ADAC GT Masters

ADAC GT Masters: Maggi erlebt herausforderndes Wochenende

ADAC GT Masters-Rookie Giorgio Maggi holt erneut Punkte in der Junior-Wertung. Honda Team Schubert Motorsport-Pilot verfehlt weiteres Top-10-Resultat.

Motorsport-Magazin.com - Das ADAC GT Masters hielt für Giorgio Maggi am vergangenen Wochenende in Zandvoort eine große Herausforderung parat. Vor über 13.000 Zuschauern galt es bei der fünften Station im Kalender an die erfolgreiche Vorstellung auf dem Nürburgring zwei Wochen zuvor anzuknüpfen. Dort waren der Schweizer und sein Honda Team Schubert Motorsport-Teamkollege Christopher Dreyspring erstmals in die Punkte gefahren und hatten zudem das Junior-Podest gestürmt.

Auf der 4,307 Kilometer langen Dünenachterbahn gestaltete sich die Aufgabe für Maggi und den Honda NSX GT3 schwieriger als in der Eifel. Mit Platz acht im ersten Training begann der Freitag vielversprechend. Ein vorzeitiger Abbruch der zweiten Session hinderte ihn und seine Ingenieure vom Honda Team Schubert Motorsport an der Setuparbeit für den ersten Auftritt des japanischen GT3-Boliden in Zandvoort.

Für das Samstagsrennen qualifizierte sich das Fahrerduo auf dem 17. Platz im Feld der 34 Supersportwagen. Nachdem sich der Honda mit der Startnummer 9 zunächst in Richtung Top-10 vorgearbeitet hatte, war Maggi gegen Rennende mit starkem Reifenabbau gegen einige Konkurrenten chancenlos. Am Ende bedeutete dies den 16. Platz.

Im zweiten Rennen am Sonntag machten Maggi und Dreyspring von der 32. Startposition aus zehn Plätze gut und wurden 22. Damit reichte es auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs in den Niederlanden zwar nicht zu weiteren Meisterschaftspunkten, in der Juniorwertung stockte er sein Konto jedoch auf. Außerdem sorgte das fehlerfreie Wochenende für viele lehrreiche Erkenntnisse.

Am sechsten Rennwochenende in der Liga der Supersportwagen hat Maggi die Chance, diese umzusetzen und abermals in Richtung Punkteränge vorzustoßen. Vom 7. bis 9. September gastiert das ADAC GT Masters auf dem aus der Motorrad-WM bekannten Sachsenring für die vorletzte Veranstaltung der Saison.

Vier Fragen an Giorgio Maggi

Wie habt ihr nach dem Erfolg am Nürburgring in das Wochenende in Zandvoort gefunden?
Ich war zuletzt mit der Formel 4 in Zandvoort. Der GT3 ist schwerer und auch eine Ecke schneller. Auf einer Strecke wie Zandvoort, wo es überhaupt keinen Raum für Fehler gibt, macht das viel aus. Deshalb lag der Fokus im ersten Training nur darauf, sich fahrerisch auf die Strecke einzuschießen. Wir machten gute Fortschritte, aber dann wurde das zweite Training abgebrochen. Beim Setup hätten wir deshalb noch etwas mehr herausholen können, denn wir waren mit dem Honda das erste Mal auf der Strecke. Das Team hat trotz der Schwierigkeiten einen ausgezeichneten Job gemacht und die Ingenieure haben Christopher und mir ein konkurrenzfähiges Auto hingestellt.

Im ersten Rennen wart ihr zunächst auf Punktekurs. Was hat euren Vorwärtsdrang gestoppt?
Ich habe das Auto von Christopher übernommen und bin nach dem Boxenstopp direkt in den Verkehr geraten. Zuerst hatte ich einen Zweikampf mit einem Audi. Es gelang mir nicht diesen Platz zu halten. Danach war eine Corvette hinter mir, die hat das ganze Rennen über Druck gemacht hat. Es ging nur noch darum meine Position zu verteidigen, auch weil die Reifen gegen Rennhälfte schon ziemlich am Ende waren. Das war nicht einfach.

Am Sonntag war es offenbar noch schwieriger, in Richtung der Top-10 vorzurücken...
Im zweiten Rennen sind wir als 32. weiter hinten gestartet als am Samstag. Mein Start war okay, aber in Zandvoort ist es sehr eng und deshalb selbst in der Anfangsphase schwierig, Plätze gutzumachen. Gegen Ende meines Stints hatte ich Probleme mit Untersteuern. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt keinen Druck nach vorne machen. Wir haben die Ziellinie als 22. überquert, was angesichts der schwierigen Ausgangslage ein ziemlich gutes Ergebnis ist.

In drei Wochen steht der Sachsenring auf dem Plan. Was erwartest du dort?
Der Sachsenring wird wieder sehr speziell. Auch dort haben wir nur den Freitagstest für die Setuparbeit. Aber auf die Strecke freue ich mich. Mit der Formel 4 war ich mehrmals dort. Es wird natürlich auch fahrerisch wieder eine Herausforderung, denn der Sachsenring ist eine sehr technische Strecke. Vom Layout her sollte es uns entgegenkommen, weil es viele schnelle Kurven gibt. Dort liegt der Honda sehr gut. Ich denke, dass wir am Sachsenring das Potential haben wieder in die Punkte zu fahren.


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