dass Ferrari-Ingenieure schon früh in der saison 2013 gebeten hätten, das Gewichtslimit für die Autos von 690 auf 700 Kilogramm anzuheben. Aber nicht aus Eigeninteresse, sondern auch um die Kosten zu drücken. Weil sonst wieder ein Leichtbau-Wettbewerb beginnt. Das wurde abgelehnt.

Jetzt, wo die plötzlich andere darauf kommen, dass ein höheres Gewicht eine gute Sache wären, will Ferrari nicht mehr: "Die machen das nur, weil sie merken, dass sie Probleme haben. Der Einwand, dass schwerere Fahrer benachteiligt sind, ist doch nur ein Vorwand. Das sind sie immer. Der Fahrer, der zehn Kilo mehr wiegt, hat auch bei einem untergewichtigen Auto einen Nachteil. Weil er zehn Kilo weniger Ballast zum Verschieben hat."

Beitrag So Dez 22, 2013 11:13 pm

Beiträge: 30517
Also genau das Gegenteil von dem, was du uns zuletzt immer vorgepredigt hast :x

Beitrag So Dez 22, 2013 11:17 pm

Beiträge: 11465
MichaelZ hat geschrieben:
Also genau das Gegenteil von dem, was du uns zuletzt immer vorgepredigt hast :x


Ich habe nichts gepredigt.

Ich habe lediglich das wiedergegeben, was man der Presse so entnehmen konnte.

Ging es mir darum, Ferrari schlecht zu reden und ihnen eine schlechte Zukunft zu prophezeien, hätte ich wohl kaum diesen Artikel hier gepostet.

Beitrag So Dez 22, 2013 11:37 pm

Beiträge: 5569
Aber GENAU DESHALB halten wir uns mit solcher Kaffeesatzleserei zurück - weil das Einzige was man momentan Sinnvolles zu diesem Thema sagen kann die Antwort ist welche Norbert Haug auf diese Frage gegeben hat:
Das vorherzusagen, ist nicht möglich.

Beitrag So Dez 22, 2013 11:54 pm

Beiträge: 11465
Mav05 hat geschrieben:
Aber GENAU DESHALB halten wir uns mit solcher Kaffeesatzleserei zurück - weil das Einzige was man momentan Sinnvolles zu diesem Thema sagen kann die Antwort ist welche Norbert Haug auf diese Frage gegeben hat:
Das vorherzusagen, ist nicht möglich.


Das ist richtig.

Aber der Bericht ist in jedem Fall interessant weil er zeigt, dass Ferrari höchstwahrscheinlich beim Auspuff einen anderen Weg geht als Mercedes und Renault.

Und das hat entsprechende Vor- und Nachteile. Vielleicht wird es ein genialer Coup, vielleicht auch ein Flop....

Beitrag Mo Dez 23, 2013 12:01 am

Beiträge: 5569
Der Bericht ist interessant und auch nüchtern und fachlich gehalten - die Vermutungen im Vorfeld waren es halt nicht...

Beitrag Mo Dez 23, 2013 11:16 am

Beiträge: 30517
Ich glaube aber nicht, dass die Hersteller bei ihren Präsentationen den richtigen Motor gezeigt haben. Kann mir sehr gut vorstellen, dass Red Bull mit Renault einen ähnlichen Weg geht.

Beitrag Fr Jan 03, 2014 2:01 pm

Beiträge: 88
ich bin sehr gespannt was ferrari mit dem oben liegenden auspuff erreichen wird. den soundfiles zu urteilen haben sie schonmal einen deutlich besseren sound als mercedes und renault. die klingen einfach nur dumpf und "langweilig".
ferrari wird sich schon was dabei gedacht haben den krümmer oben am motor zu legen. ich bin schon extrem gespannt darauf, was wir uns optisch alles gefallen lassen müssen. vom nasenbär über das wahlrossmaul sind ja extrem viele gerüchte im umlauf. ich persönlich tippe ja auf eine mischung aus beidem. breites maul mit dünnem näschen in der mitte um möglichst viel gelenkte luft unters auto zu bekommen. was denkt ihr? irgendwelche ideen? wer baut was?
schätze die hinterbänklerteams werden die einfachste variante wählen. lange dünne nase.
kennt einer von euch schon die präsentationstermine? oder finden die zu 90% bei den ersten testfahrten statt?

Beitrag Fr Jan 03, 2014 5:15 pm

Beiträge: 30517
Die ersten Simulations-Bilder von den Fahrzeugen gibt es ja inzwischen, aber was ich mich frage: Wieso haben die Boliden alle so ein schmales Stück als Verbindung von Frontflügel zur Nase an die Nase geheftet? Das ist ja das, was so hässlich an den Wagen aussieht.

Beitrag Fr Jan 03, 2014 6:02 pm

Beiträge: 241
Wieso haben die Boliden alle so ein schmales Stück als Verbindung von Frontflügel zur Nase an die Nase geheftet?



"The rules for next season require a high chassis of 525mm and a low nose tip at 185mm.

But the regulations only demand a relatively small nose tip cross-section, and teams will want to minimise the width of this area to improve air flow under the chassis."

ich denke das erklärt es in wenigen worten sehr gut

Beitrag Fr Jan 03, 2014 6:16 pm

Beiträge: 30517
Schade, dass man bei der FIA keine fähigen Techniker hat, die die Regeländerungen an so etwas anpassen könnten.

Beitrag Do Jan 16, 2014 10:07 pm

Beiträge: 2343
Sofern Ferrari unterm Tuch wirklich das "echte" Modell verbergen sollte, macht das ja Hoffnung bzgl. der Nasen-Geschichte.

Bild
_______

Nervermind... Das Bild stammt von 2010 - aber warum postet Ferrari das auf Twitter? Naja, ich hoffe trotzdem mal, dass man damit auf die Nasenform hinweisen wollte^^

Beitrag Fr Jan 17, 2014 9:27 am

Beiträge: 105
FlyingLap hat geschrieben:
Sofern Ferrari unterm Tuch wirklich das "echte" Modell verbergen sollte, macht das ja Hoffnung bzgl. der Nasen-Geschichte.

Bild
_______

Nervermind... Das Bild stammt von 2010 - aber warum postet Ferrari das auf Twitter? Naja, ich hoffe trotzdem mal, dass man damit auf die Nasenform hinweisen wollte^^


Also rein von der Silhouette ähnelt das Fahrzeug keinem der letzten 10 Jahre und mehr.
Ich glaube das letzte mal, als ein Ferrari eine so tiefe Nase hatte war 2001, und auch dem ähnelt es nicht wirklich.
Auch die breite des Frontflügels könnte das sein, was wir in diesem Jahr zu sehen bekommen.
Dennoch denke ich auch nicht, daß das das tatsächliche Fahrzeug für 2014 ist da unter dem Tuch.
Die können da alles mögliche zusammen geschustert haben.
Ich bin wirklich gespannt. Bisher hatte die Phantasie der Journalisten noch nie ins schwarze getroffen bei solchen Prognosen.

Beitrag Fr Jan 17, 2014 12:18 pm

Beiträge: 5569
Die Wahrscheinlichkeit, dass Ferrari so locker im Zeitplan ist, dass man das Präsentationsauto - selbst wenns nur ein Dummy ist - schon eine Woche früher mit dem Tuch verdeckt halte ich für illusorisch... ;-) Ich schätze mal das ist irgendein Archivbild oder was auch immer für die Bekanntgabe des Termins...

Beitrag Fr Jan 17, 2014 12:22 pm
AWE

Beiträge: 13291
Mav05 hat geschrieben:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Ferrari so locker im Zeitplan ist, dass man das Präsentationsauto - selbst wenns nur ein Dummy ist - schon eine Woche früher mit dem Tuch verdeckt halte ich für illusorisch... ;-) Ich schätze mal das ist irgendein Archivbild oder was auch immer für die Bekanntgabe des Termins...



Die Kiste ist ,genau wie bei den Mitbewerbern die nächste Woche präsentieren ,noch nicht mal halbwegs zusammen
gechraubt , geschweige denn steht das Teil jetzt schon irgendwo abgedeckt rum .

Beitrag Fr Jan 17, 2014 12:51 pm

Beiträge: 30517
Wobei ich mich da FylingLap anschließen würde (auch wenn er sowas ja für undenkbar hält ^^): Wäre toll, wenn die Nase auch wirklich so aussieht und nicht diesen komischen Stängel da dran hätte. Und leider liegen da die Technik-Zeichner meistens schon richtig, wenns um solche Prognosen geht, zumal ja auch die meisten Techniker in der Formel-1 sagen, dass die Autos 2014 nicht besonders hübsch aussehen werden, sondern hässlicher werden.

Beitrag Sa Jan 25, 2014 12:39 pm

Beiträge: 105
Gerüchten zufolge soll Ferrari ein deutlich anderen Ansatz verfolgen, als die bisher gezeigten lösungen.

Beitrag Sa Jan 25, 2014 1:07 pm
AWE

Beiträge: 13291
lassen wir uns mal überraschen ,so toll war das bisher vorgestellte ja nun noch nicht

Beitrag Sa Jan 25, 2014 2:00 pm

Beiträge: 105
AWE hat geschrieben:
lassen wir uns mal überraschen ,so toll war das bisher vorgestellte ja nun noch nicht


Da bin ich ganz deiner Meinung. Nur der lotus scheint bisher etwas aus der Reihe zu tanzen.

Beitrag Sa Jan 25, 2014 2:13 pm

Beiträge: 30517
Mich würde es nicht wundern, wenn Ferrari da eine andere Nase vorstellt, laut Whiting gibt es wohl wirklich verschiedene Lösungen.

Mir gefällt die McLaren-Nase auf jeden Fall mal besser als die Storchennasen, die wir 2012 und 2013 gesehen haben.

Beitrag Sa Jan 25, 2014 11:49 pm

Beiträge: 11465
Interessant. Drei große Teams haben nun ihre Nasen gezeigt und alle haben einen völlig anderen Ansatz.

Bei McLaren ist es so, wie man es allgemein erwartet hat. Keine Überraschung, ein recht einfacher Ansatz.

Die Lotus-Lösung finde ich sehr interessant. Vor allem weil sie auch asymmetrisch ist.

Ferraris Ansatz finde ich auf dem ersten Blick etwas merkwürdig. Denn prinzipiell bekommt man mit dieser Lösung relativ wenig Luft unter das Auto. Aber logisch, dass sich die Ingenieure etwas dabei gedacht haben. Vielleicht steckt ein Trick dahinter.

Denkbar ist sowieso, dass bis zum ersten Rennen völlig andere Lösungen präsentiert werden. Vielleicht blufft das eine oder andere Team auch.

Aber eines haben die Nasen gemein: sie sind alle wie befürchtet hässlich.

Beitrag So Jan 26, 2014 12:31 am

Beiträge: 30517
Haben euch die Storchennasen von 2012/13 wirklich besser gefallen=

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