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MX/SX / Interview

Deutscher Supercross ist unberechenbar - Aranda: Du kannst keine Pläne schmieden

Nachdem Gregory Aranda Stuttgart zum Auftakt im Sturm eroberte, sprach er mit Motorsport-Magazin.com über die beliebte deutsche SX-Serie.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Du beginnst die neue Supercross-Saison wie du die alte beendet hast...
Gregory Aranda: Ja, das war ein großartiges Wochenende. Der Freitag war besser, aber auch der Samstag war ok. Ich hatte nicht viel Zeit zum Trainieren, weil ich mir beim letzten Rennen der ADAC MX Masters mein Bein angeschlagen habe und vier Wochen im Bett bleiben musste. Ich begann erst zwei Wochen vor dem SX-Auftakt in Stuttgart wieder mit dem Training! Ich bin wirklich glücklich, dass ich auch am Samstag aufs Podium fahren konnte, denn die 15 Runden setzten mir durch das fehlende Training wirklich zu und ich wollte kein großes Risiko eingehen. Das Wochenende lief also richtig super für mich.

Ich hatte ein richtig dickes Hämatom am Muskel und es hat sehr lange gedauert, bis sich das Hämatom zurückgebildet hat
Gregory Aranda

Was dürfen wir dann von dir erwarten, wenn du wieder fit bist?
Gregory Aranda: [lacht] Ich werde versuchen, schon für Chemnitz gut zu trainieren. Ich mag die Strecke dort und auch den Untergrund. Es ist technisch anspruchsvoll und es gibt viele Linien. Wir werden dort sehen, was drin ist.

Hattest du eine Operation?
Gregory Aranda: Nein, keine Operation, aber ich hatte ein richtig dickes Hämatom am Muskel und es hat sehr lange gedauert, bis sich das Hämatom zurückgebildet hat. Also musste ich ewig warten. Wie gesagt, konnte ich erst vor zwei Wochen wieder fahren. Ich hätte hier in Stuttgart kaum besser abschneiden können.

Warum bist du nicht in Lille beim Paris-Bercy Supercross gefahren, das parallel stattfand?
Gregory Aranda: Ich habe mich für die deutsche Meisterschaft entschieden, weil mein Team [Sturm Racing Team] deutsch ist. Außerdem mag ich die Serie, wir haben zahlreiche gute Fahrer, viele Amerikaner kommen hierher und bald kommen auch meine Landsleute nach. Dann ist also alles gleich.

Ich habe keinen Plan
Gregory Aranda

Hattest du erwartet, dass die jungen Wilden wie Jace Owen oder Gavin Faith so einschlagen?
Gregory Aranda: Sie sind sehr stark! Die Amerikaner sind immer stark, es gibt aber auch andere Fahrer, die richtig gut unterwegs sind. Es ist schwierig, dir bei den Rennen hier in Deutschland vorher eine Strategie zu überlegen, denn manchmal stürzt du, ein ander Mal kämpfst du hart gegen die anderen - einer macht einen Blockpass und schon bist du nicht im Finale. Es ist unvorhersehbar. Du musst konzentriert bleiben und versuchen, kein Risiko einzugehen, um ins Finale zu kommen. Wenn du dann im Finale bist, musst du einfach alles geben.

Was kannst du tun, um den Titel unter diesen Umständen zu verteidigen?
Gregory Aranda: Ich habe keinen Plan. Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben und dann werden wir sehen.


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