Die große Überraschung des Tages war Alain Menu. Der Schweizer setzte sich beim Auftakt der Tourenwagen-WM in Zandvoort vom Feld ab. Im ersten Test war der Chevrolet-Pilot mehr als eine Sekunde schneller als der Rest und fuhr außerdem die schnellste Runde des Tages. "Ich bin schon etwas von der guten Zeit überrascht, aber es hat alles eine Erklärung. Die anderen Fahrer brauchten eine Weile um die Strecke kennenzulernen. Ich kenne den Kurs schon aus meinen Jahren in der DTM und ich bin sowieso jemand, der keine lange Eingewöhnungsphase braucht. Außerdem haben wir im ersten Test zwei frische Sätze Reifen benutzt und ich konnte meine Rundenzeit am Ende noch einmal verbessern", schildert Menu gegenüber motorsport-magazin.com.
Nach dem Saisonauftakt in Brasilien war man bei Chevrolet nicht zufrieden mit der Leistung und hat das Auto stark weiterentwickelt. Dies macht sich auch in den Rundenzeiten bemerkbar, wie Menu zu berichten weiß: "Wir haben hart am Auto gearbeitet und fahren nun mit einer überarbeiteten Aerodynamik. Das stabilisiert zum einen die Front des Autos, zudem ist es jetzt windschlüpfriger. Nach dem ersten Rennen wiegen wir außerdem 25 Kilo weniger als die schnellsten Autos, das hilft uns zusätzlich.
Auf der engen Stecke von Zandvoort ist eine gute Startposition unabdingbar. Nach der heutigen Leistung strebt Menu einen Platz unter den besten Vier an, um das erste Rennen auf dem Podium beenden zu können. Doch was ist, wenn es nicht für so weit vorne reicht? "Überholen ist durchaus möglich. Man kann hier sehr leicht Fehler machen, da es abseits der Ideallinie sehr rutschig ist. Es gibt in Zandvoort zwei, drei Kurven in denen man den Gegner ausbremsen kann", sagt Menu.

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