Beim Heimspiel ist man bekanntlich doppelt motiviert. Auch wenn die heutige Leistung des französischen ASM-Teams auf der Heimstrecke noch keine Demontage der Konkurrenz war, konnte sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Sowohl im freien Training als auch in der entscheidenden Qualifikation sicherte man sich in der Reihenfolge Romain Grosjean, Kamui Kobayashi und Nico Hülkenberg die ersten drei Plätze. Nur Rookie Tom Dillmann musste seiner Unerfahrenheit Tribut zollen. Nach einer tollen Leistung im Training rutschte der Franzose im Zeittraining bis auf elf ab.

Nico Hülkenberg muss sich mit Reihe zwei zufrieden geben, Foto: F3EuroSeries
Nico Hülkenberg muss sich mit Reihe zwei zufrieden geben, Foto: F3EuroSeries

Von Leichtigkeit war nicht zu spüren. "Es war ein schwieriges Qualifying, da sich die Streckenbedingungen ständig änderten", erklärte Tabellenführer und Pole-Setter Grosjean, dem es stattdessen leicht viel, eine Bilanz zu ziehen: "Am Ende ist alles gut ausgegangen und ASM belegt die Startplätze eins bis drei. Je mehr Autos zwischen mir und Buemi stehen, desto besser." An diesem Wochenende hat der Franzose sogar erstmal die Möglichkeit, den Titelgewinn perfekt zu machen. Wenn er in den beiden Rennen elf Zähler mehr holt als Buemi, darf sich Grosjean schon vor dem Finale in Hockenheim feiern lassen.

Großartige Unterstützung scheint Grosjean von seinen ASM-Kollegen nicht erwarten zu können. Kobayashi war schon heute heiß auf den ersten Startplatz, doch er bekam mit dem zweiten Reifensatz keine gute Runde hin. "Bevor wir diese aufzogen, haben wir noch etwas am Set-Up geändert. Aber das ging offensichtlich in die falsche Richtung", so der Japaner. Wie gut es vorher ging, konnte jeder sehen. Bis acht Minuten vor dem Ende der Session hielt Kobayashi den ersten Startplatz inne.

Auch Nico Hülkenberg klagte. "Heute war es schwierig, denn das Auto war nicht optimal. Dennoch wäre die Pole-Position sicherlich möglich gewesen. Hätte, wenn und aber zählt aber nicht", so der Deutsche, der noch bei den letzten beiden Qualifyings der Schnellste war. Für das morgige Rennen gibt es für den Emmericher nur eine Devise: "Im Rennen morgen heißt es: Angreifen und möglichst viele Punkte machen." Romain Grosjean sollte sich also warm anziehen, denn auch Sébastien Buemi ist mit Startplatz fünf noch in Schlagdistanz.