Auch wenn es noch einige Wochen bis zum Saisonstart sind - man darf sich nie auf die faule Haut legen. Um meinen Fitnessstand zu überprüfen und mich weiter zu verbessern war ich in der letzten Woche zusammen mit Adrian Sutil im Trainingslager auf Mallorca. Bei Adrian gehen die Rennen schon bald wieder los und unser gemeinsamer Manager hat mich gleich mitgeschickt. Fünf Tage haben wir zusammen trainiert und hatten gemeinsam sehr viel Spaß. Die Ausdauer stand für uns im Vordergrund, daher sind viel sehr viel mit dem Rennrad gefahren.
Nebenbei haben wir ein paar Einheiten im Kraftraum verbracht. Am Tag haben wir effektiv vier bis fünf Stunden trainiert, das ist schon eine ganze Menge. Wir sind fast auf dem selben Niveau, Adrian ist sowieso sehr gut trainiert. Aber ich brauche mich nicht zu verstecken, denn ich habe mich auch im langen Winter nicht zurückgelehnt, sondern ständig trainiert. Irgendwo bin und bleibe ich halt ein kleiner Fitness-Freak.
Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mal wieder mit Adrian zu arbeiten. Schon früher haben wir im Rahmen der Speed Academy trainiert, aber die Tage auf Mallorca waren unsere ersten gemeinsamen privaten Trainingsstunden. Wir kennen uns schon lange und Adrian ist ein guter Freund von mir geworden. Es war sicher nicht das letzte Mal - Ende Februar oder Anfang März gehen wir wieder gemeinsam auf die Piste. Dann steht für Adrian das Abschlusstraining vor dem Saisonstart in Melbourne auf dem Programm.

Wer denkt, dass Fitness nur für Formel-1-Fahrer wichtig wäre, der irrt sich gewaltig. Auch in der Formel 3 sind die Rennen hart und die Fliehkräfte hoch. In einem Porsche wird es dagegen sehr heiß und die Rennen sind nur unwesentlich kürzer. Man darf die Konzentration nicht verlieren und muss bis zur letzten Kurve alles unter Kontrolle haben. Es gibt manche Fahrer, für die die Fitness keine große Rolle zu spielen scheint. Genau die sind am Ende der Rennen vielleicht unkonzentriert und machen Fehler - das gilt es zu vermeiden.
Wo ich in dieser Saison Rennen fahren werde, steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Aber schon bald werde ich verkünden können, was ich fahre. Es ist momentan einfach nicht leicht das Budget aufzutreiben, denn die weltweite Wirtschaftskrise macht auch vor dem Motorsport keinen Halt. Es sieht aber gar nicht so schlecht für mich aus, wir sind weiterhin in Verhandlungen und schon bald wird es offiziell.

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