ADAC Formel 4 - Red Bull Ring: Start-Ziel-Sieg für Armstrong

Der Neuseeländer gewinnt vor Michael Waldherr und Nicklas Nielsen

Österreicher Mick Wishofer ist vor heimischer Kulisse der beste Rookie. Armstrong startet auch im zweiten Rennen von der Pole Position.

Motorsport-Magazin.com - Siebtes Saisonrennen, siebter Sieger: Der Neuseeländer Marcus Armstrong (16, Prema Powerteam) hat am Red Bull Ring im österreichischen Spielberg seinen ersten Erfolg in der ADAC Formel 4 gefeiert und seine starke Leistung aus dem Qualifying am Morgen bestätigt. Armstrong setzte sich von der Pole Position gestartet vor Michael Waldherr (20, Ruderting) vom österreichischen Team Neuhauser Racing und Rookiemeister Nicklas Nielsen (20, Dänemark, US Racing) durch.

"Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir hier ein Rennen gewinnen können", sagte Armstrong: "Das ist ein gutes Beispiel dafür, was man mit harter Arbeit erreichen kann. Dieses Wochenende lief bislang sehr gut, das ist toll für uns alle."

Hinter Nielsen folgte Juri Vips (16, Estland, Prema Powerteam) als Vierter, der seine Führung in der Gesamtwertung damit ausbaute. Kami Laliberté (17, Kanada, Van Amersfoort Racing), Gastfahrer Lorenzo Colombo (16, Italien, Bhaitech Racing), Lirim Zendeli (17, Bochum, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.), Kim-Luis Schramm (19, Wümbach, US Racing), Gastfahrer Kush Maini (16, Indien, Jenzer Motorsport) und David Malukas (15, USA, Motopark) komplettierten die Top Ten. Bester Rookie war Mick Wishofer (17, Österreich, Lechner Racing), der als 15. ins Ziel kam.

Das erste Rennen wurde aufgrund eines frühen Kontakts zwischen mehreren Fahrern, in dessen Folge sieben Fahrzeuge ausschieden, ist der Startrunde abgebrochen und mit einer auf 20 Minuten reduzierten Renndauer hinter dem Safety Car erneut gestartet. Nach dem Restart behauptete Armstrong seine Spitzenplatzierung nervenstark, während sich die Verfolger dahinter spannende Duelle lieferten.

Nachdem Jonathan Aberdein (19, Südafrika, Motopark) und Felipe Drugovich (17, Brasilien, Van Amersfoort Racing) bei einem dieser Zweikämpfe in den Kies rutschten und auch Rookie Tom Beckhäuser (18, Tschechien, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) seinen Wagen nicht auf der Strecke halten konnte, kam das Safety Car erneut zum Einsatz.

Armstrong ließ sich auch von dieser Unterbrechung nicht aus dem Konzept bringen und fuhr seinen ersten Sieg in der ADAC Formel 4 nach dem Restart souverän ein. Der Neuseeländer wird auch das zweite Rennen am Sonntagvormittag (10.05 Uhr) von der Pole Position beginnen.

In das dritte am Sonntagnachmittag (16.30 Uhr) startet David Malukas von der Pole. Dann startet die Top Ten des ersten Rennens in umgekehrter Reihenfolge. Armstrong als Sieger also von Rang zehn und der Zehntplatzierte Malukas von ganz vorne. Alle Rennen an diesem Wochenende werden von SPORT1 und SPORT1+ live und zeitversetzt übertragen. Zudem gibt es wie gewohnt Livestreams auf www.SPORT1.de und www.adac-motorsport.de.

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Marcus Armstrong (Sieger, Prema Powerteam): "Dass ich diesen Sieg mit meinem Team feiern darf, fühlt sich echt toll an. Ich träume natürlich vom Titel, aber jetzt zählen für mich erst einmal nur Siege. Unser Auto war schnell - was hinter mir passiert ist, habe ich gar nicht mitbekommen."

Michael Waldherr (Zweiter, Neuhauser Racing): "Es lief anders als erwartet, aber es lief positiv. Vielleicht nicht in allen Situationen, aber am Ende kann man mit dem Ergebnis definitiv zufrieden sein. Es war eine gute Vorstellung, was in meiner Hand lag, habe ich gut hinbekommen. Wir haben die Pace, und vom siebten Startplatz aus sollte es vielleicht für die Top Fünf reichen. Aber mehr möchte ich mir nicht vorstellen, dafür ist das Feld zu nah aneinander."

Nicklas Nielsen (Dritter, US Racing): "Das war ein verrücktes Rennen, aber natürlich bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Im Qualifying hatten wir ein paar Probleme, im Rennen hatte ich dann einen guten Start und konnte mich gut nach vorne arbeiten. Ich bin sehr glücklich mit dem dritten Rang. Ich freue mich für Marcus, wir sind früher zusammen in einem Kartteam gefahren. Er hat diesen Sieg echt verdient."

Mick Wishofer (15. und bester Rookie, Lechner Racing): "Es ist alles voll aufgegangen. ich hätte das nach Training und Qualifying nicht gedacht. Wir haben im Rennen ziemlich viele Plätze gutgemacht, und ich persönlich habe mich zum ersten Mal an diesem Wochenende im Auto richtig gut gefühlt. Ich bin glücklich, und das Team ist auch glücklich mit der Rookie-Wertung. Hier in Spielberg ist es als Österreicher natürlich immer ein Highlight, auf dem Podium zu stehen. Für mein Team, das auch aus Österreich kommt, ist es natürlich auch toll."


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