Erster Saisonsieg für Seat vor 20.000 begeisterten Zuschauern. Gabriele Tarquini überlistete die BMW-Armada im zweiten Rennen der WTCC auf dem Circuit Park Zandvoort und überquerte die Ziellinie als Erster. Das Podium wurde von Augusto Farfus und Jörg Müller komplettiert. Nach dem Erfolg im ersten Rennen sprang für Chevrolet ein vierter Rang durch Nicola Larini raus.
Zehn Minuten vor dem Start des Rennens sorgte Petrus für Dramatik. Als die Autos schon in der Startaufstellung standen, fing es an zu nieseln. Das Rennen wurde als "Wet Race" gestartet, doch alle Fahrer entschieden sich dazu, auf Slicks zu bleiben. Diese Entscheidung war auch absolut richtig, denn der Wolkenbruch blieb aus.
Bei dem, im Gegensatz zum ersten Rennen, stehenden Start, konnten die BMW ihren Traktionsvorteil ausspielen. Andy Priaulx gewann den Sprint zur ersten Kurve, doch der wahre Gewinner der ersten Meter war einige Positionen weiter hinten zu finden. Für Jörg Müller waren die Fronttriebler nur Slalomstangen auf dem Weg nach vorne. In der ersten Runde verbesserte sich der Deutsche von zehn auf fünf.

In der Anfangsphase sah alles nach einem Traumergebnis für BMW aus. Nur Gabriele Tarquini, der nach dem Start auf der zweiten Position lag, machte den Münchner einen Strich durch die Rechnung. In der zweiten Runde schob der Italiener den führenden Priaulx beim Anbremsen leicht an. Priaulx kam nach außen in den Dreck und fiel bis auf den fünften Platz zurück. Tarquini schnappte sich die Führung.
Nach knapp der Hälfte des Rennens leistete sich Priaulx dann einen selbstverschuldeten Fehler. Bei der Einfahrt auf die Gegengerade kam der Brite zu weit nach außen und wurde von Nicola Larini kassiert. In der zehnten Runde konnten die beiden dann zusammen am Privatier Luca Rangoni vorbeiziehen, der auch im zweiten Rennen eine gute Leistung zeigte und das Ziel als Sechster erreichte.
An der Spitze hingen Augusto Farfus und Jörg Müller im Heck von Gabriele Tarquini. Der Seat-Pilot ließ sich von den beiden schnellen BMW 320si jedoch nicht aus der Ruhe bringen und fuhr das Rennen sicher nach Hause. Nach den Erfolgen von BMW in Curitiba und Chevrolet im ersten Rennen war es der erste Saisonsieg für die Spanier. Roberto Colciago wurde knapp hinter Rangoni zweiter in der Independents Trophy. Den letzten Punkt für den achten Platz holte sich Felix Porteiro, der mit tollen Überholmanöver glänzen konnte.
Alain Menu, der noch im ersten Rennen siegen konnte, fiel im zweiten Wertungslauf schon früh aus. In der vierten Runde stellte der Schweizer seinen Chevrolet Lacetti mit Problemen am Öldruck ab. Lokalmatador Tim Coronel konnte sich nach dem Ausfall im ersten Rennen immerhin noch auf den 14. Platz nach vorne arbeiten. Bester Alfa Romeo-Pilot wurde Olivier Tielemans auf dem 17. Platz.

diese WTCC Nachricht