MotoGP

15 Millionen für 1200 Masten - Nachtrennen in Katar

von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Das Nachtrennen in Katar wird keine billige Angelegenheit, zumindest nicht für die Streckenbetreiber, die für die Errichtung der Lichtanlagen bezahlen. Der Präsident des Motor und Motorrad Verbandes von Katar (QMMF), Bin Khalifa Al-Attiyah, nannte nun den Gulf Times die Kosten für den Bau: "Ich nenne die Zahl zum ersten Mal. Nicht schockiert sein. Die Gesamtkosten für die Lichtanlage belaufen sich auf 15 Millionen Dollar. Ja, Sie haben das richtig gehört. Es sind 15 Millionen Dollar. Es ist eine große Summe, nach allen Standards." Und um das Geld werden folgende Dinge gebaut: 1200 Lichtmasten, von denen jeder rund 50 bis 60 Lichter trägt, die auf eine Art und Weise montiert werden, damit keine Schatten geworfen werden. "Musco Lighting, die Firma, die das Projekt betreut, hat bereits begonnen, das Equipment zu liefern. Es ist also nur eine Frage von Tagen, bis die eigentliche Arbeit beginnt."

Al-Attiyah erklärte auch genau, wie es zu dem Beschluss kam, dass ein Nachtrennen gefahren wird. So war es nicht der Motorradweltverband (FIM), der die Idee auf den Tisch brachte. "Es war seine Hoheit Scheich Abdullah bin Khalifa al-Thani, der private Berater seiner Hoheit Emir Scheich Hamid bin Khalifa al-Thani, der die Idee zuerst vorgeschlagen hat. Die Leute glauben, es war der FIM, der die Idee an den QMMF herangetragen hat, aber das ist nicht wahr. Scheich Abdullah wollte, dass Katar etwas Ungewöhnliches tut und jetzt werden wir MotoGP unter Flutlichtern haben", erklärte Al-Attiyah. Er widersprach auch Aussagen, wonach einige Fahrer darüber verärgert seien, dass sie nicht über den Plan des Nachtrennens informiert wurden. "Das stimmt nicht. Tatsächlich sind die meisten Fahrer bereit für die Herausforderung. Fahrer wie Valentino Rossi, Loris Capirossi und Nicky Hayden haben erklärt, dass sie liebend gerne in der Nacht fahren würden."


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