Superbike

Jonathan Rea: Der Superbike-Rekordjäger 2017 in Zahlen

Jonathan Rea ist Superbike-Weltmeister 2017! Der Kawasaki-Pilot erreicht damit etwas Historisches. Rekorde, Zahlen und Statistiken zu Rea in der WSBK:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Mit seinem dritten Superbike-Titelgewinn, dem dritten in Folge, hat sich Kawasaki-Pilot Jonathan Rea endgültig in den Geschichtsbüchern verewigt. Der Nordire dominierte das Geschehen auch in seinem dritten Jahr bei den Grünen, der Gewinn der Weltmeisterschaft ist die logische Konsequenz. Zeit, um die Leistungen Reas im historischen Superbike-Kontext einzuordnen. Dort steht Rea jetzt in den ewigen Rekordstatistiken:

Die meisten Titel: In dieser Rangliste hat sich Rea mit seiner dritten Weltmeisterschaft nun auf den zweiten Platz nach vorne geschoben, gemeinsam mit Troy Bayliss. Beide Fahrer stehen nun bei drei WM-Titeln - und die Aussichten auf einen vierten Titelgewinn sind für Rea äußerst gut. Seit seinem Wechsel von Honda zu Kawasaki dominiert er die Superbike-WM nach Belieben. Holt Rea auch 2018 den Titel, steht er zusammen mit Legende Carl Fogarty ganz oben an der Spitze.

Pl. Fahrer Titel Jahre
1. Carl Fogarty 4 1994, 1995, 1998, 1999
2. Troy Bayliss 3 2001, 2006, 2008
Jonathan Rea 3 2015, 2016, 2017
4. Fred Merkel 2 1988, 1989
Doug Polen 2 1991, 1992
Troy Corser 2 1996, 2005
Colin Edwards 2 2000, 2002
James Toseland 2 2004, 2007
Max Biaggi 2 2010, 2012

Die längsten Titelserien: Den ersten Rekord hat sich Rea durch seinen WM-Titel 2017 bereits geschnappt: Der Nordire ist der erste Fahrer in der noch relativ jungen Geschichte der Superbike-WM, der drei Mal in Folge die Weltmeisterschaft für sich entscheidet! Bisher schaffte kein Pilot einen Titel-Hattrick. Einzig Fred Merkel, Doug Polen und Carl Fogarty erreichten bisher zwei Mal in Folge den Titel. Fogarty gelang dieses Kunststück gar zwei Mal: 1994 / 1995 und 1998 / 1999.

Pl. Fahrer Titel Jahre
1. Jonathan Rea 3 2015 - 2017
2. Carl Fogarty 2 1994 - 1995, 1998 - 1999
Fred Merkel 2 1988 - 1989
Doug Polen 2 1991 - 1992

Kawasaki: Tribut an Reas Weltmeister-Jahr 2016: (01:07 Min.)

Die meisten Siege: In der ewigen Siegstatistik liegt Rea seit dem Wochenende in Assen in den Top-3. Damals überholte er mit seinen Siegen Nr. 43 und 44 den Japaner Noriyuki Haga. Inzwischen hält Rea bei 50 Erfolgen, und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht in Sicht. Nächstes Ziel: Troy Bayliss mit 52 Triumphen. Danach fehlen Rea nur noch sieben Siege bis zu Carl Fogarty (59). Geht es in diesem Tempo weiter, übernimmt Rea im Laufe der Saison 2018 die alleinige Führung in dieser Wertung.

Pl. Fahrer Siege
1. Carl Fogarty 59
2. Troy Bayliss 52
3. Jonathan Rea 50
4. Noriyuki Haga 43
5. Troy Corser 33
Tom Sykes 33

Die meisten Siege in einer Saison: Bei den meisten Saisonsiegen rangiert Rea derzeit (noch) auf Platz drei mit seinen 14 Erfolgen aus dem Jahr 2015. Doch: 2017 triumphierte Rea bereits zwölf Mal und fünf Rennen stehen noch aus. Gewinnt Rea alle fünf Läufe, kann er den ewigen Rekord von Doug Polen in diesem Jahr zumindest einstellen. Polen holte in seiner ersten Weltmeister-Saison 1991 sage und schreibe 17 Laufsiege. Dahinter liegt 2011er-Champion Carlos Checa mit 15 Saisonerfolgen.

Pl. Fahrer Siege Saison
1. Doug Polen 17 1991
2. Carlos Checa 15 2011
3. Troy Bayliss 14 2002
Ben Spies 14 2009
Jonathan Rea 14 2015

Portrait eines Weltmeisters: Jonathan Rea: (06:03 Min.)

Die meisten Podiumsplatzierungen: Besonders seit seinem Wechsel zu Kawasaki jagt Jonathan Rea nicht nur Rekorde, sondern auch Pokale. 108 Mal durfte Rea bereits an der Siegerehrung teilnehmen. 65 Fahrten unter die Top-3 entfallen dabei auf seine knapp dreijährige Dienstzeit bei den Grünen. Damit liegt Rea in dieser Statistik bereits auf Platz vier. Nur Troy Corser, Noriyuki Haga und Carl Fogarty durften bisher noch öfter auf das Siegertreppchen klettern als Rea.

Pl. Fahrer Podien
1. Troy Corser 130
2. Noriyuki Haga 116
3. Carl Fogarty 109
4. Jonathan Rea 108
5. Tom Sykes 99

Die meisten Podiumsplatzierungen in einer Saison: Über eine Saison gesehen liegt Rea in der Podiumsstatistik sogar auf Rang zwei - und das gleich zwei Mal. In seinen ersten beiden Weltmeisterjahren, 2015 und 2016, fuhr Rea in jeweils 26 Rennen ganze 23 Mal auf das Podium. Erfolgreicher war nur Colin Edwards, der in der Saison 2002 25 Mal in den Top-3 landete. Weitere Piloten mit mehr als 20 Podestplätzen in einem Jahr: Troy Bayliss, Carlos Checa und Doug Polen. Dazu fuhr Neil Hodgson in seinem Weltmeisterjahr 2003 20 Mal auf das Treppchen.

Pl. Fahrer Podien Saison
1. Colin Edwards 25 2002
2. Jonathan Rea 23 2015, 2016
3. Troy Bayliss 22 2002
4. Carlos Checa 21 2011
Doug Polen 21 1991

Jonathan Rea ist Stammgast auf den WSBK-Podien dieser Welt - Foto: Kawasaki

Die meisten Pole Positions: Wenn Jonathan Rea eine Schwäche hat, dann ist das das Qualifying. Rea galt noch nie als der herausragende Top-Fahrer auf eine schnelle Runde. Diese Disziplin ist viel mehr die Schokoladenseite seines Teamkollegen Tom Sykes, was sich auch in der Pole-Statistik zeigt. Während Sykes bereits 42 Poles einfuhr, liegt Rea erst bei zwölf. Damit ist Rea aber immerhin schon Achter. Sykes hingegen jagt Pole-König Troy Corser. Eine Qualifying-Bestzeit fehlt dem Kawasaki-Piloten noch, um den Rekord einzustellen.

Pl. Fahrer Poles
1. Troy Corser 43
2. Tom Sykes 42
3. Troy Bayliss 26
4. Carl Fogarty 21
5. Doug Polen 17
...
8. Jonathan Rea 12

Die meisten Schnellsten Rennrunden: Die Stunde von Jonathan Rea schlägt viel mehr im Rennen. Das verdeutlicht ein Blick auf die ewige Rangliste bei den Schnellsten Rennrunden. Unschlagbar in dieser Disziplin war hier bisher Noriyuki Haga mit 58. Doch Rea liegt mit 38 Fastest Laps bereits auf Rang vier in dieser Tabelle. Zwischen Haga und Rea liegen noch Carl Fogarty und Troy Corser. Ebenfalls in den Top-5: Reas Stallgefährte Tom Sykes.

Pl. Fahrer Schnellste Runden
1. Noriyuki Haga 58
2. Carl Fogarty 48
3. Troy Corser 45
4. Jonathan Rea 38
5. Tom Sykes 36

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