ADAC Rallye Masters - Starke Auftritte der Teams aus dem ADAC Rallye Masters

Thüringen: Mohe weiter knapp vor Schumann

Carsten Mohe führt weiterhin knapp vor Max Schumann. Rallye-Magazin auf n-tv am 05.08.2017 um 07.30 Uhr.

Motorsport-Magazin.com - Starke Auftritte hatten die Teams aus dem ADAC Rallye Masters beim sechsten von acht Saisonläufen bei der S-DMV Thüringen Rallye (04.-05. August 2017). Die Siege in den fünf verschiedenen Divisionen waren heiß umkämpft, in der Tabelle gab es einige Verschiebungen. Nur die Spitze scheint fest gemauert. Carsten Mohe / Alexander Hirsch (Crottendorf / Tannenberg) gewannen im Renault Clio R3T die Division 4 ebenso wie Max Schumann (Riegelsberg), der zusammen mit Maresa Lade (Wallenhorst) im Suzuki Swift in der Division 6 erfolgreich war. Da beide die maximalen 25 Punkte sammelten liegt Mohe (143 Punkte) weiterhin mit drei Zählern vor dem saarländischen Youngster. Trotz eines Problems mit dem Motor ihres BMW M3 (Division 3) verteidigten Vater und Sohn Peter und Michael Wald (Sennfeld) mit 92 Punkten den dritten Platz in der Masters-Wertung.

Der Fernsehsender n-tv zeigt bereits am Sonntag direkt nach der Rallye (06. August) um 07.30 Uhr das halbstündige Magazin „PS – DRM - Die Deutsche Rallye-Meisterschaft“. Die Wiederholung gibt es dann am 12.08.2017 ab 09.30 Uhr. Zudem kann das DRM-Magazin auch jederzeit in der n-tv Mediathek angeschaut werden. Die vollständigen Punktestände, News und Hintergrundinformationen zum ADAC Rallye Masters und der DRM gibt es unter www.adac.de/rallye-masters und www.adac.de/drm sowie im ADAC Rallye Hub (www.adac.de/rallyehub) im Internet.

Division 2
Vom Start weg übernahm Peter Corazza (Oelsnitz, Mitsubishi Lancer) die Führung, musste nach der vierten von zehn Wertungsprüfungen (WP) allerdings aufgeben. „das Getriebe verlor Öl, da haben wir vorsorglich abgestellt“, erklärte der Sachse, „echt schade, das wären tolle Punkte gewesen.“ Die Führung übernahmen dann die Markenkollegen Raphael Ramonat / Sara Phieler (Trusetal), die sie bis ins Ziel verteidigten. Dunkle Regenwolken vor den beiden finalen WPs beunruhigten ihn nicht, Ramonat erklärte schmunzelnd „mir ist es eigentlich egal, wie das Wetter wird, Hauptsache ich bleibe vorn.“ Platz zwei belegten die ‚Nordlichter‘ Martin Schütte / Kerstin David (Klein Nordende / Tangstedt) in einem weiteren Lancer. Bei seiner zweiten Rallye fuhr Rundstrecken-Pilot Dennis Rostek (Bückeburg) gemeinsam mit Beifahrer-Urgestein Siggi Schrankl (Obing) auf Rang drei. „Das macht richtig Spaß, vor den schnellen Prüfungen hatte ich jedoch Respekt“, sagte Rostek, der sich auf der letzten WP noch an Markenkollege Sebastian Wolf (Lich) vorbeischob.

Division 3
Jürgen Geist / Ramona Kees (Wohlmutshausen / Bundorf) fuhren im BMW M3 vom Start weg bis zu ihrem Ausritt in der vorletzten Prüfung an der Divisionsspitze. Den Sieg sicherten sich dann Anton Werner / Gabriele Fischer (Landshut / Regenstauf) im Porsche 911 GT3. Der Sieger des ADAC Rallye Masters 2007 sagte, „ich wollte mal testen, wie konkurrenzfähig der Porsche noch ist.“ In der letzten WP schob sich Werner noch auf den sechsten Rang der Gesamtwertung in Thüringen nach vorn. Zweite der Division wurden Vladan Vasiljevic / Christopher Lihl (Friedeburg / Neumarkt) in einem Porsche Cayman S. „Für einen Wiedereinsteiger ist das doch ein tolles Resultat“, freute sich der Vize-Meister des ADAC Rallye Junior Cup aus 2002. Platz drei ging an Nick Heilborn / Benjamin Melde (Hermsdorf / Gera) in ihrem BMW M3.

Division 4
Nach vier der gesamt zehn WP lagen Mohe / Hirsch im Renault Clio R3T und ihre härtesten Verfolger, Sebastian von Gartzen / Hans Peter Loth (Gießen / Frankfurt) im Citroen DS3 R3T zeitgleich an der Divisionsspitze. Mehrere Probleme führten zur Aufgaben von von Gartzen / Loth, so dass Mohe souverän erneut zum Divisionssieg fahren konnte. „Ich hatte schon erwartet, dass Sebastian hier so schnell sein würde, aber auch nach seinem Ausfall sind wir unser Tempo durchgefahren, wenn auch der mentale Druck dadurch weg war“, sagte Mohe. Für Mohe / Hirsch gab es doppelten Grund zur Freude: Neben dem Divisionssieg und der weiteren Führung im ADAC Rallye Masters sicherten sie sich in Thüringen vorzeitig den Titel der 2WD-Wertung innerhalb der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Platz zwei ging an Sebastian Keil / Stefanie Fritzensmeier (Niestetal / Bielefeld) im Citroen DS3 R3T. „In der Thüringen-Gesamtwertung haben wir zwar einen Platz an Roman (Schwedt) im Opel Adam R2 verloren, allerdings waren uns die sicheren Punkte für die Divisionswertung wichtiger.“ Das bislang beste Saisonresultat sicherten sich Uwe Gropp / Hanna Ostlender (Neunkirchen / Baesweiler) in einem weiteren DS3 R3T mit dem dritten Divisionsrang.

Division 5
Zu Beginn lieferten sich Roman Schwedt / Henry Wichura (Heusweiler / Berlin) im Opel Adam R2 einen spannenden Vergleich mit ihrem Markenkollegen Niklas Stötefalke / Tobias Braun (Bad Oeynhausen / Maikammer). Nach der Freitagsetappe führte Schwedt mit dem Wimpernschlag von 0,8 Sekunden. Am frühen Samstag verunfallten Stötefalke / Braun. „Der Kampf hat wieder richtig Spaß gemacht, und ich wünsche den beiden nur das Beste und gute Besserung, damit sie bald wieder gesund unter uns sind“, sagte Schwedt anschließend. Sein Motto: mit dem kleinen Auto die großen Jungs ärgern setzte der 18jährige DSK-Youngster perfekt um: Im Ziel wurde neben dem Divisionssieg auch Gesamtrang zehn gefeiert. Einen starken Auftritt hatten auch Florian Just / Marco Schönefelder (Burgpreppach / Neuhengstett) im Citroen C2R2 mit Rang zwei. „Das Tempo passt, teilweise lagen wir sogar dicht an den Zeiten von Roman dran. Mit kleineren technischen Problemen wie einem gebrochenen Schalthebel ist der zweite Platz richtig klasse“, freute sich Just. In ihrem Peugeot 306 belegten Max Schmid / Daniel Scharf (Gotha / Treffurt) den dritten Divisions-Rang.

Division 6
Nach der Freitagsetappe über zwei der zehn WP gab es in der Division 6 ein ungewohntes Bild: Tobias Just / Sabrina Türk (Burgpreppach / Himmelkron) führten im Suzuki Swift vor ihren Markenkollegen Schuman / Lade. „Schade, den Kampf hätten wir gerne noch länger geführt“, sagte Just, „aber ohne dritten Gang hatten wir keine Chance, und so ist der zweite Platz ein riesiger Erfolg.“ Max Schuman erläuterte, „auf der Freitagsetappe wollte ich nichts riskieren, denn da kann man nichts gewinnen, aber viel verlieren. Wir haben dann am Samstag das Tempo verschärft, schließlich brauchten wir die 25 Punkte um in der Gesamtwertung an Carsten Mohe dran zu bleiben.“ Der dritte Platz in Thüringen ging an David Havlat / Paul Stein (Großschönau / Kurort Jonsdorf) im Citroen DS3 R1.


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