ADAC Rallye Masters

Geht nicht, gibt es nicht - Virus in die Wiege gelegt

Björn Mohr ist der "Rookie of the year" im HJS-Diesel-Cup 2008.
von Uwe Köllner

Motorsport-Magazin.com - "Die gesamte Saison ist besser gelaufen, als wir vor Beginn je erwartet hätten." Björn Mohr, Dritter der Rallye Masters 2008, blickt zufrieden auf seine erste Saison zurück. Zusammen mit seinem Beifahrer Oliver Becker belegte er nach harten "Sekundenduellen" bei der 3-Städte-Rallye gegen Konstantin Keil und Bernd Hosse mit knapp 14 sek. Rückstand den 3. Platz in der HJS-Laufwertung und damit den 3. Platz in der Meitserschaft.

Björn und Olli, Rookies in der Diesel-Meisterschaft, sind sehr zufrieden mit dem 3. Platz am Ende der Saison. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sämtliche zur Meisterschaft gehörenden Veranstaltungen zum ersten mal von den Beiden in Angriff genommen wurden und zu Saisonbeginn doch eine gewisse Eingewöhnung an den Opel Astra GTC cdti erfolgen musste.

Dennoch war die Anspannung bei Björn und Olli nicht allzu hoch, da sie nur noch Meisterchancen gehabt hätten, wenn die anderen Fehler gemacht hätten. "Trotzdem waren wir am Ende stolz und glücklich wie die erste Saison im Dieselcup verlief."

Für den 29-jährigen Hessen wurde die Rallye-Begeisterung von den Eltern geweckt. "Dass ich das erste Mal an einer WP stand ist schon sehr lange her. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern. Ich weiß nur, dass meine Mutter lange Arme bekommen hat weil ich noch nicht laufen oder stehen konnte. Ich bin also durch meinen Vater schon von der Wiege her dabei und mit dem Rallyesport groß geworden."

Im Gespräch mit dem adrivo Motorsport-Magazin schwelgt er in Erinnerungen: "Meine erste Rallye im eigenen Auto war für mich das aller Größte. Gedacht habe ich beim ersten Start eigentlich nur, dass endlich einer meiner größten Träume in Erfüllung geht. Ich war auf den Spuren neiner größten Vorbilder, Collin Mc Rae und meinem Vater.

Mein Lieblingsauto ist eigentlich der Subaru WRC von 2007. Aber seit ich beim Rallyesprint.eu den Opel Corsa S2000 gesehen habe, tendiere ich zu diesem außergewöhnlichen kleinen Kraftpaket.

Zu gern würde ich mit dem Corsa oder auch einem anderen Boliden bei zwei meiner Traumrallyes fahren: Die 1000 Seen in Finnland und die Schwedenrallye. Genauso ein Traum wie eine Familie zu gründen, lange gesund zu bleiben und selbstverständlich im Rallyesport noch weiter erfolgreich zu sein."

Björn Mohr wurde am 27. August 1979 in Heringen geboren. Er besuchte dort die Gesamtschule und machte im Jahr 2000 seine Abschlussprüfung zum Kfz - Mechaniker. Seit 1989 im Trailsport aktiv, begann er 1994 sporadisch als Beifahrer in den Rallyeautos Platz zu nehmen. Meistens fuhr er bei seinem Vater mit, bis er 2001 ans Lenkrad wechselte. Seither ist er als Fahrer mit Co Oliver Becker aktiv.

"Den größten Rückhalt und die nötige Unterstützung bekomme ich von meiner Freundin Corinna Roppel, von meinen Eltern, meinem jahrelangen Stammbeifahrer Oliver Becker, sowie unserer Servicecrew Michael Meckbach und Björn Martin Handor." Daher gab es für den Hessen auch noch nie einen Punkt an dem er aufgeben wollte, "geht nicht gibt es nicht." - auch dank der Leuten im Hintergrund des Teams wie Jürgen Stehr oder Sandro Matejka. "Horst Rotter habe ich für das entgegengebrachte Vertrauen zu danken. Und natürlich Guido Deppe, ohne den wir schon fast nach der Erzgebirgsrallye hätten aufgeben müssen."


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