Romain Grosjean ist im Sammelfieber. In Zandvoort schnappte sich der Franzose schon wieder einen Siegerpokal. Bald müssen die alten für die neuen Platz machen, scherzte er im Gespräch mit motorsport-magazin.com. Etwas ernster ging es im Duell mit seinem Teamkollegen Kamui Kobayashi zu. Allerdings bekam der Japaner keine Chance, Grosjean richtig zu attackieren.

"Ich musste mich nicht verteidigen, er war zu weit weg", betonte Grosjean. "Es war sehr schwierig zu überholen, ich hatte wenig Downforce hinter Romain, habe es zwar versucht, aber er machte keinen Fehler", bestätigte der Japaner. Allerdings konnte Grosjean auch keinen großen Vorsprung herausfahren. "Das ist hier schwierig, der Wind und das Auto haben sich in jeder Runde, in jeder Kurve verändert." Es sei also nicht einfach gewesen auf der sandigen Strecke. Etwas Gutes gab es aber doch noch zu berichten: "Wir waren viel schneller als alle anderen."

Dazu zählt auch Grosjeans Titelrivale Sébastien Buemi, der direkt am Start mit Kobayashi aneinander geriet. "Ich hatte einen ziemlich guten Start und war gleich vor ihm", sagte der Japaner. Buemi sah das etwas anders. "Ich hatte einen kleinen Kontakt mit Kobayashi - danach war das Auto nicht mehr so gut." Buemi wurde von Vibrationen geplagt und konnte deshalb die Pace der Führenden nicht mitgehen. "Das Rennen war ein bisschen langweilig." Morgen hofft er, den Spieß umzudrehen. "Ich will einen besseren Start haben und danach wird es für die anderen schwierig, zu überholen. Warum sollte ich sie nicht hinter mir halten können?" Aufgegeben hat Grosjean deswegen aber noch nicht. "Es ist nicht einfach, zu überholen, aber man kann viel Druck ausüben und dann macht der Vordermann vielleicht einen Fehler."