ADAC Rallye Masters

Finne Pekka Ruokonen siegt in der Wedemark - Schotter macht Spaß

Pekka Ruokonen und Pasi Haataja feiern bei der 3. ADMV Wedemark Rallye im Gruppe N Mitsubishi einen überlegenen Start-Ziel-Sieg
von Uwe Köllner

Motorsport-Magazin.com - Das Team mit der weitesten Anreise, die Finnen Ruokonen, Haataja setzt sich sofort an die Spitze des Feldes und gewinnt die WP 1 mit satten 10 Sekunden Vorsprung. Dabei begeistert der Finne die Fans mit meisterlichem Querfahren. Ronald Kaspar mit Beifahrer Jean Ihefeldt, ebenfalls im Mitsubishi Evo 6 unterwegs, schafft es auf WP 2 immerhin bis auf eine Sekunde an den Finnen heranzukommen. Doch als er dann zweimal den Lancer abwürgt, kann der Mecklenburger Landwirt am Ende noch zufrieden sein, dass er den zweiten Gesamtrang retten kann.

Vorne ziehen Pekka Ruokonen und Pasi Haataja souverän ihre Kreise. Sie lassen sich weder von der Gluthitze noch von den Streckenänderungen beirren, gewinnen alle fünf Prüfungen – die letzte mit 22 Sekunden Vorsprung – und haben im Ziel mehr als anderthalb Minuten Vorsprung. Der Gesamtsieg in der Wedemark ist den Finnen nicht mehr zu nehmen.

Vorjahressieger Andreas Gutbier und Co Matthias Winning kommen mit nur einer angetriebenen Achse auf Rang 4. Die zweimaligen Wedemark-Sieger kämpfen im Golf verbissen und glänzen mit der zweitbesten Zeit auf der WP 4, einem Rundkurs mit nur 15% losem Untergrund. Die Golf 3 Kit Cars der "Hausherren" Guido Imhoff und Armin Holz wurden allerdings schon nach der Besichtigung wieder aufgeladen. Anfangs liegt Jan Nijhof im BMW M3 Compact vor Gutbier, doch kurz vor dem Ziel muss der Holländer seinen BMW mit defekter Benzinpumpe abstellen.

Den Klassensieg unter den 25 Fahrzeugen der Klasse N3 holen sich allerdings mit 2 Sekunden Vorsprung der Chemnitzer Mark Muschiol und Kerstin Munkwitz im frontgetriebenen Renault Clio, nicht ganz so spektakulär wie der BMW, aber sehr effektiv. Auch die Volvos zeigen eine gute Show, wobei sich die Routiniers Andreas Leue und Sigi Mayr ganz knapp gegen die beherzt driftenden Youngsters Arne Hoffmeister und Philipp Knof, beide im Volvo durchsetzten.

Von den 72 Startern erreichen 54 das Ziel. Der MC Wedemark bot den Teilnehmern fünf verschiedene Prüfungen, mit einem Schotter- und Sandanteil von fast 70 Prozent durch Sandgruben und über Wirtschaftswege.

Traktion ist "Alles" in der Wedemark, das nutzen auch die Allrad-Piloten. Siegfried und Petra Damm treiben den Audi 80 Quattro schnell und fehlerfrei über die Strecken und erringen hinter Ruokonen und Kaspar den dritten Podiumsrang.

Der Sieg in der 2-Liter-Klasse der Gruppe H bringt sie auch an die Spitze des Schotter-Cups. Gerd und Andrea Tabbert schließen das Comeback im Allrad-BMW mit Rang 5 ab und kämpfen dabei in der Klasse N4 den Holsteiner Michael Path im Audi Coupé Quattro nieder. Die Gruppe G gewinnt Klaus Braun im Opel Vectra.

Ergebnis der ADMV Wedemark Rallye:

1. Ruokonen / Haataja, Mitsubishi Lancer Evo 26:31,0 Minuten
2. Kaspar / Ihlefeldt, Mitsubishi Lancer Evo + 1:35,6 Min.
3. Damm / Damm, Audi 80 Quattro + 1:36,9 Min.
4. Gutbier / Winning, VW Golf GTI 16V + 1:53,1 Min.
5. Tabbert / Tabbert, BMW 325ix + 1:58,7 Min.
6. Muschiol / Munkwitz, Renault Clio Ragnotti + 2:01,3 Min.
7. Werner / Schmitz, BMW 318is + 2:03,8 Min.
8. Kilb / Müller, BMW 318is + 2:04,0 Min.
9. Lachmayr / Heilrath, BMW 318is + 2:16,4 Min.
10. Path / Figl, Audi 90 Quattro + 2:20,6 Min.


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