MX/SX

Prinz Thury baut weiter aus - Aranda wird mit Doppelsieg König von Chemnitz

Gregory Aranda sicherte sich auch am zweiten Tag in Chemnitz den Sieg. Lokalmatador Dominique Thury tat es ihm in der SX2-Klasse gleich.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Das Finale der SX1 am Samstag in Chemnitz hätte spannender kaum sein können. Fabien Izoird, der am Freitag noch den zweiten Rang einfuhr, schnappte sich den Holeshot und dominierte das Rennen in den ersten Runden. Dicht hinter ihm lag Gavin Faith, der aber schon nach kurzer Zeit für Gregory Aranda Platz machen musste. Der Sieger vom ersten Tag arbeitete sich nach einem verhaltenen Start sukzessive an die Spitze. Ab Rennmitte übernahm er die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab.

Das Wochenende lief perfekt für mich
Gregory Aranda

"Das Wochenende lief perfekt für mich mit den Siegen am Freitag und am Samstag", strahlte der neue König von Chemnitz nach seiner Krönung. "Fabien war schnell und Gavin ebenso. Nach dem Start versuchte ich konzentriert zu bleiben und als ich an beiden vorbei war, durfte ich mir keinen Fehler erlauben. Die Strecke war erneut sehr schwer zu fahren. Also habe ich versucht, mir andere Linien zu suchen. Nach der vierten oder fünften Runde gelang mir das und ich behielt die Spuren bis zum Schluss bei."

Faith schnappte sich zum Rennende seinen französischen Konkurrenten und fuhr hinter Aranda als Zweiter ins Ziel. "Gestern hatte ich Probleme und bin mit dem Kopf auf den Lenker gestoßen. Dafür lief es heute umso besser", analysierte der Australier, der den Wettkampf in den deutschen Hallen im Allgemeinen als sehr hart beschrieb. "Die Strecke hier war sehr schwer zu fahren und auch der Kurs ist etwas anders, als das, was ich gewohnt bin."

Izoird musste seinen zweiten Rang zwar abgeben, war mit seinem ersten Wochenende im ADAC SX Cup aber dennoch zufrieden. "Mein Start war perfekt und auch die ersten Runden waren nicht so schlecht. Dann habe ich aber die Linie gewechselt, die sich als nicht so gut herausstellte und so kam Greg vorbei. Dann passierte mich auch Gavin noch und ich versuchte einfach nur noch, den dritten Rang ins Ziel zu retten. Mit zwei Podestplätzen ist mir aber ein guter Start hier in Deutschland gelungen."

Ich war wirklich fertig mit den Nerven
Dominqiue Thury

Florent Richier, der am Freitag noch auf dem Treppchen landete, verfehlte dieses nur um zwei Sekunden. Kyle Chisholm sicherte sich den letzten Rang unter den Top-5. Hinter ihm tobte ein harter Kampf zwischen Teddy Maier und Cyrille Coulon. Maier hatte schließlich die Nase vorn und eroberte Rang sechs. Boris Maillard und Loic Rombaut folgten ihm. Dennis Ullrich kam über Rang zehn nicht hinaus. Les Smith belegte Rang elf, während der Chemnitzer König von 2012, Tyler Bowers, nach einem Sturz als Letzter abgewunken wurde.

Fast fehlerfrei

In der SX2-Klasse siegte erneut Dominique Thury. Der Lokalmatador machte sich und seinen Fans das Leben aber nicht allzu leicht. Im ersten Lauf konnte er sich gerade so auf Platz zwei hinter seinem Teamkollegen Sulivan Jaulin behaupten. "Ich war wirklich fertig mit den Nerven. Ich wusste, dass ich schneller war, aber ich habe zu früh angegriffen und bin dadurch gestürzt. Auch danach habe ich einen dummen Fehler nach dem anderen gemacht", ärgerte er sich nach dem ersten Rennen. So setzte sich der Führende der SX2 vor dem zweiten Lauf extrem unter Druck.

"Ich hatte mir fest vorgenommen, den Start zu gewinnen, aber das ist mir natürlich nicht gelungen. Nach und nach fand ich aber einen Rhythmus und fuhr fast fehlerfrei", erläuterte Thury weiter. Dass der neue Prinz von Stuttgart und Chemnitz seine Führung so weit ausbauen konnte, hatte er nicht erwartet. "Ich bin super glücklich. Aber ich will natürlich den gesamten Cup gewinnen." In der Tageswertung reihte sich Jaulin hinter dem Kawasaki-Piloten ein. Dave Versluis wicherte sich Rang drei, nur knapp vor Yannis Irsuti und Gaetan Le Hir.


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