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Verunglückte Formel 1-Fahrer

Das Formel 1 Forum früherer Tage...
Beitrag Samstag, 13. Oktober 2012

Beiträge: 58
Peter Revson

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Karriere
Revson bestritt seine ersten Rennen in der Formel-1-Saison 1964 mit einem Lotus-B.R.M.. Seine beste Platzierung nach vier Starts war der 13. Platz beim Großen Preis von Italien. In Monte Carlo konnte er sich nicht qualifizieren und in Rouen musste er seinen Wagen vor dem Rennen an Mike Hailwood abtreten.
Dann fuhr Revson wieder auf dem amerikanischen Kontinent in verschiedenen Rennserien (Can-Am, Trans-Am und anderen). Sein größter Erfolg in dieser Zeit war der zweite Platz beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis 1971 auf einem McLaren-Offenhauser hinter seinem Landsmann Al Unser.
Seinen nächsten Formel-1-Einsatz hatte Revson erst beim Großen Preis der USA in der Saison 1971 für Tyrrell. Doch bereits in der ersten Runde kam für ihn das Aus mit Kupplungsschaden.
Es folgten 1972 und 1973 zwei für Revson sehr erfolgreiche Jahre im McLaren-Team. Revson erreichte bei 23 Starts für McLaren insgesamt 61 WM-Punkte. Seine besten Platzierungen waren zwei Siege (beim Großen Preis von Großbritannien und beim Großen Preis von Kanada im Jahr 1973) sowie zwei zweite und vier dritte Plätze. In beiden Saisons belegte er den fünften Platz in der Fahrerwertung.

Revson bei einem Training in Lime Rock
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Unfallhergang
Nachdem er 1974 für Shadow in zwei Rennen wegen technischer Probleme nicht ins Ziel gekommen war, verunglückte er bei Testfahrten für den Großen Preis von Südafrika in Kyalami am Steuer eines Shadow-Ford DN3 tödlich. Bei der Anfahrt auf die Sunset Bend brach die Aufhängung. Sein Fahrzeug kam von der Strecke ab, raste in die Leitschienen und fing sofort Feuer. Revson starb noch an der Unfallstelle an seinen Verletzungen.

Starts: 30
Siege: 2
Podestplätze: 8
WM-Punkte: 21
Beste WM-Platzierung: WM-Fünfter (1972, 1973)
Peter Jeffrey Revson (27.02.1939 - 22.03.1974)
Rennsport ist Geschwindigkeit !!!

Beitrag Donnerstag, 18. Oktober 2012

Beiträge: 58
Helmut Koinigg

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Karriere
Sein erster Versuch in der Formel 1 beim Grand Prix von Österreich 1974 endete mit einer Nicht-Qualifikation in einem Brabham BT42 des italienischen Finotto Teams.
Beim Team Surtees kündigten nacheinander die beiden Stammfahrer Carlos Pace und Jochen Mass, da sie der Meinung waren, das Fahrzeug sei zu unsicher. John Surtees bot daraufhin Koinigg einen Test in Goodwood an und offerierte ihm anschließend einen Zweijahresvertrag. Beim Großen Preis von Kanada auf dem Mosport International Raceway fuhr er mit einem Surtees TS16 nach Platz 22 am Start als Zehnter durchs Ziel und brachte dem Team eines der besten Ergebnisse in der Saison.

Koinigg in seinem Surtees in Watkins Glen
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Unfallhergang
Zwei Wochen später beim Großen Preis der USA in Watkins Glen erreichte Koinigg ebenfalls nur den 22. Startplatz. In der neunten Runde kam er aus ungeklärten Gründen in der Rechtskurve "The Loop" von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug geriet unter die Leitplanken, wobei Koinigg der Kopf abgerissen wurde.

Auf den Tag genau ein Jahr vorher verunglückte der französische Formel-1-Pilot François Cevert auf derselben Rennstrecke eine Kurve vorher tödlich.

Starts: 2
WM-Punkte: 0
Helmut Koinigg (03.11.1948 - 06.11.1974)
Rennsport ist Geschwindigkeit !!!

Beitrag Donnerstag, 25. Oktober 2012

Beiträge: 58
Mark Donohue

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Karriere
Er fuhr von 1971 bis 1975 Formel 1 für McLaren-Ford und Penske-Ford. 1972 gewann er die 500 Meilen von Indianapolis, 1973 auf einem Porsche 917/30 Spyder den Canadian-American Challenge Cup.

Unfallhergang
Beim Warm-Up am 17. August 1975 zum Großen Preis von Österreich in Zeltweg verunglückte er tödlich. Durch einen defekten Reifen verursacht, verlor Donohue die Kontrolle, überschlug sich mehrfach und kam an einer Reklametafel zum liegen. Ein Streckenposten wurde getötet. Donohue klagte nach dem Unfall über starke Kopfschmerzen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort fiel er in ein Koma und starb zwei Tage später an einer Hirnblutung.

Donohue 1971 nach seinem Sieg bei einem Rennen in Pocono
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Starts: 14
Podestplätze: 1
WM-Punkte: 8
Beste WM-Platzierung: WM-15. (1975)
Mark Donohue (18.03.1937 - 19.08.1975)
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Beitrag Samstag, 27. Oktober 2012

Beiträge: 58
Tom Pryce

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Karriere
Seine Karriere begann Pryce 1970 in der Formel Ford, kurz danach wechselte er in die Formel Super Vee und schließlich 1972 in die Formel-3-Serie Großbritanniens. Aufgrund guter Leistungen und seines großen Talents bekam er die Chance für Ron Dennis in der Formel 2 zu fahren, welche für ihn zum Sprungbrett in die Formel 1 wurde.
Sein Debüt in der „Königsklasse“ fuhr Pryce für das Token-Team beim Großen Preis von Belgien 1974, der auf dem Circuit Nivelles-Baulers stattfand. 1975 gewann er das legendäre Race of Champions in Brands Hatch. Spätestens nach diesem Sieg galt er als das größte britische Rennsporttalent seit Roger Williamson und Tony Brise. Mit der Pole-Position beim Großen Preis von Großbritannien 1975 und zwei dritten Plätzen beim Großen Preis von Österreich 1975 in seinem neuen Team Shadow und dem Großen Preis von Brasilien 1976, konnte er sich endgültig in der Formel 1 etablieren.

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Unfallhergang
Pryce verunglückte beim Großen Preis von Südafrika in Kyalami am 5. März 1977 tödlich. Zwei junge Streckenposten überquerten die Piste, um den stehengebliebenen und kurzzeitig in Flammen stehenden Shadow von Pryce’ Teamkollegen Renzo Zorzi zu löschen. Da die Unfallstelle direkt hinter einer Bergkuppe mit leichtem Rechtsknick („The Kink“) auf der Start-Ziel-Geraden lag, waren die zwei Streckenposten für die Piloten eines herannahenden Wagenpulks nicht zu sehen. Der Deutsche Hans-Joachim Stuck konnte knapp ausweichen. Tom Pryce im Shadow-Ford DN8 hatte keine Möglichkeit zu reagieren und erfasste einen der Streckenposten, den 19-jährigen Frederick Jansen Van Vuuren, mit rund 280 km/h. Der Feuerlöscher des Streckenpostens traf Pryce am Kopf, beide waren sofort tot. Der Shadow-Ford DN8 von Pryce raste unkontrolliert die Start-Ziel gerade hinunter und kollidierte an der Crowthorne-Kurve mit Jacques Laffite, der ihn kurz zuvor überholt hatte. Laffite blieb unverletzt. Das Rennen wurde trotzdem fortgesetzt.

Starts: 42
Poles: 1
Podestplätze: 2
WM-Punkte: 19
Beste WM-Platzierung: WM-Zehnter (1975)
Thomas Maldwyn „Tom“ Pryce (11.06.1949 - 05.03.1977)
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Beitrag Donnerstag, 22. November 2012

Beiträge: 58
Ronnie Peterson

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Karriere

Von 1970 bis 1972 fuhr Peterson für March-Ford und erreichte 1971 durch zahlreiche Platzierungen in den Punkten, aber ohne einen Sieg die Vizeweltmeisterschaft. 1972 fuhr er zusammen mit dem damaligen Formel-1-Neuling Niki Lauda, konnte aber seine Vorjahreserfolge aufgrund der Fehlkonstruktion March 721X nicht wiederholen. Für 1973 verpflichtete ihn das Team Lotus. In seiner ersten Lotus-Saison 1973 fuhrt er an der Seite des amtierenden Weltmeisters Emerson Fittipaldi. Er war im Training meist schneller als dieser, konnte aber v.a. in der ersten Saisonhälfte viele Rennen nicht beenden, so das er sich Fittipaldi in der Endabrechnung geschlagen geben musste. In Le Castellet gewann er seinen ersten Grand-Prix. In den Jahren 1974 und 1975 setzte Lotus nach der Fehlkonstruktion Lotus 76 weiterhin den bereits 1970 eingeführten Typ 72 ein, der zunehmend veraltete und Peterson v.a. 1975 an besseren Resultaten hinderte. Zu Beginn der Saison 1976 wechselte er daher wieder zum March-Team, für das er den Großen Preis von Italien gewinnen konnte, ansonsten aber häufig ausfiel. Die Saison 1977 bestritt Peterson für Tyrrell-Ford unter Ken Tyrrell mit dem sechsrädrigen P34 jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.

Unfallhergang
Beim Großen Preis von Italien in Monza 1978 verunglückte Peterson tödlich. Kurz nach dem Start geriet er in eine Massenkarambolage von mehreren Fahrzeugen. Der Lotus von Peterson ging in Flammen auf und kreiselte über die Strecke. Er konnte durch den Einsatz mutiger Kollegen rasch befreit werden. Der Fahrer Vittorio Brambilla erlitt bei der Massenkarambolage ebenfalls schwere Verletzungen, erhohlte sich aber davon. Peterson kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus nach Mailand und starb dort einen Tag später an einer Embolie.

Starts: 123
Siege: 10
WM-Punkte: 206
Schnellste Rennrunden: 9
Beste WM-Platzierung: Vizemeister (1971, 1978
Bengt Ronald „Ronnie“ Peterson (14.02.1942 - 11.09.1978)
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Beitrag Samstag, 24. November 2012
0ph 0ph

Beiträge: 1365
Petersons Verletzungen nach dem Unfall waren doch gar nicht so schlimm.
Er starb doch viel mehr an Ärztepfusch, oder?

Beitrag Sonntag, 25. November 2012

Beiträge: 1199
Ärztepfusch ist ein ziemlich hartes Wort. Embolien, an denen Peterson schlußendlich verstarb sind bei solchen Unfällen bzw Verletzungen nicht auszuschließen. Inwieweit sie zuverhindern sind? Leider nicht 100 Prozentig :(

Mit traurigen Gruß
Daniel
Diskutiere niemals mit Idioten!
Erst ziehen sich dich auf ihr Niveau
und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.

(c) by Mark Twain

Beitrag Montag, 26. November 2012
0ph 0ph

Beiträge: 1365
Ja eine Embolie.
Begünstigt durch das Beatmungssystem, was Peterson vor dem Erstickungstot im Auto retten sollte.
Die Ärzte bedachten dies nicht und operierten, auch auf Druck von Peterson, der schnell wieder fit werden wollte.


Alles allerdings aus dem Gedächtnis. Bestätigungen wären gut :D

Beitrag Montag, 26. November 2012
AWE AWE

Beiträge: 13287
Bestätigt :-)

Peterson hatte damals unglücklicherweise den Helm aufgelassen und das Lebensrettungssystem aktiviert , d.h. er bekam Sauerstoff zugeführt . Das hätte ihm auch das Leben gerettet ,wenn ihn die Ärzte nicht noch in der Nacht am Bein operiert hätten . Eine Aktion die jeder Medizinstudent ab dem zweiten Semester nicht mehr tun würde ,denn
dadurch konnte das bei der Verbrennunng von Polyester entstandene Clorgas und zusammen mit dem Sauerstoff
eingeatmet ,seine tötliche Wirkung erst entfalten . Ohne die OP in dem Zustand wäre Peterson wahrscheinlich heute noch am Leben . Lt. Gutachten war die Überlebenschance bei der Verletzung bei 96 %
Watkins der ab 1978 das medizinische System in der F1 auf Vordermann bringen sollte ,wurde von Uniformierten mit dem Gummiknüppel daran gehindert , Peterson zu helfen .Selbst Hunde wurden auf ihn gehetzt ,damit er nicht verhindern konnte ,das Peterson mit seinen 27 Knochenbrüchen an beiden Beinen auf einer Armeetrage hunderte Meter rumgezerrt wurde ,ehe überhaupt mal ein Krankenwagen erschien . Die Einlieferung ins Hospital und die Behandlung wurden zum absoluten Tollhaus , selbst aus dem OP berichteten TV Sender live . In den Fluren und dem
OP muss es ausgeschaut haben wie in einem Bierzelt frühs um halb vier .
Im nachhinein sprachen viele von einer öffentlichen Hinrichtung

Beitrag Mittwoch, 12. Dezember 2012

Beiträge: 1
0ph hat geschrieben:
Ich habe mal gehört (Gerüchte Gerüchte :roll: ), dass er mit Stewart darüber diskutierte, in welchem Gang man diese Passage durchfahre. Cevert meinte entgegen von Stewart, man könne es auch in einem höheren Gang schaffen...



Wenn ich mich recht erinnere, dann war es genau umgekehrt: Stewart meinte, man solle die Esses nach Start und Ziel im fünften Gang fahren, weil dann das Auto mit niedrigerer Drehzahl ruhiger liegen würde. Cevert versuchte es im Vierten und das Auto brach aus.

Beitrag Mittwoch, 12. Dezember 2012
0ph 0ph

Beiträge: 1365
Stimmt, macht auch viel mehr Sinn :D

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