MX/SX

Thury einziger Deutscher auf dem Podest - Aranda dominiert Tag 1 in Chemnitz

Gregory Aranda beherrschte die SX1-Klasse am Freitag in Chemnitz. Dominique Thury verteidigte seine SX2-Führung im SX Cup 2013/2014.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Franzosen beherrschten die vorderen Plätze zum Auftakt des zweiten Supercross-Wochenendes in Chemnitz. Gregory Aranda setzte sich erfolgreich gegen seine Landsleute durch und dominierte den Freitag vom Training bis zum Finale. Der Sturm Racing Pilot sicherte sich im entscheidenden Rennen den Holeshot und gab seine Spitzenposition 15 Runden lang nicht mehr her. Er gewann mit über fünf Sekunden Vorsprung vor Fabien Izoird und Florent Richier.

Das war ein perfekter Tag
Gregory Aranda

"Das war ein perfekter Tag", strahlte er nach dem Triumph. "Ich konnte die Pole und den Sieg holen. Vor dem Finale hatte ich die ganze Zeit Probleme mit dem Start, dann hat mir Florent aber einen kleinen Tipp gegeben und so hat es funktioniert. Auf dieser schwierigen Strecke ist es extrem hart, die Konzentration zu halten. In der ersten Runde ist der Kurs gut, aber gegen Ende wird es immer schlechter. Also war es gut, dass ich vorne lag und meine eigenen Linien wählen konnte."

Kritik für den Boden gab es auch von Izoird und Richier. "Der Kurs ist etwas rutschig und es wird Runde für Runde schlechter. Es ist leicht, da Fehler zu machen. Man muss hoch konzentriert und gleichzeitig schnell sein. Eine gute Kombination ist da wichtig", betonte Izoird, der beim Auftakt in Stuttgart nicht mit von der Partie war, weil er beim heimischen Rennen in Paris Bercy an den Start ging. "Für das erste Rennen ist es ziemlich gut gelaufen. Mein Start war nicht perfekt, ich konnte dann aber noch an Florent vorbeigehen. Greg war schnell, also dachte ich nach ein paar Runden, dass der zweite Platz auch ganz okay ist."

Ich war in beiden Rennen am Anfang sehr nervös
Dominique Thury

Richier, der als amtierender Meister mit der Nummer eins um den Kurs fuhr, konnte sich mit Rang drei gut abfinden. "Ich habe mich schon im Training recht gut gefühlt. Der dritte Rang war heute einfach mein Platz. Greg war schneller als alle anderen, Fabien war auch gut unterwegs. Für heute war das einmal ganz gut, morgen geht es weiter." Trotz seiner positiven Einstellung übte auch der neue Team Suzuki Waldmann Pilot Kritik am Boden in Chemnitz: "Es ist hier sehr gefährlich zu überholen." Ein Trostpflaster für alle Drei: Im kommenden Jahr soll die Erde erneuert werden, wie Streckendesigner Freddy Verherstraeten gegenüber Motorsport-Magazin.com verriet.

Hinter Richier platzierte sich sein ehemaliger Teamkollege und SX2-Aufsteiger Boris Maillard. Der Amerikaner Kyle Chisholm, der sich nur über den Hoffnungslauf fürs Halbfinale qualifiziert hatte, belegte Rang fünf. Cyrille Coulon fuhr zu Position sechs vor dem einzigen Deutschen im Finale: Dennis Ullrich. Tyler Bowers, Filip Neugebauer und Thomas Ramette komplettierten die Top-10. Charles Lefrancois und Teddy Maier folgten.

Thury verteidigt die Führung

In der SX2-Klasse sah das Bild kaum anders aus. Mit Sulivan Jaulin und Yannis Irsuti landeten abermals zwei schnelle Franzosen unter den Top-3. Dominique Thury hatte die Nase in der Gesamtwertung nach seinem Sieg in Stuttgart aber erneut vorn. Ein Sieg und ein zweiter Platz reichten dem Lokalmatador, um seine Führung in der Gesamtwertung weiter auszubauen. "Ich war in beiden Rennen am Anfang sehr nervös, konnte meine Gedanken dann aber in den Griff kriegen und fuhr zumindest im zweiten Lauf weiter nach vorne", erklärte der Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil Pilot.


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