Formula Student

Austria goes International - Teamvorstellung - TU Graz Racing

Das TU Graz Racing Team nimmt jedes Jahr mit einem neuen Rennwagen an der Formula Student teil - auch über die europäischen Grenzen hinaus.

Motorsport-Magazin.com - Schon im Jahr 2002 gegründet, bietet das TU Graz Racing Team einiges an Know-How und Erfahrung, die jedes Jahr einem neuen Prototypen für die Formula Student-Bewerbe zu Gute kommen. Ziel war von jeher die kompromisslose Verbindung von Technologie, Wissen aber auch Spaß und Hobby. Jedes Jahr formiert sich ein neues Team, das aus etwa 50 Studentinnen und Studenten - teils aus den Mitgliedern der alten Teams, teils aus neuen engagierten Studenten der Grazer Universitäten, die ihr theoretisches Wissen auch in die Praxis umsetzen wollen - besteht. Um das Ganze auch fachgerecht koordinieren zu können, teilt sich das Team in 5 Module auf, die eigenständig ihre Lösungen für ihr Fachgebiet erarbeiten, welche unter den Leitern im Vorhinein beschlossen wurden.

Der TANKIA ist stolz auf seine Herkunft - Foto: adrivo

In der Zwischenzeit hat sich bereits einiges an Fahrzeugen in Garagen angesammelt, welche unter dem Decknamen 'TANKIA' und 'MaxWheel' entwickelt wurden. Pünktlich zum zehnjährigen Gründungsjubiläum fand das Team auch die Zeit, alle Fahrzeuge der bisherigen Geschichte zu versammeln, und gegeneinander antreten zu lassen. Mit den Elektroboliden - seien sie auch noch so sehr vom Pech verfolgt - erreicht TU Graz Racing regelmäßig Preise, sei es für das technologische Wissen, welches in Ihnen verpackt wurde, sei es für ihre besondere Energieeffizienz.

Mit den Fahrzeugen der Serie TANKIA, konsequent auf Leichtbau und Leistungsmaximierung getrimmte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, ist TU Graz Racing eines der bekanntesten Teams in Europa geworden. Und bevor man sich über die Namensgebung wundert, es hat nichts mit Bulgarischen Panzern zu tun, sondern steht als Abkürzung für "There are no Kangaroos in Austria", um der Verwechslung mit australischen Teams vorzubeugen.

TANKIA - There are no Kangaroos in Austria
TU Graz Racing

Und diese Gefahr bestünde wohl nicht, wäre TU Graz Racing nicht auch bei internationalen Rennen am Start. Neben Wettbewerben in Deutschland, Italien oder Großbritannien ist das Team nämlich auch noch - als eines der wenigen europäischen Teams - regelmäßig beim Wettbewerb in der US-Autostadt Detroit vertreten. Und das sehr erfolgreich: 2009 feierten die Studenten den großen Sieg in den Vereinigten Staaten als erstes uns bisher einziges europäisches Team, und auch die restlichen Jahre kam das Team mit Topplatzierungen aus Übersee zurück.

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Auch in diesem Jahr ist die Technische Universität Graz wieder dabei, ein Fahrzeug zu bauen. Um wieder auf Kompromisse verzichten zu können, konzentrieren sich die angehenden Ingenieure in dieser Saison auf ein einziges Fahrzeug. Ziel war es auch diesmal, den Leichtbau konsequent umzusetzen, sei es mit leichteren Felgen aus Karbon, einem einteiligen Chassis, aber auch Gewichtseinsparungen bei einem selbst modifizierten KTM Ein-Zylinder-Motor.

Die Felge wiegt weniger als 800 Gramm - Foto: adrivo

Jedes Bauteil wurde auf sein Gewicht analysiert und optimiert. Mit teils beachtlichen Ergebnissen: So haben die Karbonfelgen ein Gewicht von ungefähr 790 Gramm, das fertige Monocoque wiegt weniger als der Motor, das Fahrwerk besteht aus 90 Prozent Karbonkomponenten, jedes Teil wird selbst konstruiert und gefertigt. Mittlerweile ist das Team bereits in der Endfertigung der letzten Bauteile des neuesten Fahrzeuges, des TANKIA 2013 und wartet auf die ersten warmen Frühlingstage, an denen es den jüngsten der TANKIA-Familie auf die steirischen Teststrecken loslassen kann.


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