DRS

Opel-Werk entwickelt sich zum neuen Mittelpunkt der Rallye - Wartburg-Rallye im Zeichen des Opel-Blitz

Die 51. ADAC Wartburg-Rallye ist in diesem Jahr der 3. Lauf zur Deutschen Rallye Serie (DRS) des Automobilclubs von Deutschland (AvD).

Motorsport-Magazin.com - Neben der DRS werden auch wieder über 30 historische Fahrzeuge des Historic Rally Cups wie auch der Slowly Sideways an den Start gehen. Neu ist der Servicepark auf dem Mitarbeiterparkplatz des Opel-Werks. Insgesamt dürfen die 100 Teilnehmer rund 130 Kilometer auf Bestzeit, die sich auf 8 unterschiedliche Prüfungen konzentrieren, absolvieren. Im sportlichen Mittelpunkt steht das Duell der Porsche-Piloten: Olaf Dobberkau (Schleusingen) möchte in seinem Porsche 911 GT3 seinen Vorjahressieg wiederholen und in seiner Heimat die Führung in der DRS behaupten. Anton Werner (Altfraunhofen) und Maik Stölzel (Zwickau) in ihren Porsche 911 GT3 kämpfen ebenfalls um den Gesamtsieg. Anton Werner möchte die Chance nutzen, die Gesamtführung der DRS zu erobern. Diese Möglichkeit hat auch Mario Kunstmann (Beierfeld) im serienmäßigen Mitsubishi Lancer.

Neue Service-Heimat am Opel-Werk

"Stand die 50. Rallye Wartburg noch ganz im Zeichen der langen Tradition des Vereins und der Veranstaltung selbst, so möchten wir dieses Jahr einige Neuerungen einführen", berichtet Thomas Gimm, PR-Verantwortlicher des MC Eisenach und ergänzt: "Die größte Veränderung ist die Verlegung des Serviceplatzes. In den letzten Jahren ist unser Starterfeld stetig gewachsen. Das hatte zur Folge, dass unser Platzbedarf für die Teilnehmer ebenfalls immer größer geworden ist. Aus diesem Grund suchten wir nach einer neuen Alternative und freuen uns darüber, dass die Opel Eisenach GmbH uns die Mitarbeiterparkplätze vor dem Opel Tor 1 bereitstellt." Somit rückt die Veranstaltung näher an den ortsansässigen Automobilhersteller. Im Festzelt auf dem Serviceplatz wird es erstmals eine moderierte technische Abnahme geben. "Wir möchten damit die Zuschauer noch umfassender informieren und den Serviceplatz noch attraktiver gestalten", erklärt der Organisationsleiter Thomas Schlagenhoff.

Los geht es am Freitagabend von 19 bis 21.30 Uhr: Ein neuer Shakedown zum Abschlusstest der Teams befindet sich in diesem Jahr im Gewerbegebiet Stedtfeld, direkt neben dem Opelwerk. Die Zuschauer können diese Strecke bequem vom Serviceplatz aus erreichen: Ein Shuttle Bus organisiert einen reibungslosen Transfer zwischen dem Servicepark und der Test-Wertungsprüfung. Dieser Bus kann kostenlos mit der gültigen Eintrittskarte genutzt werden.

Der offizielle Start erfolgt am Samstagmittag um 14.30 Uhr auf dem Marktplatz in der Innenstadt von Eisenach. Danach werden 4 Wertungsprüfungen (WP) gefahren, die fast identisch mit der Streckenführung aus dem vergangenen Jahr sind. Ähnlich verhält es sich mit den 4 Prüfungen des 2. Tages, die um 8.30 Uhr in Angriff genommen werden. Im Ziel wird das 1. Fahrzeug am Sonntag gegen 14.30 Uhr erwartet. Als neue WP konnte Frauensee – Gospenroda (WP4/8) integriert werden. "Start der Prüfung ist kurz nach dem Ortsausgang Frauensee und Ziel kurz vor Gospenroda. Es geht ca. 9 km wahnsinnig schnell durch den Wald. Die WP hat in der Mitte ein Stück mit Kopfsteinpflaster, das gerade bei Regen zu einer besonderen Herausforderung wird", bemerkt Rallyeleiter Dieter Glänzer.

Auch in diesem Jahr haben sich wieder einige der wunderschönen alten Rallyefahrzeuge, auch Slowlys Sideways genannt, in Eisenach angekündigt. Ergänzt werden sie um den Historic Rally Cup, der nicht auf Bestzeit, sondern auf Gleichmäßigkeitsfahrten mit einer vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeit ausgelegt ist.

Rallye-Historie aus Rüsselsheim und Eisenach

Ein besonderes Bonbon für alle Zuschauer ist der Bastos Kadett aus dem Opel-Museum in Rüsselsheim. "Wir werden zur Veranstaltung das Auto nach Eisenach holen und im Rallye Zentrum ausstellen", erklärt Thomas Gimm. "Momentan versuchen wir noch in Rüsselsheim den Original Opel Kadett von Sepp Haider flott zu machen, um ihn im Programm der Slowly Sideways für die zahlreichen Opel-Fans  einzusetzen." Sepp Haider hatte mit diesem Auto vor genau 20 Jahren im Opel-Werks-Team bei der Wartburg-Rallye alles in Grund und Boden gefahren. "Das Schwesterauto bekam damals der letzte DDR-Meister im Rallye-Sport. Es war der schnellste Fleischer der DDR, unser Vereinsmitglied Eberhardt Uth. Leider konnte er das Tempo von Sepp Haider nicht mitgehen. Seine Rallye endete mit einem Abflug", berichtet Thomas Gimm.

Am gleichen Wochenende werden auch die Wartburgfreunde ihr Jahrestreffen in der Adam Opel Straße veranstalten. "Wir haben damit zwei tolle Auto-Events an einem Wochenende in derselben Straße. Das freut besonders unseren Oberbürgermeister Matthias Doht, der ja bekanntlich ein großer Fan der Wartburg-Rallye und der Marke Wartburg ist. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir den Markplatz von Eisenach als offiziellen Startort nutzen dürfen", berichtet Thomas Schlagenhoff.


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