"Ich freue mich ganz sicher mehr auf Oschersleben als auf andere Strecken", so Jörg Müller über sein anstehendes Heimrennen in der WTCC. Doch die Veranstaltung in der Magdeburger Börde ist nur eine von elf Saisonstationen. Für Müller gilt deshalb die Devise: Lieber sichere Punkte holen, anstatt zu viel Risiko einzugehen. "Der Druck ist bei jedem Rennen derselbe. Das große Ziel, Weltmeister zu werden, ist immer allgegenwärtig."

In der Fahrerwertung liegt Müller nur wenige Zähler vor seinen Markenkollegen Andy Priaulx und Augusto Farfus. Alle drei haben die gleichen Chancen auf den Titel. Die größte Erfahrung hat mit Sicherheit Priaulx, der sich in den letzten Jahren die Meisterschaften sichern konnte. Doch auch Müller hat Erfahrung im Titelkampf, auch wenn er als der ewige Zweite gilt. Deshalb wirft der Deutsche auch einen Blick auf die anderen Marken. "Die Konkurrenz hat gezeigt, dass sie Rennen gewinnen kann. Vor allem Chevrolet ist auf dem aufsteigenden Ast. Es wäre ein Fehler, die anderen Fahrer abzuschreiben."

Anstatt mit Seriensiegen hat sich Müller mit konstanten Leistungen an die Tabellenspitze gearbeitet. Bisher stand der Hückelhovener schon sieben Mal auf dem Podest, so oft wie kein anderer Fahrer. "Die Konstanz kam schon Ende letzten Jahres zurück, als wir etwas am Fahrwerk verändert haben", erklärt Müller. "Seitdem sind wir sehr konkurrenzfähig. Im Motorsport ist es nicht nur immer eine Frage des Fahrers. Das gesamte Paket hat in dieser Saison von Anfang an perfekt gestimmt, was man an den Erfolgen sehen kann."