Jetzt soll noch einmal jemand ein Wort über eine mögliche oder unmögliche Überlegenheit der Dieselmotoren verlieren. Beim zweiten Lauf der WTCC in Puebla feierte Seat einen grandiosen Triumph: auf den ersten fünf Positionen landeten alle fünf klopfenden Seats. Den Erfolg für die Spanier machte Tom Coronel mit seinem Benziner und Platz sechs perfekt.

Als Rennsieger wurde Tiago Monteiro nach 16 Runden abgewunken. Der Portugiese durfte nach Platz sieben im ersten Rennen aus der ersten Reihe starten und konnte die Führung früh von Alain Menu übernehmen. Dieser wurde in der Folge immer weiter nach hinten durchgereicht und beendete das Rennen als Siebter - klassischer Fall von "best of the rest"...

Den zweiten Platz konnte sich Rickard Rydell sichern - wenn auch nur knapp vor Gabriele Tarquini. Zwischen dem Schweden und seinem italienischen Teamkollegen lagen im Ziel nur acht Zehntelsekunden. Noch knapper war es hinter Tarquini: Yvan Muller überquerte die Linie mit nur 0,738 Sekunden Rückstand auf das Podium. Jordi Gene, der Rennsieger des ersten Laufes, konnte sich im zweiten Rennen um drei Plätze verbessern und wurde Fünfter.

Für BMW endete das Wochenende, wie es begann - frustrierend. Immerhin sprang ein einziges Pünktchen heraus. Andy Priaulx kam knapp hinter Alain Menu auf den achten Rang und sicherte sich den letzten WM-Zähler. In der Gesamtwertung sollte ihm dies nicht viel helfen: dort führen nach vier Rennen vier Seat-Piloten - angeführt von Rydell.