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MINI Trophy

Mehr, mehr, mehr - Mit dem neuen MINI in die Saison

Es geht wieder los: am kommenden Wochenende bestreitet die MINI Challenge in Hockenheim ihr erstes Rennwochenende der Saison 2008.

Motorsport-Magazin.com - Die MINI Challenge feiert fünfjähriges Jubiläum. Was 2004 als Versuch begann, frischen Wind auf die Rennstrecken zu bringen, hat sich inzwischen zu einer der populärsten Serien im deutschen Motorsport entwickelt - und die Entwicklung ist noch lange nicht am Ende, die Fangemeinde wächst von Rennen zu Rennen!

Die MINI Challenge 2008 besteht aus insgesamt 15 Wertungsläufen an acht Rennwochenenden. Die Clubsportserie tritt dabei wie gewohnt als gefragtes Support-Event von hochkarätigen Motorsportveranstaltungen an. In dieser Saison ist sie unter anderem zu Gast bei der Formel 1 (GP von Deutschland, Hockenheimring), bei der FIA Tourenwagen-WM (WTCC, Oschersleben) und beim 24h-Rennen auf der Nürburging-Nordschleife. Ebenfalls auf dem Rennkalender stehen Starts im Rahmen der GT Masters (Oschersleben) und beim Oldtimer-Grand-Prix (Nürburgring). Das Finale findet traditionell bei der Rundstreckentrophy auf dem Salzburgring in Österreich statt.

Die Fahrer haben ein neues Arbeitsgerät. - Foto: MINI

Bei den Rennen der Saison 2008 steht ein komplett neues Rennfahrzeug am Start. Seine wichtigsten Merkmale lassen sich mit einem Wort beschreiben: Mehr! Der für den Einsatz auf der Rennstrecke optimierte MINI Cooper S verfügt im Vergleich zu seinem Vorgänger über mehr Drehmoment, höheren Top-Speed, größere Spurtkraft, bessere Querbeschleunigungswerte und eine optimierte Traktion. Für die Fahrer bedeutet dies ein noch intensiveres und professionelleres Rennsporterlebnis - gleichzeitig dürfen sich die Zuschauer auf noch mehr Spannung, noch rasantere Action und noch packendere Duelle auf der Piste freuen.

Motor. Dank einer gezielten Leistungssteigerung wurde aus dem ohnehin sehr sportlichen Serienantrieb des MINI Cooper S ein echtes Hochleistungstriebwerk für den Wettkampfeinsatz. Das Kraftpaket unter der Haube des MINI ist ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Motor, der mit Twin-Scroll-Turbolader und einer Benzin-Direkteinspritzung ausgestattet ist. Obwohl die Maximalleistung mit 155 kW/211 PS nahezu exakt dem Wert des bisherigen MINI CHALLENGE Rennfahrzeugs entspricht, bietet der neue Motor durch eine optimierte Motorcharakteristik eine noch bessere Performance. Sein maximales Drehmoment von 260 Newtonmetern steht zwischen 1.850 und 5.700 Touren praktisch konstant zur Verfügung. Per Overboost erhöht sich dieser Wert sogar noch auf 280 Newtonmeter (Drehzahlbereich von 2.000-5.000 min-1). Da der Turbolader seine Wirkung bereits bei einer Drehzahl von 1.400 min-1 entfaltet, ist von einem Turboloch nichts zu spüren.

Bereit für den Saisonstart. - Foto: MINI

Performance. Der neue MINI John Cooper Works CHALLENGE beschleunigt in nur 6,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Im Gegenzug genügen 3,1 Sekunden (31 m), um aus diesem Tempo wieder zum Stehen zu kommen. Als Höchstgeschwindigkeit erreicht das neue Rennfahrzeug 240 km/h. Darüber hinaus lassen sich faszinierend hohe Kurvengeschwindigkeiten erreichen. Das neue Sperrdifferenzial erleichtert es dem Fahrer, auch ausgangs einer Kurve mit noch höherem Tempo auf der Ideallinie zu bleiben, nahtlos zu beschleunigen und so seinen Speed sehr gut auf die Gerade zu übertragen.

Fahrwerk. Das Fahrwerk des MINI John Cooper Works CHALLENGE verfügt über verstellbare Stoßdämpfereinheiten (KW Racing), die speziell für den Rennsporteinsatz konzipiert wurden. Bodenfreiheit, Dämpferdruck (Zug-Druckstufe) und Ansprechverhalten lassen sich damit auf die Anforderungen verschiedener Rennstrecken anpassen. Die Kraftübertragung an die Vorderräder erfolgt über das serienmäßige Sechsgang-Handschaltgetriebe. Das neue Rennfahrzeug ist mit 17 Zoll großen Leichtmetallfelgen (Borbet) im speziellen MINI CHALLENGE Design und mit neu entwickelten Rennreifen (Dunlop) ausgerüstet. Im Vergleich zum bisherigen MINI CHALLENGE Rennfahrzeug ist der neue MINI John Cooper Works CHALLENGE um 10 Kilogramm leichter - das Minimum-Startgewicht (einschließlich Fahrer) beträgt 1.170 Kilogramm. Dennoch liegt er spürbar satter auf der Straße, was nicht zu letzt einer rundum optimierten Aerodynamik sowie dem modifizierten Fahrwerk zu verdanken ist.

Auch das Safety Car passt sich dem Feld an. - Foto: MINI

Karosserie. Sein Handling verdankt der MINI auch einer effektiven Überarbeitung der Karosserie. Sie basiert auf dem John Cooper Works Aerodynamik-Paket und umfasst einen rennsportspezifischen Frontspoiler, einen Heckdiffusor und einen verstellbaren Heckflügel. Diese Kombination sorgt dafür, dass nicht nur der Auftrieb eliminiert, sondern bei zunehmender Geschwindigkeit auch entsprechender Abtrieb generiert wird. Die aerodynamischen Maßnahmen wurden so konzipiert, dass der Abtrieb zwischen Vorder- und Hinterachse perfekt ausbalanciert wird. Auch beim Boxenstopp (z. B. während der Qualifikation) ist für mehr Tempo bei gesteigerter Sicherheit gesorgt. Jedes Rennfahrzeug besitzt eine integrierte Hebevorrichtung. Sie besteht aus vier ausfahrbaren pneumatischen Stempeln am Fahrzeugboden, die durch Pressluftzufuhr aktiviert werden und das Auto blitzschnell anheben. So kann innerhalb kürzester Zeit ein Reifenwechsel absolviert werden.

Identische Technik. Chancengleichheit unter allen Teilnehmern und Reduzierung des technischen Aufwands sind zwei Hauptanliegen des Reglements. So wurden alle Fahrzeuge zentral im Auftrag von MINI aufgebaut und rennfertig an die Teilnehmer der MINI CHALLENGE ausgeliefert. Wichtige Komponenten wie Motor und Getriebe sind verplombt, da sie von den Teams nicht geändert oder in Eigenregie repariert werden dürfen. Zusätzlich werden die Motorsteuergeräte, die während Training, Qualifying und Rennen verwendet werden müssen, vor jeder Veranstaltung neu unter den Teilnehmern verlost.


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