Riesenfreude bei Chevrolet. Das komplette Podium von Porto strahlte in blau, nur Stefano D'Aste brachte als bester Privatfahrer ein wenig Abwechslung auf das portugiesische Podest. Der Erfolg für Chevy war zu keiner Zeit des Rennens in Gefahr. Alain Menu konnte seine Führung am Start verteidigen und sich vor seinen Teamkollegen Rob Huff und Nicola Larini in die erste Kurve retten. Beinahe hätte Menu die Führung sogar verloren, doch Huff zog im direkten Duell den Kürzeren.

In der ersten Runde ging es noch halbwegs kontrolliert zur Sache. Einzig eine Berührung zwischen Augusto Farfus und Alex Zanardi sorgte für Aufregung. In der zweiten Runden krachte es dann richtig. Emmet O'Brien prallte in Kurve 13 in die Reifenstapel und startete so eine Kettenreaktion, der auch Sergio Hernandez, Roberto Colciago und Manuel Freitag zum Opfer fielen. Erst nach sechs endlosen Runden wurde das Rennen wieder freigegeben, Menu konnte auch den zweiten fliegenden Start für sich entscheiden.

Hinter dem Spitzentrio landete Gabriele Tarquini auf dem vierten Platz. Der Seat-Pilot konnte am Start seinen Markenkollegen Tom Coronel schnappen, der später auch noch Yvan Muller ziehen lassen musste und das Rennen auf der sechsten Position beendete. Andy Priaulx und Jörg Müller belegten die Plätze sieben und acht. Damit stehen sie im zweiten Rennen nicht nur in der ersten Startreihe, sondern haben auch beste Chancen, Boden auf den Tabellenführer Augusto Farfus gut zu machen. Der Brasilianer kam direkt hinter seinem Teamkollegen auf Position neun ins Ziel.

Für Alain Menu war es im Übrigen der dritte Saisonsieg. Schon in Zandvoort und auf dem Stadtkurs in Pau konnte der Schweizer zehn Punkte holen. Im zweiten Rennen werden es die drei Fahrer der Lacetti schwerer haben. Sie stehen nur auf den Startplätzen sechs bis acht, dahinter wartet Farfus darauf, seinen Beschleunigungsvorteil auszuspielen und in die Punkte zu fahren.