ADAC Formel 4

ADAC Formel 4: Fahrerlagergeschichten aus Hockenheim I 2018

Vor großer Kulisse stellten die Nachwuchspiloten der ADAC Formel 4 ihre Klasse unter Beweis und lieferten drei starke Rennen ab.

Motorsport-Magazin.com - Zweite Runde der ADAC Formel 4 - und das gleich im Rahmen des DTM-Saisonauftakts in Hockenheim. Vor großer Kulisse stellten die Nachwuchspiloten der ADAC Formel 4 ihre Klasse unter Beweis und lieferten drei starke Rennen ab. Dabei trumpfte vor allem Lirim Zendeli (18, Bochum, US Racing CHRS) groß auf: Der Meisterschaftsführende gewann zwei der drei Rennen und krönte sein starkes Wochenende mit Platz drei am Sonntag. Bei den Rookies liefern sich David Schumacher (16, Bergheim, US Racing CHRS) und Niklas Krütten (15, Trier, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) ein heißes Duell um die Spitze. Außerdem gab Jack Doohan (15, Australien, Prema Theodore Racing), der Sohn des fünfmaligen Motorrad-Weltmeisters Mick Doohan, sein Debüt in der Highspeedschule des ADAC.

Die Fahrer der ADAC Formel 4 haben nun zwei Wochen Pause, dann steht auf dem Lausitzring bereits das Wiedersehen mit den Stars der DTM an. Vom 18. bis 20. Mai stehen dort die Saisonläufe sieben bis neun auf dem Programm. SPORT1 zeigt die Rennen der Highspeedschule des ADAC im TV. Online sind alle Rennen im kostenlosen Livestream unter sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Formstark: Lirim Zendeli bleibt der Mann der Stunde in der ADAC Formel 4. Am Samstag feierte der 18-Jährige einen Doppelsieg, doch fast noch größer war die Freude über den dritten Platz am Sonntag. Denn in diesem Lauf war Zendeli von Platz acht gestartet - nach 30-minütiger Aufholjagd fand sich der Meisterschaftsführende als Dritter auf dem Podium wieder. "Alles läuft perfekt, aber die Konkurrenz schläft nicht. Die Saison ist noch lang", sagt der Pilot des Kerpener Rennstalls US Racing CHRS. In allen drei Rennen eines Wochenendes aufs Podium zu fahren - das war zuvor nur wenigen Piloten in der ADAC Formel 4 gelungen. Einer von ihnen war Joey Mawson (22, Australien, Van Amersfoort Racing) - und der war im Jahr 2016 souverän Meister geworden. Ein gutes Omen für Zendeli? "Die Meisterschaft bleibt das Ziel, schließlich bin ich in meinem dritten Jahr - da muss der Titel her", sagt der Bochumer.

Kopf-an-Kopf-Rennen: In der Rookie-Wertung geht es nach dem zweiten Rennwochenende der ADAC Formel 4 eng zu. Vor allem David Schumacher und Niklas Krütten trumpfen in der Highspeedschule des ADAC groß auf. Krütten (15) fuhr am Sonntag als Zweiter sogar aufs Podium und verpasste den Sieg hinter Mick Wishofer (18, Österreich, US Racing CHRS) nur knapp. "Im Moment läuft alles gut. Ich wollte natürlich gewinnen, aber dafür war der Mick heute zu stark", sagte Krütten: "Ich konnte ihn nicht schlagen. Trotzdem bin ich mit Platz zwei sehr zufrieden. Und dann noch bester Rookie! Das war ein guter Abschluss des Wochenendes, das Jahr ist noch lang."

Große Bühne: Der DTM-Saisonauftakt lockte viele Zuschauer zum Hockenheimring - entsprechend profitierten davon auch die Nachwuchspiloten in der ADAC Formel 4, die so wie bereits beim Saisonstart in Oschersleben vor einer großen Kulisse starten durften. Für Rookie Niklas Krütten eine ganz besondere Erfahrung. "Wenn man hier ins Motodrom reinfährt und die ganzen Fans sieht - das ist natürlich schon ein cooles Gefühl", sagte er und stand mit seiner Meinung längst nicht alleine da. Damit jedoch nicht genug: Bereits in zwei Wochen (18. bis 20. Mai) geht es für die ADAC Formel 4 weiter, dann startet die Highspeedschule am Lausitzring erneut im Rahmen der DTM. Das Highlight ist jedoch der Start beim Formel-1-Rennen in Hockenheim (20. bis 22. Juli).

Klangvoller Name: Die Liste der klangvollen Namen in der ADAC Formel 4 ist lang - und seit diesem Wochenende ist sie um einen weiteren prominenten Piloten reicher. Denn Jack Doohan, der Sohn des fünfmaligen Motorrad-Weltmeisters Mick Doohan, gab in Hockenheim sein Debüt in der ADAC Formel 4. Und schnell wurde klar, dass der junge Mann aus Down Under auf Anhieb mithalten kann. Doohan fuhr die Plätze acht, sechs und fünf ein und war zufrieden.

Sightseeing: Für die beiden Brasilianer Enzo Fittipaldi (16) und Gianluca Petecof (15)stand an diesem Wochenende nicht nur Motorsport auf dem Programm. Denn vor den Läufen am Hockenheimring ging es für das südamerikanische Duo ins nahe gelegene Schwetzingen. Die ADAC Formel 4-Piloten des Teams Prema Theodore Racing schlenderten durch das Schloss Schwetzingen und seinen Schlossgarten. Alles festgehalten auf vielen Fotos und in den Instagram-Accounts der Jungs zu sehen.

Wiedersehen mit alten Bekannten: Joel Eriksson (20, Schweden), der 2015 Vizemeister in der Premierensaison der ADAC Formel 4 wurde, gab am Wochenende am Hockenheimring sein Debüt in der DTM für den Rennstall BMW Team RBM. Und die ersten Rennen in der neuen Umgebung liefen bereits sehr gut für Eriksson. Er holte die Plätze zwölf und vier.

Treffen mit dem Vorbild: Der Brasilianer Gianluca Petecof vom Team Prema Theodore Racing traf sich vor dem Rennwochenende zu einem Fotoshooting in der Boxengasse mit seinem Landsmann Augusto Farfus, der in der DTM seit sechs Jahren für BMW fährt. Selfies und tolle Erinnerungen inklusive!


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