Max Verstappen glänzte im ersten Freien Training in Kanada mit der Bestzeit von 1:13,193 Minuten. Der Red Bull-Pilot war auf den weichen C6-Reifen der Schnellste in der ersten Session. Dahinter folgte überraschend das Williams-Duo Alex Albon und Carlos Sainz. Auffällig: Beide McLaren waren in der Session zumeist im Mittelfeld zu finden, am Ende konnte sich Lando Norris zumindest auf P7 verbessern. Allerdings betrug sein Rückstand 0,458 Sekunden auf Verstappen. Teamkollege Oscar Piastri beendete das Training auf Rang 14.

Die Grip-Verhältnisse in der ersten Freitagssession waren alles andere als einfach. Viele Fahrer hatten mit mangelnder Traktion zu kämpfen – zur Freude der zahlreichen Fans, die einige Ausrutscher live an der Strecke miterlebten. Auch die berüchtigte Wall of Champions am Ausgang der letzten Kurve 14 zog die Autos magisch an, unter anderem touchierten Nico Hülkenberg und Max Verstappen die Mauer leicht.

Das Ergebnis: Hinter Verstappen und den beiden Williams-Piloten reihte sich George Russell auf Rang vier ein. Der Mercedes-Pilot stand letztes Jahr in Montreal auf der Pole Position, im Rennen wurde er schließlich Dritter. Fünfter wurde Lewis Hamilton, der sich mit Michael Schumacher den Rekord für die meisten Siege (7) auf dem Circuit Gilles-Villeneuve teilt. Sein Rückstand auf die Bestzeit von Verstappen: 0,427 Sekunden. Die Top-10 komplettierten Isack Hadjar, Norris, Liam Lawson, Pierre Gasly und Leclerc. Lokalmatador Lance Stroll ist nach seiner OP zurück im Cockpit, in der ersten Session landete der Aston-Martin-Pilot auf Rang 15.

Die Zwischenfälle: Bereits nach drei Minuten im ersten Freien Training gab es die erste Gelbphase. Auslöser: Franco Colapinto verlor auf seiner ersten Push-Lap am Ausgang von Kurve 2 die Kontrolle über seinen Wagen. Glück im Unglück: Colapinto konnte weiterfahren. Eine Rotphase wurde durch Charles Leclerc ausgelöst.

Der Ferrari-Pilot war am Eingang von Kurve 3 zu schnell unterwegs. Er versuchte, über das Gras zurück auf die Strecke zu gelangen, prallte dabei jedoch in Kurve 4 mit dem linken Vorderreifen gegen die Streckenbegrenzung. Auch Lewis Hamilton erlebte eine Schrecksekunde, als in Kurve 10 das Heck des SF-25 ausbrach und er sich in der Haarnadelkurve drehte. Anders als Leclerc konnte er weiterfahren.

Die Technik: Fünf Teams haben Updates nach Kanada gebracht, darunter McLaren. Der neue Frontflügel wird voraussichtlich nur am Freitag zum Einsatz kommen, die neue Vorderradaufhängung soll Probleme beheben, die McLaren mit dem Frontverhalten des Autos hatte, von denen insbesondere Lando Norris in dieser Saison betroffen war. Die Aufhängung steht beiden Fahrern zur Verfügung, bevor entschieden wird, ob sie auch das restliche Wochenende zum Einsatz kommt.

Mercedes hat einige kleine Updates vorgenommen. Eines davon ist ein etwas größerer Einlass für die vordere Bremsbelüftung, um der hohen Bremsbelastung Rechnung zu tragen. Außerdem setzt Mercedes erneut auf die in Imola erstmals eingesetzte Hinterradaufhängung. Ferrari und Red Bull haben an diesem Wochenende keine Neuerungen am Auto. Weitere Updates gibt es bei Racing Bulls (Frontflügel, hintere Ecke), bei Aston Martin (vordere Ecke) und bei Alpine (Frontflügel).

Das Wetter: Das erste Freie Training auf dem Circuit Gilles Villeneuve ging bei einer Streckentemperatur von 42°C und einer Lufttemperatur von 16°C über die Bühne. Der Freitag soll der kühlste Tag des Rennwochenendes sein, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 20%.

Am Donnerstag wurde in Montreal zwar noch nicht gefahren, Neuigkeiten gab es im Fahrerlager aber eine ganze Menge. Christian bringt euch im Video auf den aktuellen Stand!

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