Superbike WSBK

Jonathan Rea: Kawasakis Superbike-Rekordjäger in Zahlen

Jonathan Rea holt in Brünn den Siegrekord! Der Kawasaki-Pilot erreicht damit etwas Historisches. Rekorde, Zahlen und Statistiken zu Rea in der WSBK:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Jonathan Rea hat beim Superbike-Wochenende 2018 in Brünn erneut Geschichte geschrieben: In der Tschechischen Republik erreicht der Kawasaki-Pilot den 60. Sieg seiner Karriere und ist damit alleiniger Spitzenreiter in der ewigen Bestenliste. Weitere Zahlen, Daten und Rekorde zu Rea in der WSBK:

Die meisten Titel: In dieser Rangliste hat sich Rea mit seiner dritten Weltmeisterschaft nun auf den zweiten Platz nach vorne geschoben, gemeinsam mit Troy Bayliss. Beide Fahrer stehen nun bei drei WM-Titeln - und die Aussichten auf einen vierten Titelgewinn sind für Rea äußerst gut. Seit seinem Wechsel von Honda zu Kawasaki dominiert er die Superbike-WM nach Belieben. Holt Rea auch 2018 den Titel, steht er zusammen mit Legende Carl Fogarty ganz oben an der Spitze.

Pl. Fahrer Titel Jahre
1. Carl Fogarty 4 1994, 1995, 1998, 1999
2. Troy Bayliss 3 2001, 2006, 2008
Jonathan Rea 3 2015, 2016, 2017
4. Fred Merkel 2 1988, 1989
Doug Polen 2 1991, 1992
Troy Corser 2 1996, 2005
Colin Edwards 2 2000, 2002
James Toseland 2 2004, 2007
Max Biaggi 2 2010, 2012

Jonathan Rea: Hinter den Kulissen beim Superbike-Champion 2017: (06:41 Min.)

Die längsten Titelserien: Den ersten Rekord hat sich Rea durch seinen WM-Titel 2017 bereits geschnappt: Der Nordire ist der erste Fahrer in der noch relativ jungen Geschichte der Superbike-WM, der drei Mal in Folge die Weltmeisterschaft für sich entscheidet! Bisher schaffte kein Pilot einen Titel-Hattrick. Einzig Fred Merkel, Doug Polen und Carl Fogarty erreichten bisher zwei Mal in Folge den Titel. Fogarty gelang dieses Kunststück gar zwei Mal: 1994 / 1995 und 1998 / 1999.

Pl. Fahrer Titel Jahre
1. Jonathan Rea 3 2015 - 2017
2. Carl Fogarty 2 1994 - 1995, 1998 - 1999
Fred Merkel 2 1988 - 1989
Doug Polen 2 1991 - 1992

Die meisten Siege: 9. Juni 2018, Brünn, Tschechische Republik: Im ersten Lauf am Samstag hat Jonathan Historisches erreicht: Den 60. Sieg in seiner Karriere. Damit liegt er in dieser Statistik alleine in Front. 2017 in Assen erreichte der Kawasaki-Pilot erstmals die Top3 in dieser Kategorie. WSBK-Legende Carl Fogarty ist damit nach gut 19 Jahren seinen bisherigen Rekord (59 Siege) los.

Pl. Fahrer Siege
1. Jonathan Rea 60
2. Carl Fogarty 59
3. Troy Bayliss 52
4. Noriyuki Haga 43
5. Tom Sykes 34

Kawasaki: Tribut an Reas Weltmeister-Jahr 2016: (01:07 Min.)

Die meisten Siege in einer Saison: Bei den meisten Saisonsiegen rangiert Rea nun zwei Mal in den Top-5. 2017 stellte er mit 16 Siegen seine persönliche Bestmarke auf, dazu kommen noch die 14 Triumphe aus seinem ersten Weltmeister-Jahr 2015. Den ewigen Rekord von Doug Polen aus dem Jahr 1991 konnte Rea allerdings nicht erreichen. Polen gewann damals 17 Rennen in einer Saison. Zwischen Reas Bestmarken liegt übrigens noch Carlos Checa mit 15 Saisonsiegen, die der Spanier 2011 einfuhr.

Pl. Fahrer Siege Saison
1. Doug Polen 17 1991
2. Jonathan Rea 16 2017
3. Carlos Checa 15 2011
4. Troy Bayliss 14 2002
Ben Spies 14 2009
Jonathan Rea 14 2015

Die meisten Podiumsplatzierungen: Besonders seit seinem Wechsel zu Kawasaki jagt Jonathan Rea nicht nur Rekorde, sondern auch Pokale. 123 Mal durfte Rea bereits an der Siegerehrung teilnehmen. 81 Fahrten unter die Top-3 entfallen dabei auf seine etwas mehr als dreijährige Dienstzeit bei den Grünen. Damit liegt Rea in dieser Statistik bereits auf Platz zwei. Nur Troy Corser durfte bisher noch öfter auf das Siegertreppchen klettern als Rea.

Pl. Fahrer Podien
1. Troy Corser 130
2. Jonathan Rea 123
3. Noriyuki Haga 116
4. Carl Fogarty 109
5. Tom Sykes 106

Portrait eines Weltmeisters: Jonathan Rea: (06:03 Min.)

Die meisten Podiumsplatzierungen in einer Saison: Über eine Saison gesehen liegt Rea in der Podiumsstatistik auf Rang zwei und drei - beeindruckend. In seinen ersten beiden Weltmeisterjahren, 2015 und 2016, fuhr Rea in jeweils 26 Rennen ganze 23 Mal auf das Podium. 2017 fuhr Rea noch ein Mal mehr unter die Top-3. Erfolgreicher war nur Colin Edwards, der in der Saison 2002 25 Mal in den Top-3 landete. Weitere Piloten mit 20 oder mehr Podestplätzen in einem Jahr: Troy Bayliss, Carlos Checa, Doug Polen und Neil Hodgson.

Pl. Fahrer Podien Saison
1. Colin Edwards 25 2002
2. Jonathan Rea 24 2017
3. Jonathan Rea 23 2015, 2016
4. Troy Bayliss 22 2002
5. Carlos Checa 21 2011
Doug Polen 21 1991

Die meisten Pole Positions: Wenn Jonathan Rea eine Schwäche hat, dann ist das das Qualifying. Rea galt noch nie als der herausragende Top-Fahrer auf eine schnelle Runde. Diese Disziplin ist viel mehr die Schokoladenseite seines Teamkollegen Tom Sykes, was sich auch in der Pole-Statistik zeigt. Während Sykes bereits 45 Poles einfuhr, liegt Rea erst bei 16. Damit ist Rea aber immerhin schon Sechster. Sykes hingegen ist seit Donington 2018 der unangefochtene Pole-König.

Pl. Fahrer Poles
1. Tom Sykes 45
2. Troy Corser 43
3. Troy Bayliss 26
4. Carl Fogarty 21
5. Doug Polen 17
...
6. Jonathan Rea 16

Jonathan Rea ist Stammgast auf den WSBK-Podien dieser Welt - Foto: Kawasaki

Die meisten Schnellsten Rennrunden: Die Stunde von Jonathan Rea schlägt viel mehr im Rennen. Das verdeutlicht ein Blick auf die ewige Rangliste bei den Schnellsten Rennrunden. Unschlagbar in dieser Disziplin war hier bisher Noriyuki Haga mit 58. Doch Rea liegt mit 47 Fastest Laps bereits auf Rang drei in dieser Tabelle. Zwischen Haga und Rea liegt noch Carl Fogarty. Ebenfalls in den Top-5: Reas Stallgefährte Tom Sykes.

Pl. Fahrer Schnellste Runden
1. Noriyuki Haga 58
2. Carl Fogarty 48
3. Jonathan Rea 47
4. Troy Corser 45
5. Tom Sykes 38

Die meisten Punkte in einer Saison: Mit seinem Rekordjahr 2017 gehört Jonathan Rea jetzt auch der Rekord für die meisten geholten Punkte in einem Jahr. 2002 stellte Colin Edwards den bisherigen Rekord mit 552 Zählern auf. Diese Marke schien für die Ewigkeit gemacht. Doch mit seinem nahezu perfekten Jahr 2017 schnappte sich Rea diesen Rekord. Er holte am Ende insgesamt noch vier Punkte mehr als Edwards 2002.

Pl. Fahrer Punkte (Saison)
1. Jonathan Rea 556 (2017)
2. Colin Edwards 552 (2002)
3. Jonathan Rea 548 (2015)
4. Troy Bayliss 541 (2002)
5. Carlos Checa 505 (2011)

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