Zwei Fahrer haben dies in diesem Jahr schon geschafft: Der Brite Adrian Campfield, Zweiter der Gesamtwertung, und auch der Drittplatzierte Klaus Bachler waren schon einmal ganz vorn in der Tabelle, mussten dann Abt aber wieder vorbeilassen. Gut möglich, dass die Wechselspiele an der Spitze bei den beiden Rennen in der Eifel ihre Fortsetzung finden, denn das Trio ist nur durch 17 Punkte voneinander getrennt: Abt hat 138 Zähler auf dem Konto, Campfield 124, Bachler 121. Da es pro Rennen 20 Punkte für den Sieger und zusätzlich drei Bonuspunkte für jede Pole-Position zu holen gibt, ist keine Platzierung in Stein gemeißelt. "Wir liegen wirklich sehr dicht beieinander", so Bachler, "ich kann mir daher auch nicht vorstellen, dass schon taktiert wird. Ich werde auf jeden Fall voll angreifen, um mir meine Titelchancen zu wahren."

Angreifen will auch der Österreicher Kevin Friesacher, der mit 95 Punkten Tabellenvierter ist. Der anspruchsvolle Mix aus schnellen und langsamen Kurven der 5,148 Kilometer langen GP-Variante des Eifelkurses liegt dem zugereisten Lokalmatadoren, der mittlerweile in Limburg an der Lahn lebt. 2008 feierte er auf dem Nürburgring seine ersten großen Erfolge im Formelsport, und beim Auftritt im Rahmen des 24-Stunden-Rennens im Mai 2009 war er nach Punkten gerechnet der zweitbeste Fahrer. "Jetzt möchte ich erneut ganz vorn mitmischen, schließlich habe ich einiges an Boden gutzumachen, wenn ich noch um den Titel mitkämpfen will. Und das ist auf jeden Fall mein Ziel. Dank des Punktesystems in der Formel ADAC ist noch einiges möglich, leicht wird es aber sicher nicht", so der Bruder des ehemaligen Formel-1-Piloten Patrick Friesacher.

Gut möglich, dass zwei neue Konkurrenten den Titelaspiranten wichtige Punkte streitig machen: Neuhauser Racing schickt den 20 Jahre alten Briten Daniel Cammish aus Leeds als zweiten Fahrer neben Stammpilot Dominik Baumann auf den Nürburgring. Bei ma-con ersetzt Richie Stanaway bis zum Saisonende den US-Amerikaner Liam Kenney. Der 18-Jährige ist der erste Neuseeländer im ADAC Formel Masters. Beide Neuzugänge bringen Erfahrungen aus der jeweils heimischen Formel Ford mit und überzeugten bei Testfahrten im Formel ADAC powered by Volkswagen auf Anhieb mit guten Rundenzeiten.