Fast drei Jahre arbeitet Chevrolet schon an dem WTCC-Projekt. Nach dem überraschenden Sieg in Brands Hatch im vergangenen Jahr gab es heute das nächste Erfolgserlebnis. Zum ersten Mal ist der Lacetti aus eigener Kraft konkurrenzfähig.
"Im Vergleich zum Saisonauftakt in Brasilien haben wir uns stark verbessert. Seit 2005 ist es sehr hart für uns aber jetzt sind wir endlich da", erzählt ein zufriedener Alain Menu nach der Qualifikation. "Nach dem Test in Oschersleben haben wir erwartet hier gut zu sein. Die Strecke kommt unserem Auto entgegen."
Obwohl an die zwei schnellsten Fahrzeuge in der ersten Startreihe hat, fürchtet man sich beim Chevrolet vor dem Rennen. "Unser Auto ist zwar auf einer Runde sehr schnell, aber im letzten Renndrittel werden wir Probleme mit den Reifen bekommen. Der Verschleiß ist sehr hoch", sagt Menu.
Auch Menus Teamkollege Nicola Larini, der vom zweiten Startplatz ins Rennen gehen wird, ist ähnlicher Meinung: "Die BMW haben im Rennen einen großen Vorteil. Der BMW geht viel schonender mit den Reifen um als ein Fronttriebler. Ein Vorteil von uns ist allerdings der fliegende Start. Vielleicht können wir unsere Führung verteidigen."
Am nächsten kam den beiden Chevys Augusto Farfus. Doch der Brasilianer will von einer möglichen Favoritenrolle für das erste Rennen nichts wissen. "Mein Ziel ist es Punkte zu holen. Natürlich habe ich eine Chance das Rennen zu gewinnen, aber mir sind die Punkte wichtiger. Auch wenn es erst das zweite Rennen der Saison ist muss ich schon an die Gesamtwertung denken. Ich werde einfach versuchen den Chevrolet zu folgen", erklärt der ehemals wilde Farfus.

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