MINI Trophy

Littig bester Gentleman - Marioneck & Tekaat siegen in Österreich

Thomas Tekaat und Lennart Marioneck siegten bei der MNI Trophy auf dem Red Bull Ring. Jürgen Schmarl bleibt Tabellenführer.

Motorsport-Magazin.com - Das vergangene Wochenende führte die Teams und Fahrer der MINI Trophy nach Österreich, um auf dem Red Bull Ring die Saisonrennen acht und neun auszutragen. Mann des Wochenendes war Thomas Tekaat, der einmal siegte und einmal Rang zwei belegte. Serien-Neuling Lennart Marioneck freute sich am Samstag über seinen ersten Triumph in der MINI Trophy. Tabellenführer bleibt weiterhin der Österreicher Jürgen Schmarl.

Er hat erst zwei Rennen der MINI Trophy auf dem Buckel, aber auf dem Red Bull Ring konnte er bereits seinen ersten Sieg einfahren: GT-Pilot Lennart Marioneck (HTC One MINI Racing Team), der von der ADAC Stiftung Sport unterstützt wird, hat sich mehr als schnell in die MINI Trophy eingelebt. Im ersten Durchgang, auf dem Red Bull Ring hatte der 24-jährige Bamberger allerdings viel Arbeit vor sich, bevor er sich als Sieger feiern lassen durfte.

Nach dem Start setzte sich zunächst Andre Fleischmann (Team Fast Forward) in Führung, während Marioneck als Zweiter vor Jürgen Schmarl (Team Fast Forward) folgte. Unterdessen machte sich der vom letzten Startplatz ins Rennen gegangene Thomas Tekaat (Besaplast Team Dombek) auf den Weg durch das Feld. Nach einer Runde war er schon Sechster, vier Umläufe später hatte der angriffslustige 21-jährige bereits Platz drei erobert. Doch er war noch lange nicht satt und setzte den führenden Fleischmann unter Druck.

Der Zweikampf der beiden Frontrunner sorgte dafür, dass die folgenden Piloten Marioneck, Schmarl und Steve Kirsch (Frensch-Power-Motorsport) den Anschluss wieder herstellen konnten und den Zuschauern vor allem im letzten Renndrittel eine extrem spannende Auseinandersetzung boten. Die fünf MINI-Piloten jagten sich im Millimeterabstand nebeneinander um die Berg- und- Talbahn in der Steiermark und wechselten ständig die Positionen. Am Ende hatte Lennart Marioneck die Nase vorne und gewann vor Thomas Tekaat und Jürgen Schmarl. Der lange führende Andre Fleischmann verpasste das Podium mit Rang vier vor Steve Kirsch nur knapp, während Henry Littig (Besaplast Team Dombek) als Sechster den Pokal für den besten Gentleman erhielt.

Der schnellste Mann über 40 Jahre durfte das zweite Rennen des Wochenendes einen Tag später von der Pole Position beginnen und gewann den Sprint zur ersten Kurve. Doch schon im Laufe der ersten Runde verlor Littig Rang eins an Thomas Tekaat, der sich sofort vom Feld absetzen konnte. Tekaat gefiel das gesamte Rennen lang mit schnellen Rundenzeiten und fuhr einem nie gefährdeten Erfolg entgegen. Der zweitplatzierte Andre Fleischmann hingegen musste permanent seinen Rückspiegel beobachten, denn Steve Kirsch lauerte ständig in seinem Heck.

Littig bester Gentleman

Gelegentliche Angriffe des Chemnitzers wehrte der Nürnberger aber gekonnt ab und brachte so den zweiten Rang ins Ziel. Hinter Kirsch sah der Österreicher Jürgen Schmarl bei seinem Heimspiel als Vierter die Zielflagge. Henry Littig, der zwischenzeitlich bis auf den achten Platz zurückgefallen war, konnte bis zum Ende des Rennens noch drei Positionen gutmachen und beendete den neunten Saisonlauf der MINI Trophy als Fünfter und abermals als bester Gentleman.

In der Gesamtwertung hat nach wie vor Vorjahres-Champion Jürgen Schmarl die Führung inne, aber er spürt bereits den Atem der beiden punktgleichen Verfolger Thomas Tekaat und Andre Fleischmann. Vier Läufe vor Saisonende hat Schmarl noch einen Vorteil von zwölf Zählern auf Tekaat und Fleischmann.

Und auch Steve Kirsch, der 13 Punkte hinter Fleischmann lauert, besitzt noch Chancen auf den Titel des Jahres 2013, der mit der Teilnahme an einer Sichtung in einem BMW Z4 GT3 des BMW Teams Schubert Motorsport verbunden ist. Damit bekommt der Champion der MINI Trophy 2013 die Gelegenheit, den Spuren von Talenten wie Dominik Baumann, Nico Bastian, Harald Proczyk, Daniel Keilwitz oder Johannes Stuck zu folgen, die alle erfolgreiche GT-Piloten geworden sind und zuvor bereits ihre Fähigkeiten in einem MINI John Cooper Works Challenge unter Beweis gestellt hatten.


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