DRS

Zögernden Saisonbeginn rasch aufgeholt - Schaaf setzt auf Innovation

Flüssiggas-Team aus dem Schwabenländle fährt ganz vorne mit.
von Uwe Köllner

Motorsport-Magazin.com - Für Jörg Schaaf und sein Team ist eine überaus erfolgreiche Saison 2008 zu Ende gegangen. Die pfiffigen Schwaben, die auf die umweltfreundliche und günstige Flüssiggas-Technik setzen, platzierten sich mit ihrem Subaru Impreza WRX Sti auf dem vierten Rang der DRS. Eine enorme Leistung, da das Fahrzeug laut Jörg Schaaf nicht dem enorm hohen Standard der Östereicher wie zum Beispiel Danzinger und Stohl entspreche. Dennoch blieb er Anton Werner, Rainer Noller und Thomas Robel dicht auf den Fersen.

Eine erfolgreiche Kooperation, wie das Saisonergebnis für Jörg Schaaf und seine Beifahrerin Susanne Wahl beweist.

Im Gespräch mit dem adrivo Motorsport-Magazin blickt der Schwabe auf die vergangenen Rallyes zurück: "Die Saison hat dieses Jahr etwas zögernd angefangen. Gleich im ersten Rennen zur DRS, der Rallye Baden Württemberg, ist im Shake down der Turbo von unserem Subaru ausgefallen. Somit mussten wir in einer Nachtaktion unseren alten Flüssiggas Ford Focus aktivieren und damit am Samstag die Veranstaltung bestreiten.

Der zweite Lauf, die Rallye Wartburg, ist ganz gut gelaufen, doch auf den holprigen Strecken hatten wir ein paar Probleme mit dem zu harten Fahrwerk. Beim dritten Lauf, der Rallye Niederbayern, ist alles perfekt gelaufen, wir landeten auf dem 13. Platz der Gesamtwertung.

Zum vierten Lauf, der Rallye Thüringen, haben wir eine neue Reifenmarke ausprobiert. Das hätten wir lassen sollen, denn bei der WP 4 bescherte uns ein Plattfuß mindestens fünf Minuten Zeitverlust - der erste Plattfuß seit ich Rallye fahre. Während der Herbstrallye Leiben, dem fünften Lauf, waren wir am Vormittag so oft neben der Strecke wie sonst im ganzen Jahr zusammen nicht. Susanne hatte Grippe und ich konnte mich auch nicht richtig konzentrieren. Doch ab dem Nachmittag ging es dann besser und wir konnten noch den zweiten Platz in der Klasse retten. Aber in Eisenberg, dem sechsten Lauf, sind wie im Jahr 2007 auf der WP1 nach 700 Metern ausgefallen.

Dadurch, dass wir ein privates Team sind und nicht so viele Sponsorgelder zur Verfügung haben, ist unser Fahrzeug natürlich nicht auf einem so hohen Stand wie die österreichischen Erdgasautos von beispielsweise Danzinger und Stohl. Wir haben im Moment 240PS und 450 Nm Drehmoment. Auch das Fahrwerk ist lediglich ein KW Straßensport Fahrwerk und kein Rallye Fahrwerk. Ich denke, wenn man dies mitberücksichtigt, sind unsere Leistungen gar nicht so schlecht."

Für die kommende Saison sind die Planungen noch nicht abgeschlossen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Schaaf/Wahl wieder an der DRS teilnehmen. Mit welchem Auto aber, das wissen sie noch nicht.

Jörg Schaaf ist 43 Jahre alt und Vater von drei Kindern, seine Frau Heike kümmert sich um das Wohl des Teams. Der Race Engineer bei Hankook Tire in Hannover betreibt seit 1986 Rallyesport. Seine Beifahrerin, die Bürokauffrau Susanne Wahl aus Welzheim, ist seit 1989 dem Rallyesport verfallen und seither als zweifache Mutter "mit kleiner Kinderpause" im Cockpit von Schaaf mit unterwegs.


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