MINI Trophy

Keine Fortsetzung im kommenden Jahr - Thomas Tekaat ist neuer Champion

Thomas Tekaat ist der neue und gleichzeitig letzte Champion der MINI Trohy. Die Rennserie wird im kommenden Jahr nicht fortgeführt.

Motorsport-Magazin.com - Die 4,574 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke des Hockenheimrings war Austragungsort des Finales der MINI Trophy 2013. Als klarer Favorit reiste Thomas Tekaat (Besaplast Team Dombek) an, doch es wurde noch einmal richtig knapp. Mit nur einem Punkt vor Jürgen Schmarl (Team Fast Forward), dem Doppelsieger von Hockenheim, feierte der 21-jährige Student Tekaat seinen ersten Titel in der MINI Trophy. Neben dem Hauptpreis, einem MINI John Cooper Works Coupé, darf er nun auch an einer Fahrersichtung teilnehmen, die das BMW Team Schubert Motorsport mit einem BMW Z4 GT3 ausrichten wird.

Nachdem Jürgen Schmarl das Qualifying dominiert hatte, ließ er sich auf dem Weg zur ersten Kurve des ersten Rennens von Thomas Tekaat überrumpeln und fand sich auf dem zweiten Platz wieder. Doch der Österreicher konterte schon auf dem Weg zur Spitzkehre erfolgreich und war wieder vorne. Steve Kirsch (Frensch-Power-Motorsport), Henry Littig (Besaplast Team Dombek) und Andre Fleischmann (Team Fast Forward) folgten auf den Plätzen. In den folgenden Runden konnte Schmarl sich mehr und mehr vom Feld absetzen und auch Tekaat hatte seinen zweiten Platz schon früh sicher.

Thomas Tekaat ist der neue Champion 2013 - Foto: MINI Trophy

Hinter den beiden stritten sich Kirsch und Fleischmann um Platz drei, Littig und Lennart Marioneck (HTC One MINI Racing Team) um Rang fünf und das Duo Bernhard Wagner (Frensch- Power-Motorsport) und Martin Heidrich (Gigamot Racing) kämpfte um P7. Fleischmann setzte sich in Runde fünf gegen Kirsch durch und war neuer Dritter. Marioneck brauchte zwei Umläufe länger, eher er sich Rang fünf angeln konnte. Und Heidrich kassierte Wagner weitere zwei Runden später. Damit waren die Positionen auf den vorderen Rängen bezogen: Jürgen Schmarl gewann vor Thomas Tekaat, Andre Fleischmann und Steve Kirsch. Der 39-jährige Österreicher, der auch die schnellste Rennrunde fuhr, verkürzte seinen Rückstand auf Tabellenführer Tekaat ein Rennen vor Saisonende auf 17 Punkte und hielt den Kampf um den Titel weiter offen.

Und auch in der Gentleman-Wertung war noch nichts entschieden. Tabellenführer Steven Fürsch (Racing 4 Friends) musste nach einem Unfall im freien Training, bei dem er sich Rippenbrüche und einen kleinen Lungenriss zuzog, schon früh zuschauen. Sein Rivale Dirk Lauth (Racing 4 Friends) witterte so noch einmal seine Chance, setzte sich im ersten Rennen in einem harten Duell gegen Doreen Seidel (Frensch-Power-Motorsport) durch und wurde als 13. abgewinkt. Damit blieb er im Rennen um den Gentleman-Titel.

Entscheidung im letzten Rennen

Der zweite und entscheidende Durchgang begann mit einem Unfall in Runde eins: Im allgemeinen Startgerangel drehte sich der gelbe MINI John Cooper Works Challenge von Bernhard Wagner. Reinhard Nehls (Caisley Team Dombek) und Victoria Froß (IMC-Motorsport) konnten ihm nicht mehr rechtzeitig ausweichen und schieden wie Wagner vorzeitig aus. Das Safety Car neutralisierte bis zum Beginn von Runde fünf das Treiben, das zu diesem Zeitpunkt von Henry Littig angeführt wurde. Thomas Tekaat hatte Rang fünf vor Jürgen Schmarl inne.

Als das Rennen wieder freigegeben wurde, machte Schmarl sich sofort auf den Weg nach vorne. Er brauchte nicht einmal drei Runden, dann hatte er sich die Spitze geholt. Die brachte er nach 14 Runden auch sicher ins Ziel. Lennart Marioneck beendete das letzte Saisonrennen der MINI Trophy auf Position zwei, gefolgt von Steve Kirsch, Andre Fleischmann und dem in diesem Rennen besten Gentleman Henry Littig. Wesentlich weniger entspannt verlief der Sonntagnachmittag für Thomas Tekaat. Der Stuttgarter wurde in der fünften Runde von seinem Titelrivalen Jürgen Schmarl auf Platz sechs verwiesen und musste diese Position bis zur Zieldurchfahrt gegen Martin Heidrich verteidigen. Tekaat gelang es nicht, sich vom Gigamot-Fahrer abzusetzen und so musste er bis zum Zielstrich um seinen sechsten Rang zittern.

Schließlich brachte er diesen ins Ziel und durfte seinen ersten Titelgewinn in der MINI Trophy bejubeln. Doch es war mehr als knapp: Weil Jürgen Schmarl am Finalwochenende mit der Pole Position, zwei Rennsiegen und zwei schnellsten Rennrunden die Maximalpunktzahl von 63 Zählern holte, hatte Tekaat am Schluss nur einen einzigen Punkt mehr auf seinem Konto als der Vorjahres-Champion. Steve Kirsch belegte in der Abschlusstabelle den dritten Platz vor Andre Fleischmann und Patrick Assenheimer (PETRONAS-Assenheimer-Racing). Vergleichsweise spannend verlief auch die Entscheidung in der Gentleman-Wertung.

Dirk Lauth wurde Vizechampion der Gentleman-Wertung - Foto: racevision.de

Da Dirk Lauth im letzten Lauf nicht über Rang zwölf hinauskam, ging der Titel des besten Gentleman schließlich an den am Samstag und Sonntag von Hockenheim zum Zuschauen verurteilten Steven Fürsch. Nur drei Punkte trennten die beiden Kontrahenten. Bestes Team war nach insgesamt 13 Saisonrennen das Team Fast Forward mit den beiden Piloten Jürgen Schmarl und Andre Fleischmann, gefolgt vom Duo Thomas Tekaat und Henry Littig, die für die Mannschaft Besaplast Team Dombek starteten. Neben den spannenden Entscheidungen auf der Strecke wurde den MINI-Fahrern beim Finale auch sonst viel geboten. So durften sie beim allseits beliebten MINI Korso ihren MINI mit Straßenzulassung eine Runde um die Formel-1-Strecke von Hockenheim bewegen. Am Sonntagabend schließlich endete die Saison mit einer großen Abschlussparty, bei der auch die neuen Titelträger geehrt wurden. Zusammen mit den beiden ADAC-Serien GT Masters und Formel Masters sowie dem ATS Formel 3 Cup feierten die erfolgreichen MINI-Protagonisten bis in den frühen Morgen.

Das Ende der MINI Trophy

Das aufregende Saisonfinale war auch gleichzeitig das Finale der MINI Trophy, die in diesem Jahr zum letzten Mal ausgetragen wurde. Aufgrund einer strategischen Neuausrichtung hat die MINI Markenführung und der Vertrieb Deutschland beschlossen die MINI TROPHY im kommenden Jahr nicht weiter als Partner zu unterstützen. Durch den Wegfall des Hauptsponsors kann die MINI Trophy daher leider nicht weiter ausgerichtet werden. Die MINI-Rennfahrzeuge werden aber innerhalb anderer Serien weiterhin auf der Rennstrecke unterwegs sein. Die MINI Trophy dankt allen Fahrern, Teams, Partner und Fans für Ihre Unterstützung!


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