Blancpain GT Series - 24h Spa 2017: So liefen die Trainings

Calado holt Last-Minute-Pole für Ferrari in der Superpole

Eine spannende Superpole ist in Spa zu Ende gegangen. Laurens Vanthoor und Mirko Bortolotti glänzten mit Top-Runden. Am Ende ging die Pole aber an Ferrari.
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Superpole: Calado (Ferrari) schnappt Bortolotti (Lambo) die Pole weg

Den ersten Kracher des Superpole-Shootouts zündete Lokalmatador Laurens Vanthoor im Bernhard-Porsche #117. Vanthoor fuhr gleich in seiner ersten Runde eine 2:17.9, die schnellste Zeit des bisherigen Wochenendes. Doch wenige Augenblicke später war Audi-Pilot René Rast nochmal eine Zehntel schneller. Vanthoor konnte aber noch kontern und fuhr sich mit einer 2:17.674 wieder an die Spitze. Rast verbesserte sich in seiner zweiten Runde zwar auch, scheiterte aber knapp an Vanthoors Messlatte.

Danach dauerte es eine Weile, bis auch weitere Fahrer 17er-Zeiten fahren konnten. Jonathan Adam stellte den Aston Martin #97 mit der exakt gleichen Zeit wie Vanthoor auf den zweiten Platz, Franck Perera brachte den HTP-Mercedes #84 auf den vierten Platz mit einer 2:17.8. Das sollte sich jedoch bald ändern, denn Mirko Bortolotti fuhr den Grasser-Lamborghini #63 mit einer 2:17.447 an die Spitze. Die Top-5 mit acht Minuten auf der Uhr: Lamborghini - Porsche - Aston Martin - Audi - Mercedes.

Das sollte es jedoch noch nicht gewesen sein, denn James Calado fuhr den Kaspersky-Ferrari #55 zunächst auf Platz vier, auf seiner zweiten Runde gar an die Spitze: 2:17.390 lautete nun die neue Benchmark. Bortolotti war damit nur noch Zweiter, nun vor Frederic Vervisch, der mit dem WRT-Audi #2 auf Platz drei kletterte. Danach waren die Plätze an der Spitze bezogen: Kaspersky-Ferrari mit den Fahrern Fisichella / Cioci / Calado startet von der Pole-Position aus in die 24 Stunden von Spa 2017. Neben ihnen steht der Grasser-Lamborghini in der ersten Reihe.

24h Spa 2017: Die Superpole in voller Länge: (55:05 Min.)

Aus der zweiten Startreihe gehen der WRT-Audi #2 dank Frédéric Vervisch und der Bernhard-Porsche #117 dank Laurens Vanthoor ins Rennen. Reihe drei besteht aus dem Aston Martin #97 (Jonathan Adam) und dem WRT-Audi #1 (René Rast). Die weiteren Fahrzeuge in den Top-10: HTP-Mercedes #84 (Franck Perera), Emil Frey Jaguar #14 (Albert Costa), ISR-Audi #75 (Clemens Schmid) und RJN-Nissan #23 (Lucas Ordonez).

24h Spa 2017: Die Top-10 der Superpole

P Fahrer Team-Auto Zeit Gap
1. Fisichella / Cioci / Calado Kaspersky-Ferrari #55 2:17.390
2. Bortolotti / Engelhart / Caldarelli Grasser-Lamborghini #63 2:17.447 0.057
3. De Phillippi / Mies / Vervisch WRT-Audi #2 2:17.630 0.240
4. Estre / Christensen / L. Vanthoor Bernhard-Porsche #117 2:17.674 0.284
5. Al Harthy / Yoluc / Adam / Hankey Aston Martin #97 2:17.674 0.284
6. Garcia / Müller / Rast WRT-Audi #1 2:17.726 0.336
7. Eriksson / Buhk / Perera HTP-Mercedes #84 2:17.859 0.469
8. Frey / Ortelli / Costa Emil-Frey-Jaguar #14 2:18.012 0.622
9. Albuquerque / Schmid / Salaquarda ISR-Audi #75 2:18.047 0.657
10. Ordonez / Buncombe / Chiyo RJN-Nissan #23 2:18.084 0.694

Warm Up: Audi dominiert das Feld

Im 30-minütigen Warm Up konnten sich die Teams noch einmal auf die Bedingungen einschießen. Beim Aufwärmtraining am Freitagabend dominierte Audi das Geschehen. Zwischenzeitlich lagen fünf Ingolstädter Fahrzeuge in den Top-10, am Ende schafften es immerhin noch vier R8 LMS in diese Regionen. Zwei der Audi landeten dabei ganz vorne: Clemens Schmid im ISR-Audi #75 fuhr die Bestzeit in 2:18.179 und hatte damit schon fast drei Zehntel Vorsprung auf die Konkurrenz.

René Rast stellte den WRT-Audi #1 auf Platz zwei, gefolgt vom Porsche 911 GT3 R von Timo Bernhards Mannschaft. Dahinter reihte sich der zweite ISR-Audi ein, der lange Zeit in dieser Session auf Platz zwei lag. Auf Platz fünf folgte der beste Ferrari um Ex-F1-Star Giancarlo Fisichella, dahinter reihten sich die Titelverteidiger von ROWE-BMW und ein zweiter Ferrari ein. Die letzten Plätze in den Top-10 gingen an Mercedes-AMG, Audi und Bentley.

24h Spa 2017: Die Top-10 des Warm Ups

P Fahrer Team-Auto Zeit Gap
1. Albuquerque / Schmid / Salaquarda ISR-Audi #75 2:18.179
2. Garcia / Müller / Rast WRT-Audi #1 2:18.439 0.260
3. Estre / Christensen / L. Vanthoor Bernhard-Porsche #117 2:18.508 0.329
4. Kaffer / Stippler / Van Der Linde ISR-Audi #76 2:18.608 0.429
5. Fisichella / Cioci / Calado Kaspersky-Ferrari #55 2:18.617 0.438
6. Eng / Martin / Sims ROWE-BMW #99 2:18.766 0.587
7. Lathouras / Rugolo / Pier Guidi AF-Corse-Ferrari #50 2:18.944 0.765
8. Eriksson / Buhk / Perera HTP-Mercedes #84 2:19.015 0.836
9. De Phillippi / Mies / Vervisch WRT-Audi #2 2:19.196 1.017
10. Soulet / Abril / Soucek M-Sport-Bentley #8 2:19.204 1.025

Nacht-Qualifying: Vervisch fährt Audi an die Spitze

In der Nacht von Spa-Francorchamps lag erstmals Audi in Front. Lokalmatador Frederic Vervisch fuhr für die belgische WRT-Audi-Truppe eine Zeit vpm 2:18.752 heraus und war damit in der Dunkelheit nicht vom Thron zu stoßen. Zu Platz eins in der kombinierten Zeitenliste aus Qualifying und Nacht-Qualifying reichte das jedoch nicht, da Mercedes-Pilot Raffaele Marciello in der Session zuvor zwei Zehntelsekunden schneller war. Hinter Vervisch holte Grasser-Lamborghini den zweiten Platz in der Nacht-Session.

Christian Engelhart im Lambo #63 fehlte letztlich knapp eine Zehntel. Dritter wurde der Abt-Bentley #9 vor dem RJN-Nissan #23 und der #17 aus der WRT-Audi-Mannschaft. Auch Porsche, McLaren und Jaguar schafften es in die Top-10. Wenige Minuten nach dem Start musste die Session unterbrochen werden, da der Nissan #22 in Eau Rouge abgeflogen ist. Später gab es eine Full Course Yellow, nachdem ein Audi im Kiesbett von Stavelot gestrandet war.

24h Spa 2017: Die Top-10 des Nacht-Qualifyings

P Fahrer Team-Auto Zeit Gap
1. De Phillippi / Mies / Vervisch WRT-Audi #2 2:18.752
2. Bortolotti / Engelhart / Caldarelli Grasser-Lamborghini #63 2:18.858 0.106
3. Jöns / Pepper / Verdonck Abt-Bentley #9 2:18.875 0.123
4. Ordonez / Buncombe / Chiyo RJN-Nissan #23 2:18.924 0.172
5. De Phillippi / Mies / Vervisch WRT-Audi #17 2:19.026 0.274
6. Fässler / Lotterer / D. Vanthoor WRT-Audi #5 2:19.030 0.278
7. Estre / Christensen / L. Vanthoor Bernhard-Porsche #117 2:19.068 0.316
8. Allemann / Bohn / S. Müller / Jaminet Herberth-Porsche #912 2:19.143 0.391
9. Fleming / Leventis / Williamson / Webb Strakka-McLaren #42 2:19.219 0.467
10. Frey / Ortelli / Costa Emil-Frey-Jaguar #14 2:19.311 0.559

24h Spa 2017: Die Highlights des Nacht-Qualifyings: (02:38 Min.)

Qualifying: Mercedes-Pilot Marciello mit früher Hammer-Zeit

Mercedes-AMG scheint doch sehr gut aufgestellt zu sein für die 24 Stunden von Spa 2017. Im Qualifying war es Raffaele Marciello im Akka-ASP-Mercedes #90, der sich die Bestzeit sicherte. Schon früh in der Session knallte Marciello eine Zeit von 2:18.562 in den Asphalt. Damit war der Italiener im weiteren Verlauf nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Neben Marciello schafften es zwei weitere Mercedes-Fahrer in die Top-10.

Zweiter wurde der WRT-Audi #2 mit Mies / De Phillippi / Vervisch, gefolgt vom Kaspersky-Ferrari #55 um Ex-F1-Star Giancarlo Fisichella. Auf Platz vier reihte sich der werksunterstützte Akka-ASP-Mercedes #88 ein vor dem M-Sport-Bentley #8 um Andy Soucek. Sechster wurde der Pro-Am-Aston-Martin, der dank Jonathan Adam früh in der Session in Front lag, ehe Marciello den Hammer auspackte. Nach einem Unfall von Kamui Kobayashi im Mercedes-AMG #00 in der Eau Rouge wurde die Session vorzeitig abgebrochen.

24h Spa 2017: Die Top-10 des Qualifyings

P Fahrer Team-Auto Zeit Gap
1. Mortara / Meadows / Marciello Akka-ASP-Mercedes #90 2:18.562
2. De Phillippi / Mies / Vervisch WRT-Audi #2 2:18.675 0.113
3. Fisichella / Cioci / Calado Kaspersky-Ferrari #55 2:18.723 0.161
4. Serralles / Juncadella / Vautier Akka-ASP-Mercedes #88 2:18.749 0.187
5. Soulet / Abril / Soucek M-Sport-Bentley #8 2:18.822 0.260
6. Al Harthy / Yoluc / Adam / Hankey Aston Martin #97 2:18.909 0.347
7. Eriksson / Buhk / Perera HTP-Mercedes #84 2:18.944 0.382
8. Frey / Ortelli / Costa Emil-Frey-Jaguar #14 2:18.945 0.383
9. Eng / Martin / Sims ROWE-BMW #99 2:18.949 0.387
10. Lathouras / Rugolo / Pier Guidi AF-Corse-Ferrari #50 2:18.960 0.398

Pre-Qualifying: Lamborghini wieder an der Spitze

24h Spa 2017: Die Highlights des Qualifyings: (01:46 Min.)

In der trockenen Pre-Qualifying-Session waren es erneut Mirko Bortolotti, Christian Engelhart und Andrea Caldarelli, die sich durchsetzten. Nach einer Stunde Trainingszeit stand für das Trio im Grasser-Lamborghini #63 eine Bestzeit von 2:19.435 zu Buche. Damit ließen Bortolotti / Engelhart / Caldarelli die Konkurrenz um knapp vier Zehntelsekunden hinter sich.

Auf Platz zwei reihte sich der Rinaldi-Ferrari #333 von Mattschull / Salikhov / Malucelli / Siedler ein, dahinter folgen der Abt-Bentley #9, der ISR-Audi #75 und der RJN-Nissan #23. Damit schafften es fünf verschiedene Marken in die Top-5. Nichts zu sehen war von Mercedes-AMG. Im Freien Training noch auf den Plätzen zwei bis fünf, lag der beste AMG GT3 diesmal nur auf Platz 14.

24h Spa 2017: Die Top-10 des Pre-Qualifyings

P Fahrer Team-Auto Zeit Gap
1. Bortolotti / Engelhart / Caldarelli Grasser-Lamborghini #63 2:19.435
2. Mattschull / Salikhov / Malucelli / Siedler Rinaldi-Ferrari #333 2:19.834 0.399
3. Jöns / Pepper / Verdonck Abt-Bentley #9 2:19.902 0.467
4. Albuquerque / Schmid / Salaquarda ISR-Audi #75 2:19.929 0.494
5. Ordonez / Buncombe / Chiyo RJN-Nissan #23 2:19.941 0.506
6. Kaffer / Stippler / Van Der Linde ISR-Audi #76 2:19.951 0.516
7. Simmons / Moore / Parry RJN-Nissan #22 2:20.115 0.680
8. De Phillippi / Mies / Vervisch WRT-Audi #2 2:20.203 0.768
9. Eng / Martin / Sims ROWE-BMW #99 2:20.252 0.817
10. Lathouras / Rugolo / Pier Guidi AF-Corse-Ferrari #50 2:20.270 0.835

Freies Training: Lamborghini-Bestzeit auf abtrocknender Strecke

In einer vom Wetter beeinflussten Session war es der Grasser-Lamborghini #63 von Mirko Bortolotti, Christian Engelhart und Andrea Caldarelli, der sich die erste Bestzeit des Wochenendes schnappte. Zu Trainingsbeginn war die Strecke noch nass, doch das änderte sich im Laufe des Trainings. Der Circuit de Spa-Francorchamps wurde immer trockener, sodass als Bestzeit am Ende doch eine 2:20.406 zu Buche stand. Zum Qualifying-Rekord fehlen damit aber noch etwas mehr als zwei Sekunden.

Hinter dem giftgrünen Lamborghini Huracan GT3 reihte sich gleich ein ganzes Heer von Mercedes-AMG GT3 ein. Angeführt wird das Stern-Quartett von Daniel Juncadella im Akka-ASP-AMG #88, Dritter wurde Franck Perera im HTP-AMG #84. Vierter und Fünfter wurden die beiden weiteren Mercedes von Akka ASP. Auf Platz sechs folgte der erste Ferrari, insgesamt fuhren fünf verschiedene Fabrikate in die Top-12. Platz drei und Platz 25 waren gerade einmal durch eine Sekunde getrennt.

24h Spa 2017: Die Top-10 des Freien Trainings

P Fahrer Team-Auto Zeit Gap
1. Bortolotti / Engelhart / Caldarelli Grasser-Lamborghini #63 2:20.406
2. Serralles / Juncadella / Vautier Akka-ASP-Mercedes #88 2:20.606 0.200
3. Eriksson / Buhk / Perera HTP-Mercedes #84 2:20.935 0.529
4. Mortara / Meadows / Marciello Akka-ASP-Mercedes #90 2:20.946 0.540
5. Perfetti / Fontana / Badey / Bastian Akka-ASP-Mercedes #89 2:20.956 0.550
6. Mattschull / Salikhov / Malucelli / Siedler Rinaldi-Ferrari #333 2:20.959 0.553
7. Estre / Christensen / L. Vanthoor Bernhard-Porsche #117 2:20.964 0.558
8. Fässler / Lotterer / D. Vanthoor WRT-Audi #5 2:21.052 0.646
9. Fisichella / Cioci / Calado Kaspersky-Ferrari #55 2:21.137 0.731
10. Ordonez / Buncombe / Chiyo RJN-Nissan #23 2:21.274 0.868

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