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Grundsatzdebatte: Wo soll es hingehen mit der Formel-1

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Und du meinst, dass den Fahrern heute nicht mehr die Möglichkeit geboten wird, sich zu messen?
Und dass den Fans keine Show mehr geboten wird? Wobei, lass das bloß nicht AWE hören: Wenn der schon Show in Zusammenhang mit der Formel-1 liest, geht ihm der Deckel hoch :D)


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Ich denke mal mit "Show" meint der Alex keine künstliche Inszenierung sondern einen faszinierenden sportlichen Wettbewerb...
Und nein Micha, diese Möglichkeit haben sie nicht mehr - nach eigenen Aussagen sind sie mehr oder weniger Testingenieure am Lenkrad mit 50 Messwerten im Blickwinkel und ferngesteuert von der Box.
Es sollte schon zu denken geben wenn F1-Stars sich bei Kart-Werkstests aufdrängen oder mit Werksaufwand bei hochkarätigen Kart-Prädikatsläufen mittrainieren, nach dem Fahren den Helm abnehmen, ein breites Grinsen im Gesicht wie schon seit Monaten nicht mehr, und sagen dass sie jetzt endlich mal wieder das tun können was sie an dieser Sportart seit ihrer Kindheit fasziniert hat - nämlich unbeschwert Gas zu geben und ein Rennfahrzeug am Limit zu bewegen...


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Dann sollen sie eben Kartfahren, wenn das schöner ist. :wink:

Nochmal: Bis auf wenige Ausnahmen (Herstellerära vor ca. 10 Jahren) gab es das in der Formel-1 noch NIE, dass 80 Qualirunden hintereinander gefahren wurde. Gerade zu Beginn musste das Material geschont werden, in den 80er Jahren gab es auch schon Benzinlimits und so weiter. Das ist also alles nichts Neues.

Lediglich die leidigen Pirelli-Reifen gehören gegen richtige Rennreifen eingetauscht. Aber das ist auch nichts, was es erst seit 2014 gibt.


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du kannst aber nicht das heutige spritsparen mit der spritproblematik in den 80ern vergleichen.


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Weil?


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MichaelZ hat geschrieben:
Dann sollen sie eben Kartfahren, wenn das schöner ist. :wink:

Und was ist mit Eurer angeblichen "Königsklasse des Motorsports"? Gilt das nur für die idiotischen Spielereien der Werke und nicht für den eigentlichen Sport in dem sich ursprünglich mal die besten Rennfahrer der Welt messen sollten...?
MichaelZ hat geschrieben:
Nochmal: Bis auf wenige Ausnahmen (Herstellerära vor ca. 10 Jahren) gab es das in der Formel-1 noch NIE, dass 80 Qualirunden hintereinander gefahren wurde. Gerade zu Beginn musste das Material geschont werden, in den 80er Jahren gab es auch schon Benzinlimits und so weiter. Das ist also alles nichts Neues.

Ein Fahrer versteht sehr gut wenn Du ihm vorher erklärst "Pass am Anfang auf die Reifen auf dann geht sich das am Ende besser aus, versuch am Anfang etwas Sprit zu sparen dann kannst Du zum Schluß attackieren!" - und wenn das seine Siegchancen erhöht hat er kein Problem damit! Wenn Dir aber Fahrer erzählen dass das momentan absolut keinen Spaß macht weil sie nach einer Runde vernünftig schnell fahren schon gesagt bekommen "Zu schnell, zu viel Sprit, Reifen... blabla..." und sie nicht wissen wie sie richtig bremsen sollen weil der Sensor nur ja/nein kennt und der Pedaldruck keine Rückmeldung mehr liefert dann hat das herzlich wenig mit Rennen fahren zu tun...
MichaelZ hat geschrieben:
Lediglich die leidigen Pirelli-Reifen gehören gegen richtige Rennreifen eingetauscht. Aber das ist auch nichts, was es erst seit 2014 gibt.

Und der lächerliche Motorensound, der von jedem Türken-3er an der Ampel übertönt wird, die nichtsnutzige Elektronik und als allererstes dieses idiotische Fluel-Flow-Dingens...


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Mav05 hat geschrieben:
Ein Fahrer versteht sehr gut wenn Du ihm vorher erklärst "Pass am Anfang auf die Reifen auf dann geht sich das am Ende besser aus, versuch am Anfang etwas Sprit zu sparen dann kannst Du zum Schluß attackieren!" - und wenn das seine Siegchancen erhöht hat er kein Problem damit! Wenn Dir aber Fahrer erzählen dass das momentan absolut keinen Spaß macht weil sie nach einer Runde vernünftig schnell fahren schon gesagt bekommen "Zu schnell, zu viel Sprit, Reifen... blabla..." und sie nicht wissen wie sie richtig bremsen sollen weil der Sensor nur ja/nein kennt und der Pedaldruck keine Rückmeldung mehr liefert dann hat das herzlich wenig mit Rennen fahren zu tun...


Welche Fahrer beschweren sich denn?

Es gab doch immer wieder mal Fahrer, die das bemängelt haben, am lautesten ja Schumacher und Vettel - da hatten viele von euch nur ein müdes Lächeln über.

Es gibt außerdem sehr viele, die sagen: So viel hat sich gar nicht geändert, z.B. Rosberg etc.


Beiträge: 57
Die Sache mit der Bremse wird sich recht schnell geben. Die ungefähr gleiche Diskussion gab es auch als das erste mal elektronische Drosselklappen verbaut wurden. Der Input des Fahrers hatte einfach mit der Drosselklappenposition direkt nichts mehr zu tun, nur noch die Richtung - mehr ist mehr - aber nicht der absolute Betrag. Mittlerweile kennt nahezu kein Ottonormalbürger mehr ein Fahrzeug mit mechanisch ans Gaspedal gebundener Drosselklappe. Man hat auch einfach festgestellt, dass das Feedback im Gaspedal mit ein bisschen Aufwand auch so darstellbar ist oder einfach Illusion.
Bei der Bremse wird einem das ähnlich gehen. Das Problem ist einfach, dass jetzt nicht nur Brake-by-wire an sich gekommen ist, sondern dazu noch das Rekuperieren in variierendem Maß mitgesteuert werden muss und das vom KERS erzeugte Bremsmoment im Getriebe noch übersetzt wird, was das ganze nochmal versaut.
Wenn das KERS nicht wäre, oder nach dem Getriebe bzw. nach den schaltbaren Gängen, dann wäre das ganze vermutlich noch nichtmal so ein großes Problem.

Das Problem gerade ist auch nicht, dass es kein Feedback von der Bremse gibt, das ist in sich eh falsch formuliert, sondern dass es bei gleichem Gefühl am Bremspedal Unterschiede im Verhalten der hinteren Bremse gibt. Die benötigte Kraft am Bremspedal ändert sich normal auch schon laufend, da sich der Auftrieb und damit das Absetzbare Bremsmoment verändert, die Bremsen beim Bremsen heiß werden usw.
Feedback über den Bremszustand des Autos durch das Bremspedal ist in sich einfach Schwachsinn. Das sagt einem einfach nur, wieviel Druck man gerade ausübt, mehr aber auch nicht. Dieser Druck korreliert aber im Normalfall direkt mit dem Bremsmoment was an den Reifen abgesetzt wird. Wenn man das anderweitig hinbekommt, ist das überhaupt kein Problem mehr für die Fahrer. Vermutlich würden sie es nicht einmal merken bei einem guten System, wenn man es ihnen nicht sagen würde.
Das wirkliche Gefühl auf der Bremse kommt letztlich dadurch, dass die Bremse über die Pedalkraft sehr fein dosierbar ist und der Fahrer antizipiert, wie er die Pedalkraft in Abhängigkeit vom Fahrzustand vom Fahrzeug ändern muss um am Limit zu bremsen.
Dass eine Bremse im Rennwagen mit der in einem heutigen PKW nichts zu tun hat, auch was das Pedalverhalten angeht, ist hoffentlich jedem klar.

In meinen Augen brauchen die Teams einfach nur noch ne Weile, bis das ganze richtig abgestimmt ist und man in der Software-Struktur jeden Einfluss exakt abgebildet hat. Denke nicht, dass Ende der Saison da bei den Top-Teams noch drüber diskutiert wird.


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JohF hat geschrieben:
Feedback über den Bremszustand des Autos durch das Bremspedal ist in sich einfach Schwachsinn.

Okay, ich sags ihm das nächste Mal... :-)


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Wem denn? :D)


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Einem der sich über das Feedback beim Bremsen beklagt hat...

AWE

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MichaelZ hat geschrieben:
Und du meinst, dass den Fahrern heute nicht mehr die Möglichkeit geboten wird, sich zu messen?
Und dass den Fans keine Show mehr geboten wird? Wobei, lass das bloß nicht AWE hören: Wenn der schon Show in Zusammenhang mit der Formel-1 liest, geht ihm der Deckel hoch :D)



Da ging der Deckel ja gar nicht mehr runter . Eine "gute Show " kann auch geiles Racing sein aber woher sollst du das wissen . du kennst ja nur die Show in der künstlich Spannung erzeugt wird und die mit Racing nur noch am Rande zu tun hat . Alles andere war ja vor deiner Zeit :-)

AWE

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MichaelZ hat geschrieben:
Dann sollen sie eben Kartfahren, wenn das schöner ist. :wink:

Nochmal: Bis auf wenige Ausnahmen (Herstellerära vor ca. 10 Jahren) gab es das in der Formel-1 noch NIE, dass 80 Qualirunden hintereinander gefahren wurde. Gerade zu Beginn musste das Material geschont werden, in den 80er Jahren gab es auch schon Benzinlimits und so weiter. Das ist also alles nichts Neues.

Lediglich die leidigen Pirelli-Reifen gehören gegen richtige Rennreifen eingetauscht. Aber das ist auch nichts, was es erst seit 2014 gibt.



Die F1 bzw. die Automobil-WM war noch nie perfekt . Es gab auch schon Zeiten wo die Reifen ein Problem waren .Ich erinnere da nur an GoodYear und seine A-,B- ,C- Reifen die nach Platzierung im Vorjahr verteilt wurden.
Trotzdem waren den Fahrern noch nie so die Hände gebunden ,wenn es darum ging Racing zu machen .

AWE

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JohF hat geschrieben:
Die Sache mit der Bremse wird sich recht schnell geben. Die ungefähr gleiche Diskussion gab es auch als das erste mal elektronische Drosselklappen verbaut wurden. Der Input des Fahrers hatte einfach mit der Drosselklappenposition direkt nichts mehr zu tun, nur noch die Richtung - mehr ist mehr - aber nicht der absolute Betrag. Mittlerweile kennt nahezu kein Ottonormalbürger mehr ein Fahrzeug mit mechanisch ans Gaspedal gebundener Drosselklappe. Man hat auch einfach festgestellt, dass das Feedback im Gaspedal mit ein bisschen Aufwand auch so darstellbar ist oder einfach Illusion.
Bei der Bremse wird einem das ähnlich gehen. Das Problem ist einfach, dass jetzt nicht nur Brake-by-wire an sich gekommen ist, sondern dazu noch das Rekuperieren in variierendem Maß mitgesteuert werden muss und das vom KERS erzeugte Bremsmoment im Getriebe noch übersetzt wird, was das ganze nochmal versaut.
Wenn das KERS nicht wäre, oder nach dem Getriebe bzw. nach den schaltbaren Gängen, dann wäre das ganze vermutlich noch nichtmal so ein großes Problem.

Das Problem gerade ist auch nicht, dass es kein Feedback von der Bremse gibt, das ist in sich eh falsch formuliert, sondern dass es bei gleichem Gefühl am Bremspedal Unterschiede im Verhalten der hinteren Bremse gibt. Die benötigte Kraft am Bremspedal ändert sich normal auch schon laufend, da sich der Auftrieb und damit das Absetzbare Bremsmoment verändert, die Bremsen beim Bremsen heiß werden usw.
Feedback über den Bremszustand des Autos durch das Bremspedal ist in sich einfach Schwachsinn. Das sagt einem einfach nur, wieviel Druck man gerade ausübt, mehr aber auch nicht. Dieser Druck korreliert aber im Normalfall direkt mit dem Bremsmoment was an den Reifen abgesetzt wird. Wenn man das anderweitig hinbekommt, ist das überhaupt kein Problem mehr für die Fahrer. Vermutlich würden sie es nicht einmal merken bei einem guten System, wenn man es ihnen nicht sagen würde.
Das wirkliche Gefühl auf der Bremse kommt letztlich dadurch, dass die Bremse über die Pedalkraft sehr fein dosierbar ist und der Fahrer antizipiert, wie er die Pedalkraft in Abhängigkeit vom Fahrzustand vom Fahrzeug ändern muss um am Limit zu bremsen.
Dass eine Bremse im Rennwagen mit der in einem heutigen PKW nichts zu tun hat, auch was das Pedalverhalten angeht, ist hoffentlich jedem klar.

In meinen Augen brauchen die Teams einfach nur noch ne Weile, bis das ganze richtig abgestimmt ist und man in der Software-Struktur jeden Einfluss exakt abgebildet hat. Denke nicht, dass Ende der Saison da bei den Top-Teams noch drüber diskutiert wird.


Interessant ,Darf ich fragen was du studierst ? Theorie ist was feines aber in einem Rennfahrzeug gefahren biste noch nie ,oder ?


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Mav05 hat geschrieben:
Einem der sich über das Feedback beim Bremsen beklagt hat...


Und der da wäre?

Ich mein, als Schumacher und Vettel über die Reifen jammerten, seid ihr da nicht so verständnisvoll gewesen...


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AWE hat geschrieben:
Da ging der Deckel ja gar nicht mehr runter . Eine "gute Show " kann auch geiles Racing sein aber woher sollst du das wissen . du kennst ja nur die Show in der künstlich Spannung erzeugt wird und die mit Racing nur noch am Rande zu tun hat . Alles andere war ja vor deiner Zeit :-)


Siehste, und genau eine solche Show will ich - ich will keine künstlich erzeugte Spannung durch Kaugummireifen oder DRS-Klappflügel.


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AWE hat geschrieben:
Die F1 bzw. die Automobil-WM war noch nie perfekt . Es gab auch schon Zeiten wo die Reifen ein Problem waren .Ich erinnere da nur an GoodYear und seine A-,B- ,C- Reifen die nach Platzierung im Vorjahr verteilt wurden.
Trotzdem waren den Fahrern noch nie so die Hände gebunden ,wenn es darum ging Racing zu machen .


Lies dir mal Rennberichte aus den Jahren 1906-1925 durch.

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